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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 6939
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Mein Vater hat sich mit meiner Schwester zerstritten. Meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Vater hat sich mit meiner Schwester zerstritten. Meine Eltern sind geschieden. Nun will er, dass meine Schwester einen Erbverzicht ihm gegenüber unterschreibt. Ich soll das meiner Mutter gegenüber tun. Ist ein gemeinsamer Vertrag vor einem Notar möglich und sinnvoll? Müssen die Erblasser diesen Vertrag ebenfalls unterschreiben? Ist es möglich, dass mein Vater trotz des Erbverzichts meiner Schwester Vermögen verschenkt oder vererbt?
Der Verzicht soll sich auf die Kinder beziehen.
Was muss bei solch einem Vertrag beachtet werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Der Erbverzicht ist ein VERTRAG zwischen dem potentiellen Erblasser und dem Erben. Dies bedeutet, dass beide Kinder und beide Eltern zum Notar gehen müssen. Dies kann in einem Termin erfolgen, wobei jeweils zwei getrennte Verträge geschlössen werden, nämlich zwischen Ihrer Schwester und Ihrem Vater und zwischen Ihnen und Ihrer Mutter,

Der Erbverzicht führt dazu, dass das jeweilige Kind von dem Elternteil nichts mehr erben kann und auch keinen Pflichtteil mehr verlangen kann. Dies gilt auch für die Erben der Kinder, falls die Kinder schon vorverstorben sind und nur noch die Enkel zum Zeitpunkt des Todes der Großeltern leben (§ 2349 BGB). Lebzeitige Schenkungen wären jedoch unproblematisch möglich.

ZU beachten wäre lediglich, dass ein solcher Vertrag zwingend notariell geschlossen werden muss (§§ 2346, 2348 BGB).

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Falls noch Fragen bestehen,stellen Sie diese bitte.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

kann ich Ihnen noch weiter helfen ? Falls keine Fragen mehr bestehen, sind Sie bitte so freundlich und nehmen eine Bewertung vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank, ***** ***** Vater seine Meinung ändern und die beiden sich wieder vertragen, könnte er auch eine größere Schenkung meiner Schwester machen, was für mich nachteilig wäre. Wie könnte ich das vertraglich regeln?
Die Notarkosten richten sich wahrscheinlich nach dem Erbe? Gibt es eine Tabelle über die Höhe?
Mein Vater schlug lediglich eine Verzichtserklärung von uns Beiden an Eides statt vor. Ich gehe davon aus, dass dies nicht rechtswirksam ist?

Sehr geehrter Fragesteller,

das können Sie weder verhindern noch regeln. Denn eine Anbrechnung, wie üblich, auf das spätere Erbe wäre ja wegen des Verzichts nicht möglich. Lediglich, wenn die Schenkung noch keine 10 Jahre zurückliegen würde, könnten Sie einen sog. Pflichtteilsergänzungasnspruch (§ 2325 BGB) geltend machen.

Die Noratkosten richten sich nach dem möglichen Erbe und ergeben sich aus der Gebührentabelle, die der Notarkostenverordnung (GNotKG) beigefgt ist.

Eine Verzichtserklärung OHNE Notar ist unwirksam !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke, ***** ***** davon aus, dass alle den Pflichteilsverzicht unterschrieben haben und mein Vater kurz vor seinem Tod meiner Schwester eine Summe von 100.000,-€ verschenkt. Was müsste ich unternehmen, um den von ihnen erwähnten Pflichtteilergänzungsanspruch zu erwirken. Würde ich den dann von meiner Schwester einfordern können? Oder hätte ich dann Anspruch auf einen adäquaten Betrag von meiner Mutter.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn alle einen Erb-und Pflichtteilsverzicht unterschrieben haben, klann es auch keinen Ergänzungsanspruch geben.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Mein Vater ist ein etwas schwieriger Mensch und nicht unbedingt berechenbar. Daher noch eine Frage:
Sollte er innerhalb der letzten 10 Jahre vor seinem Ableben sein Vermögen einem gemeinnützigem Verein vermachen, hätte ich bei der oben durchgeführten Variante der Verzichtserklärung nur Anspruch auf meinen Pflichtteil, oder auf sein ganzes Erbe? Vielen Dank ***** ***** Sollte meiner Schwester noch eine Frage einfallen, kann ich mich dann noch einmal an Sie wenden? Soll ich Sie jetzt schon bewerten oder erst nach Stellen der letzten Frage?

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn KEIN Erb-und Pflichtteilsverzicht erfolgte, dann steht Ihnen bei einer Schenklung ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zu, Ist ein VERZICHT erklärt worden, gehen Sie LEER aus.

Sie können sich jederzeit wieder an mich wenden.

Ich möchte Sie gleichwohl bitten, noch eine Bewertung abzugeben. Fragen können selbstverständlich auch nach der Bewertung gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

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