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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 8068
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Guten Tag! Wir haben folgende Situation: die Mutter meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag! Wir haben folgende Situation: die Mutter meiner Ehefrau hat zusammen mit ihrem Ehegatten, mit dem sie seit ca. 30 Jahren verheiratet ist, vor einigen Jahren ein Berliner Testament aufgesetzt. Die Formulierung lautete "Wir setzen uns hiermit gegenseitig zu unseren alleinigen Erben ein. Erst nach dem Tode des zuletzt versterbenden Elternteils sollen unsere Kinder X und Y uns zu gleichen Teilen beerben." X und Y bezeichnen namentlich (!) meine Frau und ihren Bruder. Meine Frau ist das Kind aus erster Ehe, der Bruder das gemeinsame Kind. Das Testament wurde nach dem Tod der Frau (also der Mutter meiner Ehefrau) vor einigen Jahren rechtskräftig vom Amtsgericht eröffnet. Nun ist der Ehemann gestorben und das Testament wurde erneut vom Amtsgericht eröffnet und meine Frau darüber informiert. Der Bruder ist nun in das gemeinsam geerbte Haus eingezogen und bezeichnet sich als Alleinerben, da meine Frau ja nicht das leibliche Kind sei, die Formulierung "des zuletzt versterbenden Elternteils" sich mithin nur auf die Ehefrau bezogen haben kann und sie mit der Anerkennung des Berliner Testaments ja auf ihr Erbe verzichtet habe. Somit sei er alleiniger Erbe des gesamten Vermögens. Meine Frage: ist das haltbar? Falls nicht - welche rechtlichen Schritte gibt es, sehr kurzrfistig auf den Auszug zu drängen und ggf. das Konto zu sperren (der Bruder ist arbeitslos, bezieht Hartz IV und wir haben Sorge, dass er Geld veruntreut, das später nicht mehr zurückzuzholen ist). Vielen Dank für Ihre Bemühungen! Herzliche Grüße Jens Hartwig.

Sehr geehrter Fragesteller,

habe ich Sie richtig verstanden, dass Ihre Frau als Schlusserbe namentlich genannt wurde ? Haben die "Eltern" ein notarielles Testament aufgesetzt oder handschriftlich ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Liebe Frau Grass, es handelt sich um ein handschriftliches Testament, mir vorliegend mit einem Stempel des Amtsgerichtes (Eröffnung am 18.07.2013 nach Tod der Ehefrau). Und ja, meine Frau ist namentlich als Schlusserbin benannt ("zu gleichen Teilen"). Der Bruder bezieht sich lediglich auf die Formulierung "zuletzt versterbender Elternteil", demzufolge der Vater ja kein "Elternteil" sei.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.Sie müssen zunächst die Erbstellung nachweisen. Die bedeutet, dass Ihre Frau beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen muss. Sobald dieser erlassn ist, kann der Bruder die Erbenstellung Ihrer Frau nicht mehr negieren.

Dann können Sie auch den Bruder durch Räumungsklage aus dem Haus werfen lassen.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind umfänglich beantwortet. Sollte etwas übersehen worden sein oder weitere Fragen bestehen, geben Sie bitte Bescheid. Anderenfalls darf ich Sie um Bewertung der Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Es tut mir leid, diese Antwort ist mir zu allgemein. Ein Erbschein ist doch m.W. überflüssig, wenn ein Testament vorliegt? Was ist also die Antwort auf meine Frage? Ihre Antwortet lautet ja verkürzt "Ich kann Ihnen nicht helfen, fragen Sie das Gericht."

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, das ist so nicht korrekt !

Einen Erbschein brauchen Sie NUR dann nicht, wenn ein notarielles Testament vorliegt. Dies hatten Sie verneint ! Damit kann die Erbenstellung NUR über einen Erbschein nachgewiesen werden §§ 2365 ff. BGB.

Die Erbenstellung Ihrer Frau ist aufgrund des Testaments gegeben, diese kann sie aber nicht nachweisen. Wenn Sie den Bruder auffordern würden auszuziehen und würden z.B. Räumungsklage erheben und dieser würde die Stellung als Erbin bestreiten, würde vor Geicht als Nachweis NUR der Erbschein zählen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

bleiben noch Fragen offen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Liebe Frau Grass, das habe ich schon verstanden - das war aber nur ein Nebenaspekt. Die eigentliche Fage ging aber in eine andere Richtung: wie ist die Einschätzung des Bruders zu bewerten, dass meine Frau wegen der Formulierung "Elternteil" auszuschließen wäre?

Sehr geehrter Fragesteller,

wie ausgeführt, ist die Erbenstellung Ihrer Frau gegeben, denn es kommt nicht auf die Verwandschaft zu dem Letztversterbenden an, sondern allein auf den Umstand, dass BEIDE Erblasser BEIDE Kinder als Schlusserben eingesetzt haben.

Die ist gerade Sinn eines gemeinsamen Testamentes, dass keine Einzelerbfolgen, also nach Tod Mutter oder Tod Vater entstehen, sondern eine nach dem Tod beider. .

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

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