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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 27933
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Nach dem Tod des Vaters hat mein Sohn mit dessen

Diese Antwort wurde bewertet:

Nach dem Tod des Vaters hat mein Sohn mit dessen Lebensgefährtin (LG) mündlich vereinbart hälftig für die Beerdigungskosten aufzukommen. Mein Sohn überließ die Auswahl des Friedhofes und der Grabstätte und der Organisation der Trauerfeier überwiegend der Lebensgefährtin.Da es kein Testament gibt, verlangt sie nun, dass er zu 100 % die Kosten trägt, obwohl es anders mündlich vereinbart war. Sie hat ohne seine Zustimmung den Grabstein bestellt und will nun all diese Kosten von ihm erstattet haben.
Frage: Muss mein Sohn (als einziger Sohn und Alleinerbe) für alle Kosten aufkommen, obwohl die LG ohne seine Vollmacht gehandelt und beauftragt hat?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

An sich ist Ihr Sohn nach § 1968 BGB verpflichtet die Kosten der Beerdignung zu übernehmen, so wie sie nach dem Stand und dem Vermögen seines Vaters üblich ist.

Wenn nun aber Ihr Sohn mit der Lebensgefährtin eine Vereinbarung über die Kostenteilung getroffen hat, dann geht diese natürlich vor, mit der Folge, dass die Lebensgefährtin die Hälfte der Kosten übernehmen muss. Die mündliche Vereinbarung ist hier vorrangig und für die Lebensgefährtin auch bindend.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Lebensgefährtin hat nach der Beisetzung ohne Zustimmung meines Sohnes den Grabstein beauftragt. Muss er dafür dann als Erbe aufkommen? Oder muss die LG diesen bezahlen, weil sie ihn auch alleine beauftragt hat. Es liegt seitens meines Sohnes keine Vollmacht dazu vor.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gegenüber dem Bestattungsunternehmen ist die Lebensgefährtin als Auftraggeberin zahlungspflichtig. Nach § 1968 BGB könnte sie allerdings grundsätzlich Ersatz von Ihrem Sohn fordern. Aufgrund der getroffenen Vereinbarung allerdings dann nur in Höhe von 50%.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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