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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28428
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir hatten einen Onkel (E.) Dieser Onkel ist am 27.xx. 18

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir hatten einen Onkel (E.)
Dieser Onkel ist am 27.xx. 18 mit 87 Jahren im Altersheim gestorben. Es war der Mann von der Schwester meiner Mutter. Also keine direkte Verwandtschaft.
Wir - also unsere Familienlinie hatten immer regen und guten Kontakt zur Tante/Schwester und Onkel /Schwager und haben ihn bis zum Tod betreut.

Die Tante (Schwester meiner Mutter hatte gemeinsam mit ihrem Mann ein Berliner Testament aufgesetzt und im Falle des Todes den Partner als Alleinerben einsetzt)

Die Tante (U.) starb vor circa 2,5 Jahren im Sept. 2015.

Der Onkel wohnte weiter alleine im Haus und wurde durch meine Eltern betreut.

Er erteilte am 05.06.16 für meine Mutter (G.) - seine Schwägerin eine Vollmacht über den Tod hinaus, ihn in allen Angelegenheiten zu vertreten. Diese Vollmacht war nicht notariell beglaubigt.
Mit dieser Vollmacht setzte meine Mutter die Erbschaft der Tante für den Onkel um.
D.h. im Januar 2017 hatte mein Onkel einen Zusammenbruch und kam nach einem Krankenhausaufenthalt am 8.2.17 in ein Altersheim im Ort meiner Eltern. Meine Mutter selbst schon älter (74 Jahre) kann und wollte nicht ständige weite Fahrten (420km) auf sich nehmen, um das Haus zu betreuen und beschloss es zu verkaufen, und meinem Onkel das Geld zu überweisen.

Ihr Aufgabengebiet wurde vom Amtsgericht erweitert - sie wurde als Amtlicher Betreuer für Grundstücksangelegenheiten eingesetzt.

Später erteilte das Amtsgericht Schönebeck Betreuungsgericht, die Genehmigung für den Hausverkauf. Kaufvertrag wurde am 04.12.17 in einer Kanzlei in Bochum vollzogen und wurde am 15.02.2018 durch das Amtsgericht bestätigt.

Die finanzielle Überweisung für das Haus hat noch nicht stattgefunden.

Es existiert ein handschriftlich geschriebenes Testament vom 2.3.16 in dem meine Mutter (G.)/Schwägerin zu einem Drittel und ich (C.) /Patenkind ) zu zwei Dritteln eingesetzt sind.

Gestern am 12.03.18 haben sich entferne Verwandte meines Onkels (Frau vom verstorbenen Cousin meines Onkels. Kinder von Cousin existieren) die nie Kontakt zu ihm hatten gemeldet und fragten ob er noch lebt. Wir sagten er sei kürzlich gestorben. Sie fragten, was mit seinem Haus werden würde.
Wir teilten mit, dass ein Testament existiere und dass alles seine Ordnung hat.

Ist dieses Testament anfechtbar?

Was brauchen wir oder wie ist der Werdegang um das Testament umzusetzen. . Kann meine Mutter das als Betreuer machen oder muss das Testament Institutionen durchlaufen?

Falls meine Mutter das machen darf - gibt es Fristen dem Finanzamt die Erbschaft anzuzeigen und wie macht man das?

Ich danke ***** ***** eine Auskunft

Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Ist denn in dem Berliner Testament eine Bestimmung getroffen worden wer denn Erbe des letztversterbenden Ehegatten sein soll?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Nein in dem berliner testament wurde keine Bestimmung getroffen, wer Erbe des Letztverstorbenen sein soll
Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.

Verzeihung ich muß jetzt mit meiner kleinen Tochter zum Arzt und bin erst ca. 14 Uhr wieder verfügbar. viele Grüße ***

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank.

In diesem Falle steht das Berliner Testament dem Testament Ihres Onkels nicht entgegen. Das Testament Ihres Onkels ist dann wirksam. wenn es von ihm eigenhändig geschrieben und unterschrieben wurde (§ 2247 BGB) und Ihr Onkel bei der Ausfertigung des Testaments geschäftsfähig war.

Grundsätzlich wird die Geschäftsfähigkeit Ihres Onkels vermutet. Die Verwandten Ihres Onkels haben nur dann eine Chance, wenn sie beweisen könnten, dass Ihr Onkel im März 2016 geschäftunfähig gewesen ist. Ein solcher Beweis ist grundsätzlich schwer zu führen.

Soweit noch nicht geschehen, sollten Sie das Testament unverzüglich an das Nachlassgericht übermitteln. Das Gericht wird daraufhin das Testament prüfen.

Die rechtliche Betreuung Ihrer Mutter wurde mit dem Tod Ihres Onkels beendet.

Anhand der Vollmacht könnte Ihre Mutter also noch über das Vermögen Ihres Onkels verfügen.

Wenn Sie und Ihre Mutter sicher geklärt wissen wollen wer Erbe Ihres Onkels geworden ist, dann sollten Sie beim Nachlassgericht einen Erbscheinsantrag stellen. Mit einem Erbschein haben Sie einen offiziellen Nachweis dass und in welcher Höhe Sie und Ihre Mutter Erben geworden sind.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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