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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7580
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich schon wieder.... Nun schrieb mein Bruder mir folgendes:

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich schon wieder....
Nun schrieb mein Bruder mir folgendes:
Er möchte von mir eine Vermögensaufstellung zu dem Zeitpunkt als mein Vater starb...desweiteren einen Verlauf der aktien und wertpapierw aus dem depot...und eine aufstellung des vermögens als meine mutter vor einem jahr starb...
Wozu bin ich als kontobevollmächtigter meiner mutter verpflichtet??...oder muss ich allem nicht nachkommen.
RA hüttmann ist ja grad nicht online...hoffe sie können unseren chatverlauf sehen
Herzlichen dank
Andrea möller

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Der Bevollmächtigte ist gegenüber den Erben zur Auskunft und Rechenschaft verpflichtet, wenn zwischen ihm und dem Vollmachtgeber ein Auftragsverhältnis bestand. Erfolgt die Erteilung der Vollmacht jedoch ausnahmsweise aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses, wird ein Auftragsverhältnis verneint und somit keine Auskunft oder Rechenschaft geschuldet.

Dies hat das OLG Köln im Urteil vom 19.09.2012 (Az. 16 U 196/11) auch im Verhältnis Mutter/Tochter angenommen.

Sofern daher kein begründeter Verdacht des Vollmachtsmißbrauchs vorliegt, kann ein Auskunftsanspruch ganz ausgeschlossen sein.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich habe mich ja die 15 jahre als mein vater tot war um meine mutter gekümmert
...sie hat mir immer wieder geld geschenkt in der zeit...sowas kann ich natürlich nicht belegen. Was mein bruder verlangt.
Ihm standen doch aber erbansprüche zu vor 15 jahren als mein vater starb? Ihr kollege sagte mir das das verjährt sei.Meine Mutter starb aber letztes jahr....hat er dann nicht ein Anrecht zu sehen was an vermögen noch da war? Das ist ja nun noch nicht verjährt.....
Lg andrea möller
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
und nochwas...wie soll man denn beweisen das kein vollmachtsmissbrauch stattgefunden hat....wenn mir das hier von meinem bruder unterstellt wird....
Schenkungen kann ich doch nicht beweisen.....
Lg andrea möller

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Ansprüche nach dem Vater sind in der Tat nach so vielen Jahren verjährt.Wenn es Schenkungen gab und Ihr Bruder seinen Pflichtteil verlangt, besteht ein umfänglicher Auskunftsanspruch über die Schenkungen und Mittelabflüsse in den letzten Jahren. Aber eben nur bei einem Plilchtteilsanspruch.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
aber diesen pflichtteilanspruch hat er doch als mein Bruder??
Allerdings wurden zu lebzeiten meiner mutter 2 häuser mit grundstück auf uns überschrieben...eins für ihn ...eins an mich....er hat ja nicht garnix bekommen.Und wie kann man Schenkungen denn nachweisen oder beweisen
...wenn der der geschenkt hat tot ist...?? So kann mein Bruder mir doch immer unterstellen ich hätte mich bedient :-((

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die rechtliche Wertung hat im Streitfall ein Gericht vorzunehmen.

Geldbeträge, die über die tägliche Lebensführung hinaus vom Konto abgeflossenen sind (Kontoauszüge 10 Jahre rückwirkend erstellbar) müssen eben erklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Es war ja aber ein besonderes vertrauenverhältnis weswegen meine mutter mir eben die vollmacht gegeben hat....und da sagten sie doch in der ersten antwort es bestünde keine auskunftspflicht meinerseits....

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, gegenüber dem Erben. Dies gilt aber nicht ggü. dem Pflichteilsberechtigten.Wenn Ihr Bruder den Pflichtteil geltend macht finden die anderen Ausführungen Anwendung.Bei einer Erbenstellung können Sie sich auf das Vertrauensverhältnis berufen.Konnte ich Ihre Fragen beantworten? Mit freundlichen Grüßen Dr. Traub -Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Errechnet sich denn der pflichtteil meines bruders aus dem vermögen was damals ..also vor 15 jahren als mein vater starb..mal dagewesen ist...oder aus dem vermögen was da war als meine mutter letztes jahr verstarb?
Sprich..verjährt auch der pflichtteil oder nur normales erbe?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten und insbesondere auf die Berechnung des Pflichtteils eingehen.

Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.

Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.

Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hatte für die Zusatzinformation gezahlt...bekomme ich noch eine Antwort?
LG Andrea Möller

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank.

Der Pflichtteil berechnet sich nach dem Vermögen nach der Mutter im Zeitpunkt des Ablebens.

Und Schenkungen innerhalb der letzten 10 Jahre werden noch erhöhend berücksichtigt.

Der Pflichtteil nach dem Vater ist verjährt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-