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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 24989
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, ich bin Alleinerbin laut Testament. Es

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Anwälte,
ich bin Alleinerbin laut Testament. Es gibt einen Pflichtteilerben.
Im Erbe sind Immobilien enthalten. Welcher Wert ist maßgeblich, der Wert am Tage des Todes oder die Summe wenn ich die Immobilie verkaufe?
1) ein Haus, sanierungsbedürftig, von der Postbank als nicht vermittelbar bescheinigt,
habe ich jetzt nach 7 Monaten des Todesfalles Gewinnbringend verkauft.
Welcher Wert zählt?
2) ein Haus mit Gutachten, ich könnte es jetzt teurer verkaufen, welcher Wert zählt?
Danke für Ihre Antwort

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Für die Berechnung des Pflichtteils wird zunächst einmal der Bestand und Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalles zugrunde gelegt - § 2311 Absatz 1 Satz 1 BGB.

Maßgeblich für den Wert eines Grundstücks ist sodann der Verkehrswert. Der Verkehrswert wird durch ein entsprechendes Wertgutachten eines Sachverständigen für Immobilien ermittelt.

Für das unter 2.) genannte Haus gilt daher der aktuelle Verkehrswert der Immobilie.

Für das Haus unter 1.) gilt hingegen der von Ihnen tatsächlich erzielte Verkaufserlös: Die Bewertung von Immobilien, die nach dem Erbfall verkauft werden, orientiert sich nämclich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes am tatsächlich erzielten Verkaufspreis. Das gilt auch dann, wenn ein Grundstück zu einem Preis verkauft wird, der über oder unter dem durch einen Sachverständigen ermittelten Grundstückswert liegt (Bundesgerichtshof, Beschluss vom 25. November 2010 – IV ZR 124/09).

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, in diesem Fall würde - gemäß der erläuterten Rechtsprechung des BGH - sodann wiederum der tatsächliche Verkaufserlös gelten.

Ein konkretes Zeitfenster für den Verkauf ist gesetzlich nicht geregelt und normiert: Der Pflichtteilsanspruch verjährt in 3 Jahren. Sollte aber innerhalb dieses Zeitraumes der Pflichtteilsberechtigte nicht befriedigt werden, so kann dieser Klage erheben.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich habe mit meinem Steuerberater eine Auflistung des Pflichtteils erstellt, es gibt da eine Differenz von dem was er bekommen soll und was er bekommen möchte. Wäre es richtig von mir, ihm seinen Pflichtteil wie von mir berechnet auszuzahlen
und dann abzuwarten ob er klagt, oder wie sollte ich mich verhalten.Wenn ich die Immobilie zu einem geringeren Wert verkaufe, muss er mir dann von seinem Pflichtteil auch die Differenz zurück zahlen? Könnte er mir unterstellen, ich hätte mehr erziehlen können?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen

Ja, das wäre in der Tat das richtige Vorgehen. Ist der Pflichtteilsberechtigte dann der Ansicht, ihm stehe mehr zu, so kann er dies von Ihnen einfordern.

Nein, bei einem geringeren Erlös muss er Ihnen die Differenz leider nicht erstatten. Er kann Ihnen nicht unterstellen, dass Sie einen höheren Erlös hätten erzielen können.

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Kristian Hüttemann
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