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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 25803
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Es geht um folgende Situation - meine Schwiegermutter will

Kundenfrage

es geht um folgende Situation - meine Schwiegermutter will auf dringendem Anraten meiner Schwägerin hin ein Testament aufsetzen lassen. Dringender Handlungsbedarf besteht übrigens nicht, außer der Tatsache, dass jeder irgendwann mal sterben wird.

Gegenstand des Testaments sollen neben den reinen Geldwerten auch Grund (Baugrund + Grünland) und ein Gebäude bzw. Wohnhaus sein. Die Schwiegermutter (Schwiegervater ist bereits verstorben) möchte für eine gerechte und gleiche Verteilung der Vermögenswerte sorgen.

In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass Sie überhaupt keine Kenntnisse darüber besitzt, was die bestehenden Bauplätze (+Grünland) noch was Ihr altes und sanierungsbedürftiges Haus (Bj. ca. 1910) im ländlichen Raum des hohen Westerwaldes, direkt an der Dorfstrasse gelegen, wert sind. Dazu kommen u.U. noch potentielle Anliegerkosten für Kanal- und Strassensanierung + Hausanschlusssanierung hinzu, da die entsprechenden Bauarbeiten in den nächsten Monaten beginnen sollen, mitunter aber auch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, bis die Kosten auflaufen.

Nun ist es so, das die Schwägerin (wohnt 10 Fahrminuten bzw. ca. 7 km entfernt) diesen Prozess vor Ort begleitet und voranbringt. Wir wohnen jedoch rund 1,5 h Stunden Fahrzeit entfernt und können darüber keine Gespräche direkt mit ihr oder Schwiegermutter führen. Alle entsprechenden Versuche werden von der Schwägerin abgeblockt, die Schwiegermutter ist offensichtlich überfordert.

Jedenfalls soll meine Frau das Grundstück einschließlich sanierungsbedürften Haus erhalten. Die Schwägerin nimmt demnach ein Baugrundstück in bester Lage, so der "Wunsch" der Schwiegermutter, den ich in dieser konkreten Form in Frage stelle, da sie einfach nicht mehr die (geistige) Kompetenz besitzt, das Ausmaß Ihrer Entscheidung zu überblicken, noch weiß Sie tatsächlich, was Sie an Sach- und Geldwerten besitzt oder welche Kosten mit einer Sanierung verbunden sein könnten.

Ich nehme an, dass sich das fragliche Haus mit Grundstück nur sehr schlecht bis gar nicht veräußern lassen wird. Dabei spielt es wahrscheinlich aufgrund der Lage und der Architektur des Hauses keine Rolle ob saniert oder nicht.

Neben den potentiellen Kosten können wir die Bauphase zur Sanierung aufgrund unseres Lebensmittelpunktes in einer anderen Stadt nicht begleiten. Hinzu können wir sonstige Anliegerpflichten nicht persönlich wahrnehmen (z.B. Schneeräumen). Wir sehen daher keine Möglichkeit und Perspektive für uns, dieses Haus im Erbfall anzunehmen und überhaupt veräußern zu können - im Altbestand oder saniert.

Jetzt frage ich mich, wie man von vornherein das Aufsetzen eines Testaments mit diesem Inhalt, das meines Erachtens nicht dem Wunsch der Schwiegermutter, sondern der Schwägerin vor Ort entspricht, verhindern bzw. beeinflussen kann. Mit der Schwägerin lässt sich übrigens nicht mehr über den Inhalt sprechen, da alle voraussichtlichen Regelungen auf den intrinsischen Wunsch der Schwiegermutter zurückzuführen seien.

Meine Frage ist nun welche sonstigen Optionen es gäbe, um intervenieren zu können, als da wären Testament im Erbfall anfechten, Erbe komplett ausschlagen, Testament nachträglich ändern,....

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

Freundliche Grüße ***

Gepostet: vor 5 Monaten.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Eine rechtlich Handhabe, auf einen bestimmten Testamentsinhalt hinzuwirken, besitzen Sie leider nicht.

Es herrscht der verfassungsrechtlich verbürgte Grundsatz der Testierfreiheit, wonach es jedem Erblasser gänzlich freisteht, welche testamentarischen Verfügungen er trifft und in welcher Weise er seinen Nachlass im Einzelnen ordnet.

Unter den mitgeteilten Sachverhaltsumständen erscheint es daher am aussichtsreichsten, aber auch am zweckmäßigsten, wenn Sie Ihrer Schwiegermutter Ihre Bedenken und Vorstellungen in einem ausführlichen persönlichen Gespräch auseinandersetzen und dieses mit dem Appell verbinden, dieses bei der Abfassung des Testaments zu berücksichtigen.

Eine Testamentsanfechtung käme unter den gegebenen Umständen im Übrigen rechtlich nicht in Betracht, denn für eine solche ist nur Raum, wenn sich der Erblasser bei der Niederlegung seines letzten Willens in einem Irrtum befunden hat, wenn er arglistig getäuscht oder widerrechtlich bedroht worden ist.

Eine Ausschlagung des Erbes hätte zur Folge, dass Ihrer Frau als gesetzlicher Erbin erster Ordnung (§ 1924 BGB) die Erbschaft nicht anfällt - sie wäre folglich von dem Nachlass ausgeschlossen.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Monaten.

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Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sie haben noch immer keine Bewertung hinterlassen.

Ich habe meine Arbeitszeit aufgewendet, um Ihnen behilflich zu sein, und Ihre Anfrage ist in aller Ausführlichkeit beantwortet worden. Auf die Rechtslage habe ich keinen Einfluss - ich kann Ihnen diese nur wahrheitsgemäß darlegen und erläutern.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sie haben eine umfassende Rechtsberatung in Anspruch genommen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Monaten.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Monaten.

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Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Monaten.

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