So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Holger Traub.
Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 8770
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Vater ist 2016

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Vater ist 2016 verstorben, es trat die gesetzliche Erbfolge ein (ich bin einziges Kind, meine Mutter lebte damals noch; finanzielles Erbe: insgesamt ca. 400000 EUR, Immobilienwerte: insgesamt ca. 400000 EUR). Es wurde zwar ein Erbschein beantragt, aber die Finanz- und Immobilienwerte nicht aufgeteilt, sondern auf dem gemeinsamen Konto meiner Eltern belassen.
Nun ist auch meine Mutter verstorben und ich bin Alleinerbe. Da wir das Erbe nach dem Tod meines Vaters nicht aufgeteilt haben, sondern alles auf dem Konto meiner Eltern (nach dem Tod meines Vaters gehörten die Konten meiner Mutter alleine) und wir zwischenzeitlich ein Haus verkauften, belaufen sich die Finanzwerte auf dem Konto meiner Mutter auf 750000 EUR, da wir die Verkaufssumme des Hauses auch nicht gemäß gesetzlicher Erbfolge splitteten, sondern zunächst alles zusammen beließen.
Wenn ich nun die Gesamtsumme von 750000 EUR Erbe (zzgl. 100000 EUR Immobilienwerte), müsste ich ja eine Erbschaftssteuer von über 60000 EUR zahlen. Kann ich die nach dem Tod meines Vaters unterlassene Splitting des damaligen Vermögens rückwirkend beantragen, sodass sich die Gesamtsumme um 25% reduzieren würde oder gibt es eine andere Möglichkeit.
Vielen Dank ***** ***** Mühen vorab und mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst mein Beileid.

Velen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ich gehe davon aus, dass Sie die Erbschaft nach Ihrem Vater entsprechend der gesetzlichen Pflicht nach § 30 ErbStG angezeigt haben.

Dann können Sie sich darauf berufen, dass Sie das geerbte Vermögen nach dem Vater einfach auf dessen Konto ließen, da Sie es nicht benötigten. Erbe werden Sie ohnehin per Gesetz. Eine besondere Annahme der Erbschaft durch Inbesitznahme etc. ist nicht erforderlich.

Ggü. dem Finanzamt können Sie sich auf beide jeweiligen Freibeträge nach § 16 ErbStG in Höhe von € 400.000 berufen.

Nun nach dem Ablegen Ihrer Mutter erhalten Sie auch noch deren Erbteil. Auch dies ist bei Finanzbehörde nach § 30 anzuzeigen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,
vielen Dank für die Antwort. Heißt das konkret:
Erbfall nach Tod meines Vaters (800000 EUR Gesamtwert): 75% an meine Mutter (600000 EUR), da gemeinsam veranlagtes Vermögen, sowie 200000 EUR an mich => dabei entfallen keine Erbschaftssteuern?
Erbfall nach Tod meiner Mutter: 600000 EUR an mich =>dabei entfallen 22000 EUR Erbschaftssteuer?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bei den € 200.000 nach dem Vater korrekt.

Bei den € 600.000 nach der Mutter nach Freibetragsberechnung ebenfalls richtig.

Allerdings bestehen noch weitere Vergünstigungen für Familienangehörige. Hier sind insbesondere die Freibeträge nach § 13 ErbStG zu beachten. U. a. kann die Wohnung/Immobilie ausgenommen werden, wenn Sie diese selbst beziehen.

Dies wäre anhand der persönlichen Verhältnisse weiter zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.