So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Krueger.
RA Krueger
RA Krueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 4357
Erfahrung:  Langjährige Praxis al Rechtsanwalt
36252690
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RA Krueger ist jetzt online.

Hallo, meine Fragen beziehen sich auf eine langjährige

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, meine Fragen beziehen sich auf eine langjährige Testamentsvollstreckung. Hintergrund: Der gegenwärtige Testamentsvollstrecker will sein Amt an den nächsten im Testament benannten Testamentsvollstrecker abgeben. Er will jetzt eine Rechnungslegung anfertigen und danach Entlastung haben. Fragen:
1. Was ist eine Rechnungslegung konkret?
2. Was entlastet eine Entlastung nach Rechnungslegung und wovon entlastet sie nicht?
3. Die in Rede stehende Erbin ist 21 Jahre alt und die Testamentsvollstreckung läuft bis zum 25. Lebensjahr: Kann Sie Ihren Testamentsvollstrecker überhaupt entlasten?
4. Muss sie ihn entlasten und wenn ja in welchem Tempo (es ist ein sehr komplexes Unternehmenserbe)?
5. Würde der nachfolgende Testamentsvollstrecker nach Ablauf der Vollstreckung auch Vergütungsberechtigt sein?
6. Könnte er rechtlich verbindlich darauf verzichten?
7. Wenn ja: Wie?
Vielen Dank!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

1.

Die Rechnungslegung ist die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Unter folgendem Link finden Sie ein Beispiel:

https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/13-testamentsvollstreckung-a-muster-informationsschreiben-mit-jaehrlicher-rechnungslegung-durch-den-testamentsvollstrecker-an-erben_idesk_PI17574_HI7468196.html

2.

Er will sich vermutlich von etwaigen Ansprüchen entlasten, die sich aus den Einnahmen und Ausgaben ergeben können, z.B. wenn er dort etwas vergessen hat anzugeben.

3. und 4.

Als Volljährige könnte Sie ihn entlasten. Aber ich sehe keine Pflicht dazu. In § 2226 BGB ist geregelt, dass und wie der Testamentsvollstrecker kündigen kann. Eine Pflicht zur Entlastung ist dort nicht geregelt. Es heißt dort:

"Der Testamentsvollstrecker kann das Amt jederzeit kündigen. Die Kündigung erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht. Die Vorschrift des § 671 Abs. 2, 3 findet entsprechende Anwendung."

5. bis 7.

Ja und ich bezweifele, dass er wirksam darauf verzichten kann. Es macht für die Tätigkeitkeit eines Testamentsvollstreckers keinen Sinn, keine Verfügungen treffen zu können.

Meiner Ansicht sollten Sie mit dem zuständigen Richter beim Nachlassgericht die nächsten Schritte erörtern. Das Nachlassgericht muss ja sowieso eingeschaltet werden, zum einen wegen der Beendigung der derzeitigen Testamentsvollstreckung und der Einrichtung einer neuen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Hallo,
folgende Rückfragen / Nachfragen:
1) Kann der Testamentsvollstrecker nach einer Entlastung wegen konkreter rechtswidriger Verfehlungen noch schadenersatzpflichtig gemacht werden - anders: Erlischt die Möglichkeit ihn schadenersatzpflichtig machen zu können, wenn er für seine Rechnungslegung entlastet wurde?
2) 5-7) habe ich nicht ganz verstanden: Ist es richtig, dass der nachfolgende Testamentsvollstrecker gar nicht wirklich auf die "angemessene Vergütung" verzichten kann, die ihm durch das Amt an sich zusteht?
Bitte herzlich um Antwort. Vielen Dank!

Danke für Ihre Rückmeldung.

1.

Ja. Sich von etwaigen Ansprüchen freizumachen, ist der Grund einer Entlastung. Es kommt da sicher auch auf die genaue Formulierung an. Aber grundsätzlich wird es dem Testamentsvollstrecker darum gehen, etwaige Schadenersatzpflichten von sich fernzuhalten. Aber das sollten sie bei ihm einfach mal ansprechen, was er möchte.

5-7

Ich habe die Frage falsch verstanden. Entschuldigung. Ich habe anstatt "Vergütung" "Verfügung" gelesen. Der Testamentsvollstrecker kann auf seine Verügung verzichten. Es gibt keine Pflicht, eine Vergütung anzunehmen, auch wenn sie einem zusteht.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

RA Krueger und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.