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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Vor 11/2 Jahren verstarb meine Oma. Meine Mutter fand

Diese Antwort wurde bewertet:

Vor 11/2 Jahren verstarb meine Oma. Meine Mutter fand sie in der Wohnung, organisierte anschließend die Bestattung und alles weitere. Sie sind 6 Kinder, jedoch nur meine Mutter wohnte in der Nähe und kümmerte sich und hin und wieder um Belange (das Verhältnis war nicht allzu gut). Sie füllte auch eine Vollmacht aus, gerade für Geldangelegenheiten.
Nun stellte sich nach und nach heraus, das die Oma Schulden hatte und so schlugen alle Kinder und Enkelkinder das Erbe aus, bis auf 1 Enkelin, die das Erbe annahm, wie wir später erfuhren.
Nun kamen die Bestattungskosten auf meine Mutter zu. Den Friedhof zählte sie bereits in Raten ab, die Kosten für die Bestattung schaffte sie jedoch nicht mehr, also stellte sie im Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme. Dieser wurde mit der Begründung, das es eine Erbin gibt (hier erfuhren wir das erste mal davon) und diese verpflichtet sei, die Kosten der Bestattung zu tragen.
Die sieht jedoch nicht ein, irgendetwas dazu beizutragen, da sie mit dem Ablauf der Bestattung als Enkelin nicht einverstanden war (meine Mutter lies die Oma auf einer grünen Wiese beisetzen, da dort keine Grabpflege erforderlich ist).

Nun meine Frage! Muss meine Mutter als Tochter und Auftraggeberin, jedoch Nichterbin, die Bestattungskosten tragen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach § 1968 BGB ist in der Tat die Erbin verpflichtet die Kosten der Beerdigung zu tragen.

Ihre Mutter hat daher gege die Enkelin einen Anspruch auf Erstattung der Beerdigungskosten nach § 812 I BGB der sogenannten ungerechtfertigten Bereicherung.

Dem kann aber die Erbin gerade nicht einwenden dass die Bestattung nicht so verlaufen ist wie sie es sich gewünscht hätte.

Diese sogennannte Totenfürsorge steht nun nicht dem Erben zu sondern den nächsten Angehörigen der Verstorbenen. Das beutet, da die Mutter zu Ihrer Oma näher verwandt ist, darf die Mutter bestimmen, wie Ihre Oma zu bestatten ist, die Enkelin als Erbin muss diese Kosten wegen § 1968 BGB bezahlen.

Sollte also die Erbin nicht bereit sein die Kosten zu tragen, so sollte Ihre Mutter Klage erheben.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Antwort! Im Moment stehen die Kosten der Bestattung noch aus. Meine Mutter ist bereits zu dem Bestatter gegangen, hat die Kontaktdaten meiner Cousine (hier die Erbin) vermittelt, mit der Aussage, dass diese die Erbin ist und er sich an sie wenden soll. Der Bestatter, meinte nur, das sei ihm egal, meine Mutter ist Auftraggeber, also muss sie auch zahlen. Meine Mutter hat kaum noch Kraft und würde jetzt einen Kredit aufnehmen um die Kosten zu tragen. Wie soll sie jetzt vorgehen? Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrte Ratsuchende,

gegenüber dem Bestatter als Auftragnehmer ist Ihre Mutter zunächst einmal in der Zahlungspflicht und muss sich dann das Geld von der Enkelin wiederholen. Direkt kann also der Bestatter nicht auf die Enkelin verwiese werden, da die Enkelin nicht Vertragspartnerin ist. Sollte sich die Enkelin weigern, dann bleibt Ihrer Mutter allein der Weg, die Enkelin zu verklagen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle und informative Antwort.Also bleibt meiner Mutter vorerst nur der Weg der Bezahlung, sollte sich dann aber einen Anwalt suchen und
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
sich das Geld zurück holen?
Dankeschön. Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

ja Sie muss die Beerdigungskosten als Auftraggeberin erst einmal vorschießen und sich dann das Geld über einen Anwalt wiederholen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank!
Einen angenehmen Abend noch!

Danke! Wünsche ich Ihnen auch!