So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 24439
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Meine Großmütter ist letztes Jahr verstorben, meine Mutter

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Großmütter ist letztes Jahr verstorben, meine Mutter lebt nicht mehr.
Ich habe einen Halbbruder der 12 Jahre jünger ist als ich .

Meine Oma hatte mich großgezogen , seit meinem 2. Lebensjahr.
Mein Bruder kam im Jahre 2000 zu meiner Oma, als unsere Mama verstorben war.

Nun hat meine Oma, mir und meinem Bruder ein Haus zu gleichen Teilen hinterlassen.
Ich musste meinen Bruder auszahlen um In das Hsus meiner Omi ziehen zu können . Obwohl ich nur einen Teilzeitjob habe, hat die Bank mir 80.000€ finanziert.

Heute finde ich in alten Unterlagen, eine notariell beglaubigte Urkunde, dass meine Oma mich mit 18 Jahren noch adoptiert hat, um ihr Hab und Gut vor meiner Mama zu schützen, da diese Alkoholabhängige war.

Aus der Urkunde geht auch hervor, dass eine Namensänderung nicht erforderlich ist, dabei ja bereits denselben Namen trugen.

Bin ich dann aber jetzt nicht eigentlich Alleinerbin, vor meinem Halbbruder, der ja in der Reihenfolge erst als Enkel kommt.

Mit anderen Worten, steht meinem
Bruder das Geld für seinen Hausanteil überhaupt noch zu?

Im aktuellen Testament steht, ihre Enkelkinder erben zu gleichen Teilen.
Aber ich bin doch nun sogar ihr Adoptivkind.

Dieser Kredit ruiniert mich fast und es wäre meine Rettung, wenn ich das Geld, unter diesen Umständen zurückfordern kann.

Ich danke ***** *****ür eine Antwort

Gruß ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Hat denn Ihre Großmutter Sie und Ihren Bruder in einem Testament zu Erben eingesetzt, oder haben Sie auf der Grundlage der gesetzlichen Erbfolge geerbt?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Dadurch dass meine Mutter nixht mehr lebt , sind wir als Enkel nachgerückt in der Erbfolge .
Im Testament steht wir erben zu gleiche teilen .Ich hab das damals wohl verdrängt mit der Adoption . Ichbwar volljährig und wollte auch nicht, dass meine Mutter davon Kenntnis bekommt.

Vielen Dank für Ihre Klarstellungen!

Wenn dies im Testament Ihrer verstorbenen Großmutter ausdücklich so verfügt worden ist, so ist dies rechtlich leider auch bindend.

Es besteht nämlich der Grundsatz der Testierfreiheit. Das bedeutet, dass es einem Erblasser - wie hier Ihrer Großmutter - völlig freisteht, wie er seinen Nachlass ordnet und welche Personen er in welchem Umfang bedenkt.

Hat nun Ihre verstorbene Großmutter in dem Testament explizit bestimmt, dass Sie neben Ihrem Bruder zu gleichen Teilen erben sollen, so ist dies leider gültig.

Abweichendes wäre nur anzunehmen, wenn sich Ihre Großmutter bei Niederlegung ihres letzten Willens in einem Irrtum befunden hätte - dann wäre das Testament anfechtbar (§ 2078 BGB).

Für das Vorliegen eines solchen Irrtumd wären Sie aber leider voll beweispflichtig, sofern Sie sich hierauf berufen sollten.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene Rechtsberatung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gestatten Sie mir bitte folgende Ergänzung:

Sollte es so sein, dass Sie und Ihr Bruder aufgrund der gesetzlichen Erbfolge geerbt haben (Sie geben auf meine Nachfrage an:" Dadurch dass meine Mutter nixht mehr lebt , sind wir als Enkel nachgerückt in der Erbfolge"), so würden Sie als Adoptivkind in der Tat Ihren Bruder von der Erbfolge ausschließen, denn als adoptiertes Kind erben Sie gemäß § 1754 BGB wie ein leibliches Kind:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1754.html

Unter diesen Umständen wäre Ihr Bruder somit nicht Erbe geworden, und Sie könnten sodann auch das ihm bereits ausbezahlte Geld zurückfordern.

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Danke für Ihre Ergänzung Herr Hüttmann. Ich sehe mir morgen nochmal den genauen Wortlaut Inn testament an.
Oder kann ich es auch hochladen und sie werfen einen Blick drauf.Um nochmal auf den Punkt mit der Beeeispflicht zu kommen, so haben wir Ergebnisse eines MRT's, dass meine Oma bereits an fortgeschrittener Demenz litt kurz vor ihrem Tod.
Das Testament hat sie erst 10 Monate vorher verfasst.
Also wird die Demenz zu dem Zeitpunkt auch schon da gewesen sein. Vllt hat auch sie deshalb nicht mehr an die Adoption gedacht.

Dann wäre Ihre Oma zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung nicht testierfähig gewesen. In diesem Fall würde die gesetzliche Erbfolge greifen, und Sie wären Alleinerbin.

Gern können Sie auch jetzt das Testament hier hochladen. Geben Sie dann bitte aber zunächst eine Bewertung ab, damit eine Vergütung für die bisherige Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Haben Sie vielen Dank!

Laden Sie das Testament gern jetzt hier hoch.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Herr Hüttmann, der Scanner klemmt aber der Wortlsut des Testaments ist:Zu meinen gleichanteiligen Miterben setze ich ein a) Enkelsohn Dominique Suhr, wohnhaft.....B) Enkeltochter Daniela Hain, wohnhaft....DasTestament ist auf den Taggenau 5 Monate vor ihrem Tod in diese Fassung geändert worden .Es gab vorher eines , in dem sie meinen Halbbruder als Alleinerben eingesetzt hatte.Wenn man sagt, sie war nixht mehr testierfähig, kann das auch nach hinten losgehen? Dass man dann sagt, dann gilt das vorher verfasste Testament, in dem mein Halbbruder als Alleinerbe eingetragen war?Gruß aus FreiburgD. Hain

Dann ist das zweite Testament zunächst einmal bindend.

Sollte sich nun erweisen, dass Ihre Oma tatsächlich testierunfähig war, so besteht tatsächlich das Risiko, dass dann das erste Testament wirksam wird (wenn sie nicht schon zum Zeitpunkt von dessen Errichtung testierunfähig gewesen sein sollte).

Der Schuss kann hier also in der Tat auch nach hinten losgehen, wenn die Testierfähigkeit angezweifelt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt