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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 27820
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit Ende Juli 2017 verwitwet. Mein Mann

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin seit Ende Juli 2017 verwitwet. Mein Mann wurde offiziell 2012 von seiner 1. Frau geschieden, nachdem sie ihn verlassen hatte. Wir heirateten am 30.05.2014.
Es gibt einen Notarvertrag, aus dem hervorgeht, dass die Ex-Frau meines Mannes keinerlei Ansprüche mehr an ihn geltend machen kann und auch kein Anrecht auf einen Erbteil hat. Sie wurde komplett ausbezahlt.
Leider gab es eine LV in der die Ex immer noch als Begünstigte drin stand, obwohl meines Wissens, dies damals von der Versicherung geändert werden sollte. Diese Begünstigung ist auch laut Vertrag unwiderruflich.
Meine Frage hierzu ist, ob mir nicht doch ein Teil der ausbezahlten Versicherungssumme zusteht, obwohl ich nicht als begünstigte erwähnt wurde.
Die Kinder haben ebenfalls eine Versicherung ausbezahlt bekommen, da mein Mann nach der Scheidung dort die Begünstigung geändert hatte und ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wollte, dass ich eingetragen werde, weil wir noch nicht so lange zusammen waren. Hier steht mir aber ein Pflichtteil zu.
Ich muss dazu sagen, dass ich seit Mai 2016 arbeitslos bin und zuvor mit in der Firma meines Mannes als Vollzeitkraft gearbeitet habe.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider hat Ihr Anwalt recht.

Wenn in der Lebensversicherung eine Begünstigung eingetragen ist, d***** *****egt hier eine Schenkung auf den Todesfall zugunsten der Exfrau vor. Das bedeutet, die Lebensversicherung fällt gar nicht erst in den Erbteil.

Die einzige Möglichkeit an die Versicherungssumme zu kommen ist, als Erbe die Bezugsberechtigung zu widerrufen. In diesem Falle würde die Versicherungssumme automatisch in den Nachlass fallen. Rechtlicher Hintergrund ist dabei § 518 BGB, wonach die Schenkung entweder notariell beurkundet werden muss oder aber an den Schenker übergeben (in Ihrem Falle ausgezahlt) werden muss (Sogenannte Handschenkung) Bis zur Auszahlung kann also der Erbe noch gegensteuern.

Dies setzt aber voraus, dass die Begünstiung widerruflich ist. Ist dies nicht der Fall so können Sie leider nichts mehr machen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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