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RA Krueger
RA Krueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 4107
Erfahrung:  Langjährige Praxis al Rechtsanwalt
36252690
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Kann die Forderung nach einem notariellen

Diese Antwort wurde bewertet:

Kann die Forderung nach einem notariellen Nachlassverzeichnis verjähren? Danke ***** ***** Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Das notarielle Nachlassverzeichnis betrifft den Auskunftsanspruch gemäß § 2314 BGB. Wie jeder Anspruch unterliegt auch ein Auskunftsanspruch der Verjährung. In § 194 BGB heißt es hierzu in Absatz 1:

Das Recht, von einem anderen ein Tun oder Unterlassen zu verlangen (Anspruch), unterliegt der Verjährung.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (Klick auf 3-5 Sterne) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Danke. Welche Fristen gibt es denn, und ab wann gelten diese, beispielsweise seit Tod des Erblassers, seit Testaments-eröffnung, seit Vorliegen eines fragwürdigen Nachlassverzeichnisses? Danke ***** ***** Grüße

Es gilt eine dreijährige Verjährungsfrist, die aber erst ab Kenntnis der den Anspruch begründenden Umstände zu laufen beginnt. Das wird hier der Tod des Erblassers sein. Spätestens zehn Jahren danach ist ist der Anspruch auch kenntnisunabhängig verjährt.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Bitte gehen Sie auch darauf ein, ob es Gründe geben kann, dass die Verjährung erst später einsetzt. Insbesondere ist die Erstellung eines zweifelhaften Nachlassverzeichnisses - schwammig, ungenau - auch als Beginn der Verjährungsfrist tauglich?

Meiner Ansicht nach beginnt die Verjährungsfrist mit Kenntnis vom Erbfall. Es kommt nicht darauf an, ob das private Nachlassverzeichnis schwammig oder ungenau war, sondern auf den Tod des Erblassers. Spätestens aber mit Kenntisnahme des Testamentes beginnt die Verjährungsfrist für den Anspruch auf Erstellung eines notariellen Nachlassverzeichnisses zu laufen.

Ich kann Ihnen also leider keine Argumente liefern, die einen anderen Fristbeginn begründen, weil ich selbst nicht davon überzeugt wäre. Denn auch wenn das Nachlassverzeichnis nicht schwammig oder ungenau wäre, bestünde ein Anspruch auf ein notarielles Verzeichnis.

In § 2314 BGB heißt es hierzu in Absatz 1 Satz 3:

Er kann auch verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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RA Krueger und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Der Beginn der Verjährung ist stets eine Frage, die geklärt werden muss. Leider hilft mir es nicht weiter, wenn nur die Allgemeinheit zitiert wird. Die habe ich selbst - einschließlich Gesetzestext - bereits ermittelt. Ich hatte erwartet, dass ich hier mehr erfahre. Dennoch danke ***** ***** und werde Sie bewerten.

Danke für Ihre Bewertung.

Ich habe Ihnen konkrekt geantwortet und die Antwort begründet. Wenn die Erstellung eines notariellen Nachlassverzeichnisses nur zulässig wäre, wenn das private Verzeichnis ungenügend ist, hätten Sie mit dem Fristbeginn möglicherweise nrecht. Aber dem ist es nicht so, wie ich bereits dargelegt habe.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Das Recht auf notarielles Nachlassverzeichnis besteht immer - innerhalb einer bestimmten Frist, hier stimmen wir überein. Ab welcher Zeit oder welchem Ereignis die Frist zu laufen beginnt, kann ein Streitfall sein. Das ist nicht eindeutig, wie es Ihrer Meinung nach zu sein scheint. Das Gesetz lässt hier Raum. Ich hätte mir gewünscht, dass ein Anwalt mit Erfahrung in dieser Sache sich meiner Frage widmet. Jedenfalls hat ein anderer Anwalt auf 20 (!) Seiten dargelegt, weshalb der Antrag auf notarielles Nachlassverzeichnis abzuweisen sei. Die Einrede der Verjährung war natürlich auch dabei. Aber offenbar traut er der Sache nicht.

Ok. Ich verstehe. Viel Erfolg!