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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28926
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Vater ist am 16.06.2017 verstorben. bin ich mit 1/2

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Vater ist am 16.06.2017 verstorben.
Im Testament bin ich mit 1/2 begünstigt , meine beiden Neffen mit jeweils einem 1/4.
Des weiteren existieren zwei Pflichtteilsberechtigte.
Meine Frage bezieht sich ausschließlich auf zwei Schenkungen, die mein Vater mir gemacht hat.
1.) Am 16.12.2009 schloss mein Vater mit seiner Bank einen Vertrag zugunsten Dritter,
in dem er mit ein Aktiendepot von 102 000,- € vermachte, Eintritt des Rechtserwerbs im
Todesfall.
2.) Am 19.07.2012 schenkte mir mein Vater eine Eigentumswohnung für 41 000,- €.
(ein Jahr später von mir für 41 000,- € wieder verkauft)
Frage: Welche Ansprüche ergeben sich nunmehr sowohl für die Viertel-Erben, als auch für
die Pflichtteilsberechtigten? (Angabe bitte genau in Euro)

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Wurde denn zum Zeitpunkt der beiden Schenkungen vom Vater bestimmt, dass diese auf Ihren Erbteil anzurechnen sind?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Es gibt keinerlei Informationen darüber, weder auf Papier, noch auf anderer Informationsbasis, ob diese Schenkungen auf meinen Erbteil angerechnet werden oder
werden sollen.
Mit freundlichen Grüßen Volker Schmerse

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank. In diesem Falle hat die Schenkung keine direkten Auswirkungen auf Ihr Erbe oder den Anspruch Ihrer Miterben.

Die Schenkung führt nur zu einem Pflichtteilsergänzungsanspruch der Pflichtteilsberechtigten nach § 2325 BGB.

Sowohl der Wert der Wohnung als auch der Wert des Aktiendepots sind daher dem Wert des Nachlasses hinzuzurechnen und aus diesem erhöhten Wert ist dann der Pflichtteilsergänzungsanspruch zu rechnen.

Bei dem Aktiendepot liegt in dem Vertrag zugunsten Drutter eine Schenkung auf den Todesfall vor. Schenkungszeitpunkt war daher der Todesfall 2017.

Die 102.000 EUR sind daher in voller Höhe in den Nachlass einzustellen und daraus ist der Pflichtteil der beiden berechtigten zu errechnen.

Bei der Schenkung der Wohnung 2012 dagegen nach § 2325 III BGB abzüge zu machen. Zwischen Schenkung und Todesfall sind 4 Jahre vergangen mit der Folge das 60% des Wertes der Wohnung zum Zeitpunkt der Schenkung zum Pflichtteil zu rechnen sind (24.600) um diesen Betrag erhöht sich dann der Nachlass der für die Berechnung des Pflichtteilsanspruches zugrunde zu legen ist.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Ich habe Sie gebeten, die Ansprüche, sowohl der beiden Viertel-Erben, als auch der beiden Pflichtteilsberechtigten, in Euro für mich zu beziffern.
Bitte erledigen Sie das.
Mit freundlichen Grüßen Volker Schmerse

Gerne!

Darf ich Sie Fragen welche Quote ist denn bei den Pflichtteilsberechtigten zugrunde zu legen? Wie hoch ist deren gesetzlicher Erbteil?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.