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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 24190
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Seht geehrte Damen und Herren, kurz den Hintergrund unserer

Diese Antwort wurde bewertet:

Seht geehrte Damen und Herren,
kurz den Hintergrund unserer Fragen: Der Lebensgefährte unserer Mutter, mit dem sie 20 Jahre zusammen gelebt in ihrem Hause hatte (nicht verheiratet) ist verstorben. Es existiert ein leiblicher Sohn zudem seit 30 Jahren kein Kontakt bestand. Es exisiert kein Testament und der leibliche Sohn ist vermutlich der Erbe (sein Mehrfamilienhaus.etc). Unsere Fragen
1. Der Verstorbene hat ein Gemeinschaftskonto mit meiner Mutter angelegt auf beider Namen angelegt (70.000€). Laut Auskunft der Bank hat der Sohn keinen Zugriff. Bitte informieren Sie uns wie es nach Erb Lage aussieht. Steht das Geld alleine meiner Mutter zu? Kann der Sohn die Hälfte verlangen? Kann der Sohn alles verlangen?
2. Der Verstorbene hat für meine Mutter eine Pflege- und Unfallversicherung abgeschlossen. Als Sonderbedingung steht drin Rechtnachfolger. Was bedeutet das, ist der Verstorbene der Rechtsnachfolger. Erbt der Sohn jetzt die Versicherung? Läuft die Versicherung weiter. Kann der Sohn die Versicherung kündigen? Steht meiner Mutter was zu.
3. Der Verstorbene kaufte für meine Mutter ein Auto (Zeitwert derzeit ca. 6.000,-).
Der Fahrzeugbrief läuft auf den Verstorbenen. Das Fahrzeug wird seit Jahren von der Lebensgefährtin und deren Tochter für Einkäufe, Arztbesuche genutzt. Es existiert eine von beiden Seiten unterschriebener Kaufvertrag, indem der Verstorbene den Wagen an meine Mutter verkauft verkaufte. Der Wagen wurde jedoch nie umgemeldet. Kann der Sohn als Erbe Anspruch auf den Wagen anmelden?
Danke ***** ***** Antwort und viele Grüße
Alexander Kunze

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1. Sofern der verstorbene Lebensgefährte mit Ihrer Mutter ein Gemeinschaftskonto geführt hat, so bedeutet dies, dass die Einlage hälftig beiden Inhabern des Kontos rechtlich zusteht.

Ihre Mutter kann daher die Hälfte der Einlagen für sich beanspruchen.

Die andere Hälfte ist nach dem Ableben des Lebensgefährten dem Sohn zugefallen, denn dieser ist als Erbe vollumfänglich in sämtliche Rechte und Pflichten des Verstorbenen eingetreten (§ 1922 BGB - Grundsatz der Universalsukzession).

2. Hat der Lebensgefährte die Versicherung zugunsten Ihrer Mutter als Begünstigter geschlossen, so stehen die Versicherungsleistungen auch nur und ausschließlich Ihrer Mutter zu. Abweichendes würde nur dann gelten, wenn in dem Versicherungsvertrag kein Begünstigter genannt wäre - was hier aber gerade nicht der Fall ist.

3. Hat der Lebensgefährt den PKW für Ihre Mutter gekauft, so liegt eine nach § 516 BGB rechtsbeständige Schenkung zugunsten Ihrer Mutter vor: Ihre Mutter hat an dem PKW daher Eigentum erworben, und der Sohn als Erbe kann keinerlei Ansprüche hinsichtlich des PKW geltend machen.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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