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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28925
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, mein Mann und meine Familie stehen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Anwälte,
mein Mann und meine Familie stehen seit Jahren auf Kriegsfuß.
Wir haben einen Ehe- und Erbvertrag (notariell) und nach der vierten Änderung hat mein Mann sein Vermögen einer gemeinnützigen Institution vermacht, um sicherzugehen, dass meine Familie ja nichts bekommt. Von mir würde sie sowieso nichts bekommen, da sie mich gewaltig über den Tisch gezogen hat, aber das glaubt mein Mann nicht. Diesen Vertrag können wir nur beide ändern.
Jedenfalls habe ich diesen Vertrag, nur damit endlich Ruhe ist, unterschrieben. Ist jetzt auch schon wieder ein paar Jahre her. Wir sind seit 35 Jahren verheiratet und das auch glücklich, nur wegen meiner Familie gibt es immer wieder Streit.
Ich hoffe, ich habe meinen Mann noch sehr lange, aber er denkt mit seinen 73 Jahren recht oft ans Sterben und wie seine Beerdigung ablaufen soll. Er hat einen riesigen Bekanntenkreis und einige Wünsche und Vorstellungen, wie seine Beerdigung ablaufen soll. Ich möchte ihm seinen letzten Wunsch natürlich gerne erfüllen, aber das kostet eine Menge Geld und ich kann mir das eigentlich nicht leisten. Er hat etwas geschrieben, dass die Beerdigungskosten von seinem Konto bezahlt werden sollen. Dieser Zettel liegt irgendwo zuhause in seinem Papierchaos. Aber ich bin doch enterbt! Was mach ich denn, wenn es soweit ist? Ich habe doch keine Chance, ohne Erbschein Zugriff zu seinem Konto zu bekommen?
Steht mir denn ein Pflichtteil zu? Steht mir der Pflichtteil auch zu, obwohl ich diesen Vertrag unterschrieben habe? Was muss ich denn dann machen? Muss ich da klagen? Brauche ich einen Anwalt?
Diese Situation nagt so gewaltig an mir, dass ich nicht mehr schlafen kann. Es nagt auch ein bisschen an meinem Mann, er sagt manchmal, es tut ihm sehr leid, dass ich nichts von ihm bekomme, aber ….
Da Sie mir schon mal bei einem Problem, das übrigens vom Tisch ist, sehr geholfen haben, hoffe ich, Sie können hier auch Licht für mich ins Dunkel bringen.
Vielen Dank ***** ***** Grüße
Doris Zankl

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Ist denn in dem notariellen Vertrag auch auf den Pflichtteil verzichtet worden?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
auf den Pflichtteil wurde nicht explizit verzichtet.
Mein Mann hat mich als seine alleinige und ausschließliche Vollerbin eingesetzt, aber mich mit folgendem Vermächtnis zu Gunsten des Instituts der Ursberger Schwestern beschwert. Und hier muss ich mich entschuldigen – das mit dem Abzug der Beerdigungskosten hatte ich bei all meinem Kummer nicht mehr auf dem Schirm.
Das gesamte bei seinem Ableben in bar und auf Konten vorhandene Geld- und Wertpapiervermögen, das nach Abzug der Beerdigungskosten einschl. Leichenschmaus sowie aller Erblasser- und Nachlassverbindlichkeiten verbleibt, ist drei Monate nach seinem Ableben zur Zahlung fällig.
Bleibt aber trotzdem noch die Frage nach dem Pflichtteil. Ich weiß nicht, ob Folgendes eine Bedeutung bei meiner Frage hat:
Die Schwestern erben noch eine Eigentumswohnung meines Mannes, für die ich allerdings nach seinem Ableben unentgeltlichen Nießbrauch auf Lebenszeit habe. Könnte ich die vermieten?
Und die Hälfte des Verkehrswerts unseres gemeinsamen Wohneigentums (Anbau an mein Elternhaus) geht auch an die Schwestern – Zahlung allerdings erst fällig bei meinem Ableben. Wovon soll ich das dann zahlen?
Mit freundlichen Grüßen
Doris Zankl

Sehr geehrte Ratsuchende,

einen Pflichtteil erhalten Sie nur dann,wenn Sie enterbt worden sind oder das Erbe ausschlagen. In Ihrem Falle sind Sie jedoch trotz der erheblichen Auflagen Alleinerbin und erhalten deswegen keinen Pflichtteil.

Was nun die Eigentumswohnung anbelangt, so bedeutet der Nießbrauch, dass Sie die Wohnung entweder selbst nutzen oder aber vermieten können. Wenn die Hälfte des Verkehrswertes des gemeinsamen Hauses an die Schwägerinnen geht, dann wird das Haus - nach Ihrem Ablegen- verwertet werden müssen um die Schwestern auszuzahlen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** Sie haben mir sehr geholfen!
Beste Grüße
Doris Zankl

Gerne!

Gerne!