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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, ich bin seit 2006 in zweiter Ehe verheiratet.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
ich bin seit 2006 in zweiter Ehe verheiratet. Mein Mann hat ein Eigenheim, dss 1977 gebaut wurde. Er hat 2 erwachsene Söhne aus erster Ehe, die eigenständig sind und nicht mehr bei uns wohnen. Die erste Ehefrau meines Mannes ist 2003 verstorben - der Erbteil der Mutter wurde den Söhnen ausbezahlt.
Vor ein paar Jahren wurde von meinem Mann ohne mein Wissen ein Erbvertrag mit den Söhnen geschlossen, in dem ich lebenslanges Wohrecht erhalte, sowie sämtliches Inventar und Bargeld/ Aktien.
Nun wären meine Fragen:
1.) besteht nicht meinerseits auch ein Anspruch auf Zugewinn am Wert des Hauses, denn wir haben viel renoviert?
Die zweite und viel wichtigere Frage wäre:
Wie ist das lebenslange Wohntecht zu bewerten, wenn ich nach dem Tod meines Mannes nicht alleine in dem großen Haus mit großem Grundstück leben kann/ möchte.
Gäbe es einen Anspruch auf finanziellen Ausgleich, den die Söhne statt des Wohnrechts zahlen müssten? Und wenn ja, wie wäre das zuberechnen? Wenn man das Haus mieten würde, müsste man dafür mindestens 1000€ (?) kalt ansetzen.
Vielen Dank!
Freundliche Grüße!
Gerda Kuklau

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

zu 1)

Auch wenn das Haus zu Beginn der Ehe schon vorhanden war, so haben Sie doch einen Zugewinnanspruch. Sie nehmen nämlich am Wertzuwachs des Hauses hälftig teil. Das bedeutet, es wird der Wert des Hauses zu Beginn der Ehe und zum Ende der Ehe festgestellt. Aus der Differrenz bestimmt sich dann der Zugewinnausgleichsanspruch.

Zu 2)

Wenn Sie nur ein Wohnungsrecht haben, dann haben Sie leider keinen Anspruch auf finanziellen Ausgleich. Sie haben dann nur die Möglichkeit das Haus zu Wohnzwecken zu nutzen.

Haben Sie dagegen einen Nießbrauch so können Sie die Wohnung selbst nutzen oder auch vermietern. Die Mieteinnahmen dürfen Sie dann also sogenannte Früche behalten. Einen Abfindungsanspruch gegen den Sohn haben Sie aber auch hier nicht.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Lieben Dank schon mal.
Also müsste der Begriff im Erbvertrag ‚Nießbrauch‘ heißen?
Wie gesagt: mit mir selbst wurde das nicht besprochen ( was ich denke oder möchte), sondern einfach zwischen den beiden! Söhnen und meinem Mann vereinbart.
Ich hätte also NICHTS, wenn ich hier im Haus nicht wohnen bleiben möchte.
Könnte man dagegen klagen (es sei denn, man einigt sich um Vorfeld mit den Söhnen?)
Vielen Dank nochmal!

Sehr geehrte Ratsuchende,

richtig, es müsste dann Nießbrauch heißen.

Gegen den Erbvertrag können Sie grundsätzlich leider nicht klagen. Sie können aber die Erbschaft ausschlagen und dann voon den Söhnen den Pflichtteil verlangen (25% des gesamten Nachlasses).

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Nein, danke! Das hat mir sehr ‚geholfen‘.
Ich habe gerade mit meinem Mann darüber geredet und er hatte sich in den letzten Tagen auch schon mit seinen Söhnen beraten, wie man das ‚gerechter‘ aufteilen kann. Da wird bestimmt der Erbvertrag geändert :-)
Aber so habe ICH nun eine bessere Ausgangssiutuation.
Vielen Dank ***** *****ür Ihre schnelle Interstützung - und das an Sonntagsbend ����
Lieben Gruß!
G. Kuklau

Bitte sehr gerne!

Über eine abschließende Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.