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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17611
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, mein Vater und ich hatten 30 Jahre keinen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
mein Vater und ich hatten 30 Jahre keinen Kontakt. Ich erhielt am 24.03.16 (datiert 22.04.16 einen Brief vom Nachlassgericht. Mit dem Wortlaut "Sehr geehrte Frau..., In der Testamentssache Herr X geb.....erhalten Sie eine beglaubigte Kopie der Verfügung(en) von Todes wegen zur Kenntnis. Die Unterschrift(en) können hier eingesehen werden." Jedoch war keine Kopie beigefügt. Durch ein Telefonat mit dem Nachlassgericht konnte ich eine Versendung der Kopie veranlassen welche mit dem 05.04.16 datiert ist. Wortlaut" sehr geehrte Frau...in der Testamentssache erhalten Sie die Anlagen mit der Bitte um Kenntnisnahme. Es wird gebeten das Versehen zu entschuldigen. " Am 04.05.16 habe dann beim Amtsgericht in der Stadt meines Wohnsitzes die Erbausschlagung zu Protokoll gegeben. Mein Vater und ich lebten in verschiedenen Städten. Zu meiner Frage: Habe ich die Frist nach allgemeiner Rechtssprechung eingehalten? Wann hat die Frist zur Wahrung der Ausschlagungsfrist für mich begonnen mit erstem oder zweiten Schreiben des Nachlassgerichts(genaues Datum)?
Ich bedanke ***** ***** für ihre Mühe.
MfG

Sehr geehrter Ratsuchende, vielen Dank für die freundliche Anfrage.

Die Frist zu Erbausschlagung hat dann begonnen, als sie Kenntnis davon hatten, dass sie als Erben eingesetzt sind. Dies war erst mit der tatsächlichen Übersendung der Kopie der Fall. Denn Sie wussten ja nicht, ob der Vater nicht jemand anderen als Erbe eingesetzt hat. Diese Kenntnis erlangen sie erst mit der tatsächlichen Übersendung der Kopie

Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank

Hier noch eine Kommentarstelle

Aus dem Kommentar

Im Bereich der gewillkürten Erbfolge bleibt die Frage, ob darüber hinaus die Berufung durch ein bestimmtes Testament bzw. einen konkreten Erbvertrag jeweils einen eigenen Grund der Berufung abgibt, so dass falsche Vorstellungen darüber den Beginn der Ausschlagungsfrist hindern. Man sollte dies bejahen; denn das Wissen, auf welchem konkreten Testament oder Erbvertrag die Berufung beruht, kann durchaus für die Entschließung des Erben bedeutsam sein. Dafür spricht auch Abs. 2 S. 2, der die Bekanntgabe der Verfügung zur weiteren Voraussetzung des Fristbeginns macht
(MüKoBGB/Leipold BGB § 1944 Rn. 4-8, beck-online)

Danach kommt es also auf die Kenntnis des KONKRETEN Testamenst mit seinem Inhalt an

Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

V

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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für ihre nette und kompetente Hilfe. VG