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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 6936
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

ich bin 60, meine Mutter 90. mein Vater vor 12 Jahren

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin 60, meine Mutter 90. mein Vater vor 12 Jahren verstorben, Testament (Berliner) vorhanden,

d.h. ich bekomme nach dem letztversterbenden das gesamte Vermögen, mein Bruder (lebt im Heim, Pflegegrad 3) bekommt den Pflichtteil.

Meine Tochter (28) gerade bestandene zweite Staatsexamen meint, man kann das Testament noch ändern beim Notar,

und zwar folgendenmassen: ich soll 2 / 3 bekommen, mein Bruder 1 /3, mein Bruder als nicht befreiter Vorerbe, meine Tochter Nacherbin und Testamentsvollstreckung, damit der Staat nicht auf das Vermögen und Erträge meines Bruders zugreifen kann.

Mein Bruder zahlt bis auf 250 Euro seine Heimkosten aus Rente und Pflegegeld.

Ich muss mich kostenlos um meine Mutter (Pflegegrad 2 ) kümmern, ich bekomme nichts für die Leistungen.

Meine Mutter hat gestern zu meiner Tochter gesagt, sie überschreibt ihr das ganze Vermögen.

Ich habe mich um das Reihenhaus meiner Eltern gekümmert und jetzt soll meine Tochter alles bekommen und ich nichts.

Meine Mutter schon seit 4 Jahren leicht dement und es wird nicht besser.

Wie soll ich mich verhalten?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen

mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrte Fragestellerin,

können Sie das Testament oder den genauen vollständigen Wortlaut hier hochladen bzw. eingeben ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Wir, die Eheleute..... setzen und gegenseitig zum Alleinerben ein, nach dessen/deren Tod erhält unsere Tochter das Vermögen, der gemeinsame Sohn den Pflichtteil. Das Testament habe ich nicht vorliegen.

mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrte Fragestellerin,

mehr steht da nicht ? Sind Sie ganz sicher ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Frau Grass,

mehr steht da nicht drin, da bin ich mir sicher, ich habe zwecks einen Notartermin schon beim Nachlassgericht eine Kopie des Testamentes angefordert, das dauert.

Ich selbst habe das damals (1995) mit meiner Mutter zusammen verfasst, die Mutter hat es eigenhändig unterschrieben, mein Vater hat druntergeschrieben, mit den Ausführungen bin ich einverstanden.... so, mein Vater,

das Nachlassgericht hat dieses Testament für den zweiten Nachlassfall bereits hinterlegt.

Was tun?

mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Wenn sicher nichts anderes, vor allem keine Formulierung wie" der Letztlebende darf jederzeit andere Regelungen treffen" in dem Testament steht, dann ist durch den Tod des Vaters eine sog. Bindungswirkung eingetreten. Dies bedeutet, dass der überlebende Ehegatte, also Ihre Mutter, nicht wirksam eine andere Erbeinsetzung, sei es durch Testament oder durch lebzeitige Schenkung, treffend kann bzw. darf (§ 2270 BGB).

Im Grunde können Sie somit unbesorgt sein. Selbst wenn Ihre Mutter jetzt etwas anderes niederschreibt, würde die Erbfolge, die im gemeinsamen Testament niedergeschrieben ist, eintreten.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Falls noch Fragen bestehen,stellen Sie diese bitte.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Frau Grass,

dieser Zusatz steht nicht dabei, dass der letzlebende noch eine andere Verfügung treffen kann.

ich habe nur Angst, dass meine Mutter meiner Tochter alles schenkt und ich und mein Bruder bekommen nichts.

Ich weiß, dass ich einen sog. Pflichtteilergänzungsanspruch habe, der bis zu 10 Jahre nach der Schenkung haben kann, auch kann ich die Verfügung meines Vaters bzw. dessen Teil einklagen.

Aber meine Frage betreffend: Meine Tochter will, dass ich diese Verfügung (Testament) widerrufe und dass meine Mutter ein neues Testament aufsetzen kann bei einem Notar oder ist dies nicht mehr möglich.

Weil meine Tochter auch jetzt schon was will.

Meine Tochter ist mittlerweile auch Anwältin ( vor 4 Monaten) 2 te Staatsexamen bestanden und will jetzt dass das Ganze geändert wird.

Kommt sie damit durch?

mit freundlichen grüßen ***

Sehr geehrte Fragestellerin,

nochmal: selbst wenn Ihre Mutter der Tochter alles schenkt, dann ist eine solche Schenkung UNWIRKSAM !

Die von mir genannte gesetzliche Vorschrift ist EINDEUTIG ! da kommt auch die beste Anwältin nicht durch .

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte frau Grass,danke für die Infos. ich wollte nur noch fragen, meine Tochter will mich "überreden" dass ich die letztwillige Verfügung bei einem Notar widerrufen und dann darf meine Mutter ein neues Testament aufsetzen. mit dem o.g. Willen.besten Dank mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie können nichts widerrufen !

Widerrufen können nur die Ehegatten, die sich gegenseitig einsetzen. Dies ist nicht mehr möglich, wenn einer, hier Ihr Vater, verstorben ist. Dann geht nichts mehr.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Grass,vielen Dank für die Antworten, ich gebe die Bewertung ab, damit Sie das geld bekommen. Sollte noch etwas sein, darf ich Sie wieder kontaktieren oder muss ich noch eine neue Anfrage stellen.mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

natürlich können Sie jederzeit weitere Fragen stellen, dies natürlich auch nach der Bewertung.

Für diese bedanke ***** ***** im Voraus und wünsche einen schönen Abend und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Grass,ich habe dies im Internet gefunden. Kann ich dann da zustimmen oder ist das Testament für immer bindend?ich habe gestern ein Kopie des Testamentes bekommen, das ist der gleiche Wortlaut, den ich Ihnen schon mitgeteilt habe.Da steht nichts davon, dass der überlebende Ehegatte dann frei istZustimmung des Bedachten schließt seine Beeinträchtigung ausIm Ergebnis ist anerkannt, dass die Zustimmung des Bedachten die Unwirksamkeitsfolge des § 2289 Abs. 1 S. 2 BGB ausschließen kann, allerdings nicht durch eine formlose Zustimmung (BGH DNotZ 90, 803). Der BGH betont, dass das Gesetz sowohl die Aufhebung eines Erbvertrags (§§ 2290 ff. BGB) als auch den Erb- und Zuwendungsverzicht (§§ 2348, 2352 S. 3 BGB) an strenge Formvorschriften knüpft. Hiermit ist es unvereinbar, die Bindung des Erblassers bereits mit einer formlosen Zustimmung des Bedachten enden zu lassen. Dem hat sich die überwiegende Ansicht in Rechtsprechung und Literatur angeschlossen (OLG Köln NJW-RR 94, 651; Palandt/Edenhofer, a.a.O., § 2289 Rn. 7). Die Zustimmung kann zwar die Rechtsfolge des § 2289 Abs. 1 S. 2 BGB ausschließen. Sie muss aber entweder in der Form des Aufhebungsvertrags gemäß § 2290 BGB (für den Vertragspartner beim Erbvertrag) oder des Zuwendungsverzichts gemäß §§ 2352, 2348 BGB (für den bedachten Dritten) erklärt werden.Die Formulierung, die Zustimmung müsse nach Maßgabe der §§ 2290 ff., 2348, 2352 BGB formgerecht erklärt werden, ist in der Sache zutreffend, aber irreführend (Ivo, Z

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn die eingestezten Erben der Verfügung zustimmen, scheidet die Benachteiligung aus und somit wäre die Verfügung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass