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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Morgen sehr geehrte Damen und Herren, folgender

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt:
Die Tante (79) meines Mannes ist in der Wohnung verstorben. Die Kripo hat die Leiche mitgenommen und sie wird obduziert, um die Todesursache festzustellen.
Der Ehemann ist verstorben, keine Kinder vorhanden. Eltern sind tot, die Geschwister der Tante ebenso.
Wir sind keine Erben, da wir keine Blutsverwandten der Tante sind.
Es gibt vermutlich nur einen letzten Verwandten, einen 94-jährigen Cousin der Tante, der in einem anderen Bundesland wohnt und pflegebedürftig ist.
Die Polizei wollte nun wissen, wer den Schlüssel zurücknimmt und wer sich um die Beerdigung kümmert.
Da wir keine Erben sind, wir aber mit dem Cousin gesprochen haben und es in seinem Sinne ist, dass wir uns um die Beerdigung, Auflösung der Wohnung etc kümmern stellen sich uns sehr viele Fragen:
-Wenn wir den Schlüssel an uns nehmen und wir die Beerdigung organisieren, wie läuft das mit der Kostenerstattung?
-Dürfen wir uns überhaupt kümmern, wenn wir keine Erben sind?
Sicherlich wird doch noch durch das Nachlassgericht nach weiteren Erben gesucht werden, uns ist nur der Cousin bekannt?
-wie lange wird gesucht und wie lange dauert es, bis ein Erbschein ausgestellt wird?
- Dürfen wir ohne Erbschein überhaupt was regeln?
-Wem sind wir rechenschaftspflichtig bzgl. der Auflistung der Werte, Gegenstände in der Wohnung etc. ?
-Können wir uns mit dem Cousin einigen, dass wir für alle Gänge angemessen aufwandsentschädigt werden?
-Wenn der Cousin verstirbt, erbt sicherlich seine Frau, wie ist dann der Sachverhalt?
Vielen Dank ***** ***** Hilfe
Mit freundlichen Grüßen ***** *****
M.Dammann

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auf Ihr Anliegen und Ihre Fragen gehe ich gern wie folgt ein:

Hinsichtlich der Kosten der Beerdigung und der Auflösung der Wohnung haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch gegen den/die Erben.

Sie durfen sich kümmern, wenn Sie einen Auftrag des Erben haben und von diesem Bevollmächtigten werden. Für die Bestattung ist dies nicht erforderlich, aber für die Wohnungsangelegenheit.

Wenn es einen Erben gibt, dann wird das Nachlassgericht diesen beauflagen, etwaige weitere Erben zu finden. Es ist nicht die Aufgabe des Nachlassgerichtes alle Erben zu ermitteln. Ein Erbschein wird erst ausgestellt, wenn die Erben zweifelsfrei ermittelt sind, andernfalls müsste ein Nachlassverwalter eingesetzt werden.

Sie können sich mit dem Cousin wegen der Aufwandsentschädigung wenden. Über Ihre Handlungen und Verfügungen sind Sie den Erben gegenüber nachweis- und rechenschaftspflichtig.

Sollte der Cousin versterben, tritt an seine Stelle seine Frau. Rechtlich ändert sich nichts.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung im Rahmen dieses Mediums geben.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier

-Rechtsanwalt-

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Das heißt, dass wir uns zunächst vom Erben schriftlich eine Beauftragung organisieren sollten bevor wir irgendwas tun?
Wie muss diese Beauftragung aussehen, wie sollte diese am besten formuliert sein?
Gibt es da konkrete Formulierungen, die einzuhalten sind, damit wir auf der sicheren Seite sind?Wenn wir die versiegelte Wohnung öffnen, nach Abholung des Schlüssels bei der Polizei, sollten wir einen Zeugen mitnehmen und mit ihm zusammen alles an Gegenständen dokumentieren mit Fotos etc. die in der Wohnung sind?
Ich möchte nicht, dass es später irgendwann mal heißt, dass wir uns in irgendeiner Form falsch verhalten hätten.
Wonach bemisst sich der Wert der Gegenstände wie z.B. ev. vorhandener Schmuck? Muss man das schätzen lassen?
Wie wird denn ermittelt, wie hoch die Beträge sind, um die es hier geht, denn danach bemisst sich doch wohl die Erbschaftssteuer?Wie findet man denn heraus, ob es noch weitere Erben gibt? Denn der alte Herr wird sich darum schwer kümmern können und sicherlich uns bitten?Vielen Dank für Ihre weitere Hilfe.Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Martina Dammann
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Das heißt, dass wir uns zunächst vom Erben schriftlich eine Beauftragung organisieren sollten bevor wir irgendwas tun?
Wie muss diese Beauftragung aussehen, wie sollte diese am besten formuliert sein?
Gibt es da konkrete Formulierungen, die einzuhalten sind, damit wir auf der sicheren Seite sind?Wenn wir die versiegelte Wohnung öffnen, nach Abholung des Schlüssels bei der Polizei, sollten wir einen Zeugen mitnehmen und mit ihm zusammen alles an Gegenständen dokumentieren mit Fotos etc. die in der Wohnung sind?
Ich möchte nicht, dass es später irgendwann mal heißt, dass wir uns in irgendeiner Form falsch verhalten hätten.
Wonach bemisst sich der Wert der Gegenstände wie z.B. ev. vorhandener Schmuck? Muss man das schätzen lassen?
Wie wird denn ermittelt, wie hoch die Beträge sind, um die es hier geht, denn danach bemisst sich doch wohl die Erbschaftssteuer?Wie findet man denn heraus, ob es noch weitere Erben gibt? Denn der alte Herr wird sich darum schwer kümmern können und sicherlich uns bitten?Vielen Dank für Ihre weitere Hilfe.Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Martina DammannPS: Ich bin mir nicht sicher, ob man eine Bewertung nur zum Schluss abgibt oder nach der Anfrage, danke für die Antwort
Habe daher nochmals meine letzten Frageaspekte an Sie gesandt

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Sie sollten sich von dem Erben eine ausdrückliche Erlaubnis/Vollmacht geben lassen. Die Bevollmächtigung erfolgt formfrei durch einfache Vollmachtserklärung.

Es ist durchaus sinnvoll, um spätere Probleme zu vermeiden, die Wohnung und den Bestand des Hausrates zu dokumentieren und einen Zeugen hinzuzuziehen.

Die Bewertung erfolgt in der Regel durch eine Schätzung. Schmuck kann durch einen Juwelier bewertet werden.

Weitere Erben zu ermitteln, ist nicht einfach. Hierzu müsste die Familiengeschichte aufgearbeitet werden. Es gibt private Erbenermittler, die allerdings eine Provision haben wollen. Andernfalls muss mit einem Aufgebotsverfahren gearbeitet werden. Das heißt, etwaige Erben werden durch gerichtliche Aufgebot (Aushang an der Gerichtstafel, Veröffentlichung im Bundesanzeiger) aufgeordert, sich binnen einer bestimmte Frist zu melden.