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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 782
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Guten Tag, ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir zu nachfolgendem Fall einen Rat geben könnten:
Mein Vater verstarb 2018 und hinterließ ein Testament.
In diesem steht u.a. dass meine Nichten jeweils 10000,--€ erben.
Das Guthaben eines Kontos ist für die Beisetzung einschließlich aller anfallender Kosten zu verwenden,
der Rest ist für meine Schwester als Vorausvermächtnis und nicht auf das Erbe anrechenbar.
Meine Schwester und ich erben zu gleichen Teilen. Im Falle des Todes meiner Schwester erben ihre
Kinder und in meinem Fall meine Schwester, da mein Vater unter allen Umständen verhindern wollte,
dass meine zwei Kinder erben, und dies zu Recht.
1999 trennte ich mich von meinem damaligen Mann, die Kinder blieben beim Vater.
2002 erhielt ich eine Vereinbarung, in der ich mich wg. Unterhalt der Vollstreckung in mein Vermögen
unterwerfe. Auf Anraten meines damaligen Anwaltes unterschrieb ich dies leider.
In dieser war ein Betrag von 269,--x12x5=16140,--€ festgelegt.
2017 erhielt ich von dem 2 Kind eine Pfändung ohne Nachweis über rund 60.000,-- € Unterhalt. Zu dem Zeitpunkt war er
30 Jahre alt. Ich gab die EV ab.
Nun meine Frage: was kann ich tun, damit das Erbe vor ihm sicher ist? Das Erbe sichern, wer bekommt es dann?
Annehmen, bin ich dann alles los(noch wissen wir keine Summe)? Habe ich ein Anrecht auf einen Pflicht-
teil?
Vielen Dank.
M.Roedel

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage:

Das Ihnen zugeflossene Erbe stellt Ihr Vermögen dar, das kann im Wege der Pfändung von Ihnen natürlich dann auch geholt werden. Das Erbe wäre nur sicher, wenn Sie es ausschlagen würden - dann wären aber Ihre Kinder als die nächsten an der Reihe.

Der Pflichtteil würde Ihnen deswegen auch nicht weiter helfen, da der auch gepfändet werden könnte.

Im Ergebnis wäre aber deswegen zu schauen ob und inwiefern hier überhaupt noch Unterhaltsansprüche bestehen und/oder mit der Zwangsvollstreckung wirksam verfolgt werdne könnten, darüber hinaus wäre gegebenenfalls die Abänderung der Unterhaltsverpflichtung zu prüfen.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine bessere Antwort geben kann, aber letztlich hatten Sie sich 2002 zu dieser Unterhaltsverpflichtung verpflichtet gehabt. Jetzt, da Geld da ist, kann dies natürlich zur Tilgung der aufgelaufenen Schulden verwendet werden müssen. Es wäre nämlich ansonsten ungerecht, wenn Sie das Geld behalten dürften -

die familiären Verstrickungen und Verletzungen von damals außen vor gelassen, aber die dürfen bei Kindesunterhalt ohnehin keine Rolle spielen.

Ich hoffe, dass Sie mich trotz der düsteren Aussichten wohlwollend bewerten.
herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Angesichts der Gesamtumstände hätte Ihr Vater vermutlich schon vor Jahren das Testament auf diese schwierige Konstellation anpassen können und müssen.... Jetzt ist leider da nichts mehr in Ihrem Sinne zu machen.

RHGAnwalt und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihre, wenn auch für mich unbefriedigende, Antwort.
Eine Frage hat sich dann aber aufgrund Ihrer Antwort für mich ergeben:
wie darf ich das verstehen, ob überhaupt noch Unterhaltsansprüche bestehen, ob diese verfolgt werden können
und an wen muss ich mich wenden hinsichtlich der möglichen Abänderung der Unterhaltsverpflichtung?
Danke ***** *****ß