So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28269
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo zuerst ja es war blauäugig von uns! aber is nun so,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo zuerst ja es war blauäugig von uns! aber is nun so,
Wir haben 2012 den obersen Stock eines Hauses saniert küchenanschlüsse Einbauküche (die auch drin bleibt)usw gelegt böden decken , kamin eingebaut usw.
nun es ist eine Erbengemeinschaft Mutter und 3 kinder. wir haben 25 tausend aufgenommen und zahlen diesen kredit monatlich ab + unsere Nebenkosten verbrauch.
jetzt ziehen wir aus zum 31.12.18 und der kredit läuft noch sind ca noch 7 tausend übrig.
Dh wir haben den wert des hauses gesteigert, natürlich im vorfeld nichts festgelegt oder irgendetwas aufgesetzt das wir den Wert steigern.
jetzt die frage, die mutter vermietet das obere stockwerk nachdem wir drausen sind, konnte sie vorher aber nicht da wir es erst vermietungsfähig gemacht haben. wir müssen dann weiterhin einen kredit abzahlen und sie vermietet es? hat iwer eine ahnung ob man den kredit auf sie umlegen könnte uns sie zahlt den rest durch die mieteinnahmen zurück?
der eine Teil ging über einen Bausparvertrag meines mannes und der rest kredit Raiba bei dem die anderen Erbeteiligten unterschreiben mussten für die Grundschult.
oder sonst wie läuft so etwas wenn sie sich quer stellt den kredit zu übernehmen?
ja es war echt blöde so viel geld aufzunehmen für etwas was einem nicht komplett gehört!

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Was haben Sie denn mit den Vermietern (Erbengemeinschaft) beim Einbau vereinbart?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Schiessel,
Mein Mann ist einer der 3 kinder der Erbengemeinschaft, wir haben ehrlich gesagt gar nichts vereinbart, nur das wir halt oben sanieren, damit wir dort wohnen könne. dann einen kredit beantragt und alle mussten damals unterschreiben, das wir den (modernisierung)kredit bekommen konnten.
Damals kam unser erstes kind und wir dachten es wäre die schnellste lösung für eine Wohnung.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Am besten sie antworten mir online. ich arbeite heute den ganzen Tag. ;-)
Dankeschön

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

In diesem falle hat Ihr Mann einen Anspruch nach § 812 I BGB aus ungerechtfertigter Bereicherung. Auszugleichen ist hier dann die Wertsteigerung die das Haus durch die Einbauten erfahren hat. Diese müsste die Erbengemeinschaft grundsätzlich an Ihren Mann ausgleuchen. Die ungerechtfertigte Bereicherung will nur den Vermögensvorteil abschöpfen den die Gegenseite durch Ihre Aufwendungen erfahren hat. Das bedeutet einmal, dass Sie nicht die getätigten Investitionen zurückerhalten und auch keinen Anspruch auf Übernahme des Kredites haben. Sie haben nur einen Anspruch auf Ausgleich des Vermögensvorteil der sich nach dem Wert des Hauses mit den Sanierungen minus dem Wert des Hauses ohne Sanierungen bemisst. Diesen Wert kann im Streitfall nur ein Gutachter feststellen.

Über eine positive Bewertung meienr Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
eine letzte frage hierzu noch, wenn keiner damit einverstanden ist und das argument kommt, wir haben nun auch 6 jahre dort gewohnt ohne miete für die Fläche zu bezahlen (nebenkosten bezahlen wir monatlich) und hätten deshalb auch einen finanziellen Vorteil, wäre dies berechtigt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

es kommt natürlich auf die Vereinbarung an. Wenn man Ihnen ein kostenloses Wohnen zugesagt hat im Gegenzug zur Renovierung können Sie nichts verlangen.

Wenn mit der Erbengemeinschaft nicht vereinbart wurde, dass Sie dort kostenfrei wohnen können, dann kann die Erbengemeinschaft nach § 812 I BGB eine Nutzungsentschädigung rückwirkend von Ihnen verlangen (Innerhalb der Verjährungsgrenze von 3 Jahren).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt