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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7737
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
52374836
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ragrass ist jetzt online.

Hallo Frau Assistentin: Vielen. Können Sie mir noch ein paar

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Frau Wilson
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Meine Mutter ist vor 2 Wochen verstorben. Sie hatte einen Anteil von einem Haus, Wohnung ca. 90qm Grundstücksanteil 45/100 von 660qm. Meine Schwester legt nun plötzlich einen Kaufvertrag von 2012 vor in dem Sie den Anteil für 23000€ gekauft hat. Weder ich noch meine anderen 3 Geschwister wussten irgendwas davon. Kann man gegen diese Ungerechtigkeit irgendwie vorgehen, der Hausanteil ist schlieslich etwa das 10fache wert.

Sehr geehrter Fragesteller,

handelt es sich um einen notariellen Vertrag, den die Schwester vorgelegt hat ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Ja, es ist ein notarieller Vertrag.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Zunächst möchte ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

In der Nachlass der Mutter, der dann an die Erben (entweder die testamentarischen oder gesetzlichen) verteilt wird, fallen alle Werte, die zum Zeitpunkt des Todes noch auf den Namen der Mutter lautend vorhanden waren. Der genannte Immobilienanteil wurde nach Ihren Angaben notariell an Ihre Schwester verkauft, damit ister im Nachlass der Mutter nicht mehr vorhanden.

Hier gilt nun folgendes: Wenn der Anteil unter Wert verkauft wurde, d***** *****egt ein sog. gemischter Vertrag vor. Nämlich ein Kaufvertrag in Höhe des Kaufpreises und ein Schenkungsvertrag in Höhe der Differenz zwischen Kaufpreis und Wert. Aus dieser Schenkung ergeben sich für die Erben sog. Pflichtteilsergänzungsansprüche (§ 2325 BGB). Dieser Anspruch ist gegenüber der beschenkten Schwester geltend zu machen.

Sie waren offensichtlich 5 Geschwister, sodass der Pflichtteilsergänzungsanspruch 1/10 pro Kind beträgt. Die zugrundelegende Berechnungssumme ist der geschenkte Betrag, der allerdings für jedes vollendete Jahr seit der Schenkung um 10 % abgeschmolzen wird. Erfolgte also die Übertragung vor September 2012 werden 60 % bgezogen, erfolgte diese nach September 2012 nur 50 %.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Gern beantworte ich eventuelle Nachfragen Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen ? Falls nicht bitte ich nochmals um Abgabe einer Bewertung. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen ? Falls nicht bitte ich nochmals um Abgabe einer Bewertung. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Meine Mutter war zum Zeitpunkt des Vertrags bereits 82 Jahre alt und sich über die Tragweite des Vertrags mit Sicherheit nicht bewusst. Gibt es keine Möglichkeit diesen Vertrag anzufechten?

Sehr geehrter Fragesteller,

ja und nein !

In den notariellen Verträgen ist meist als Einleitung enthalten, dass der Notar sich von der uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit überzeugt hat. Natürlich könnte dies widerlegt werden. Würde es Ihnen also unter Vorlage medizinischer Unterlagen gelingen nachzuweisen, dass Ihre Mutter im Zeitpunkt der Übertragung nicht mehr geschäftsfähig war, wäre der Vertrag unwirksam und die Immobilie würde wieder in den Nachlass fallen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.