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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7742
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Folgender Erbrechtssachverhalt nachstehend nur in Kürze.

Diese Antwort wurde bewertet:

Folgender Erbrechtssachverhalt nachstehend nur in Kürze. Stellungnahme des gegnerischen Anwalts:
Nachdem die minderjährige testamentarische Alleinerbin ausgeschlagen hat, besteht nach derzeitiger Einschätzung eine Erbengemeinschaft nach Gesetz bestehend aus unserer Mandantin und Ihnen mit Erbquoten von ¾ zu ¼.
Der Nachlass besteht nur aus der Immobilie. Der Wert ist vom SV mit 101 K EUR bewertet worden; möglicherweise kann bei einer freihänderischen Veräußerung ein höherer Ertrag erzielt werden. Dies liegt dann auch sicher darin begründet, dass die Immobilie, die aus dem Nachlass der X stammt, vom Erblasser und von meiner Mandantin unter Aufwendung erheblicher Geldmittel renoviert wurde.
Die Belastung für die Immobilie beläuft sich auf 42 K EUR, wobei ich dies bislang nicht verifizieren konnte und dies der Schätzung unserer Mandantin entspricht.
Aus dem Nachlass der Frau X existiert ein Pflichtteilsanspruch zu Ihren Gunsten , den Sie mit 29.825,30 EUR beziffern und der sich nunmehr gegen die Erbengemeinschaft nach Rolf Y richtet.
Ferner besteht zu Gunsten unserer Mandantin ein Wohnrechtsvermächtnis, welches wir für unsere Mandantin annehmen. Unsere Mandantin hat das 50. Lebensjahr vollendet (03.04.1968). Die Nettokaltmiete beträgt nach Aussage des Gutachtens 7.332,60 EUR. Unter Anwendung der Sterbetafel haben wir den Vervielfältiger von 15,69 und damit einen Wert des Wohnrechtes von 115.048,49 EUR.
Weitere Nachlassverbindlichkeiten müssen auch noch eruiert werden.
Um alle vorgenannten Summen ausgleichen zu können müsste ein KP für die Immobilie von mindestens 186.873,81 EUR (je nach bestehen weiterer Verbindlichkeiten) erzielt werden. Ich halte das für illusorisch.
Da die Bank wird betreffend der Ablösung der Darlehen sicher der Höhe nach kein entgegenkommen zeigen. Daher müssen wir ein Einvernehmen erzielen, wenn man rechtlich getrennt werden möchten.
Technisch könnte dies aus meiner Sicht dergestalt geplant werden, dass entweder Sie gegen Geld (was erst nach der Veräußerung gezahlt werden kann) aus der EG ausscheiden. Dies muss dann m.E. in notarieller Form erfolgen (Erbteilsübertragung), da eine ansich formlose Abschichtung meist Probleme mit dem Grundbuchamt mit sich bringt oder wir schließen einen (nicht notariellen) Erbauseinandersetzungsvertrag, wirken nach diesem Vertrag gemeinsam an der Veräußerung mit. Die Veräußerung sollte über einen gemeinsam zu beauftragenden Makler erfolgen (KSK, VoBA- m.E.) und kann dann gerne über Notar Dr. T. abgewickelt werden (wenn der Erwerber, der die Notarwahl hat, hiermit einverstanden ist.)Wie sind meine Rechte? Wie ist das mit dem Wohnrecht? Ich will nur Geld!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich verstehe es richtig, dass Sie grundsätzlich keine Bedenken haben, aus der Erbengemeinschaft gegen Zahlung eines Betrages X auszuscheiden ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Ja. Es geht um die Höhe

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Zunächst sicher sind Ihnen die pflichtteilsansprüche, die mit ca. 30.000 EUR beziffert wurden.

Das Vermächtnis ist eine Verbindlichkeit, für die dieErben haften. Die Berechnung des Vermchtnisses erfolgt durch Multiplikation der Jahresnettokaltmiete und der Lebenserwartung ud wäre somit - sofern die angegebene Miete korekt ist, nicht zu beanstanden.

Somit würde sich folgende Rechnung ergeben: Wert Immobilie 101.000 - Schulden Bank 42.000 - Vermächtnis 115.000 EUR, sodass kein positiver Wert mehr da ist. Realistisch gesehen, würde Ihnen damit kein Geld mehr zustehen, sodass die erzielbare Summe letztlich reine Verhandlungsbasis ist.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Gern beantworte ich eventuelle Nachfragen Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Also geht das Vermächtnis dem Erbe vor?

Sehr geehrter Fragesteller,

das Vermächtnis stellt eine Nachlassverbinlichkeiten dar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass