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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 24181
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mein Bruder ist verstorben und hat folgendes

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
mein Bruder ist verstorben und hat folgendes Vermögen hinterlassen:
Eine Immobilie (aktueller Schätzwert ca. 80.000 Euro), sonstiges Vermögen: 0.
Dagegen stehen Schulden: Bankschulden 30.000 Euro, Bestattungskosten 2000 Euro.
Im Testament steht Folgendes: Ehefrau soll 1/2 der Immobilie erhalten, die andere Hälfte soll die Tochter bekommen. Es ist noch ein Sohn vorhanden, der aber nur seinen Pflichtteil bekommen soll.
Außerdem steht darin: Lebenslanges freies Wohnrecht für die Ehefrau.
Außerdem der Vermerk, dass die Ehefrau eigenes Geld aus Schmerzensgeld (Unfall) in die Immobilie investiert hat. (Vermutlich soll sie das Geld wiederbekommen?).
Meine Fragen: Wie hoch berechnet sich eigentlich der Pflichtanteil für den Sohn?
Da kein Barvermögen vorhanden ist: Kann der Sohn den Verkauf der Immobilie verlangen, um so an sein Geld zu kommen?
In wieweit werden die Schulden berücksichtigt?
Es werden Mieteinkünfte erzielt. Ist der Sohn hieran beteiligt?
Vielen Dank ***** ***** Antwort im Voraus.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Pflichtteil des Sohnes entspricht wertmäßig der Hälfte des gesetzlichen Erbteiles (§ 2303 BGB): Bei gesetzlicher Erbfolge würde der Sohn gemäß §§ 1931, 1924 BGB 1/4 des Nachlasses erhalten.

Der Pflichtteil des Sohnes beträgt folglich 1/8 des Nachlasses (=Hälfte des gesetzlichen Erbteils).

Der Pflichtteilsanspruch ist ein rein schuldrechtlicher Anspruch, der auf Zahlung in Geld gerichtet ist. Sollte daher kein Barvermögen vorhanden sein, so müsste die Immobilie verkauft oder bealstet werden.

Sämtliche Schulden des Nachlasses werden von dem Nachlasswert in Abzug gebracht: Die Bankschulden und die Bestattungskosten werden somit von dem Wert der Immobilie in Abzug gebracht.

An den Mieteinkünften ist der Sohn nicht zu beteiligen, denn dieser ist nicht Erbe, sondern nur Pflichtteilsberechtigter.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Falls die Immobilie verkauft werden muss: Kann die Ehefrau ihr investiertes Geld vorweg zurückverlangen? Es bestand ges.
Zugewinngemeinschaft.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, das investierte Geld kann die Ehefrau vorweg zurückverlangen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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