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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

HALLO also mein Vater ist am 16.3 2012 verstorben. Am 5.4.2012

Beantwortete Frage:

HALLO
also mein Vater ist am 16.3 2012 verstorben. Am 5.4.2012 war seine Beerdigung Meine Eltern wohnen in Mecklenburg Vorpommern ich in Bayern Ingolstadt. Bis zum 14.4 dachte ich das meine Eltern nach eigenden Aussagen keine schulden hatten. Ebend am 14.4 ruft mich mein Bruder an und sagt mir das es doch wohl schulden gäbe und er und meine Mutter das Erbe nun ausgeschlagen haben. Da ich offensichtlich nicht benachrichtigt wurde was das Erbe angeht bin ich jetztwohl über die 6 wochen "erbe ausschlagen hinhaus" was kann ich jetzt noch tun.
Mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Auch wenn die 6-Wochen-Frist bereits vorrüber ist, ist noch nichts verloren.

Sie können die Erbschaft dann zwar nicht mehr ausschlagen, wenn Sie sie angenommen haben (vgl. § 1943 BGB). Gleichwohl können Sie sich als Erbe von der einmal getroffenen Entscheidung das Erbe anzunehmen (oder auszuschlagen) unter Umständen durch Anfechtung wieder lösen.

Dies setzt jedenfalls einen Irrtum oder auch eine Täuschung oder eine Drohung voraus.

Wichtigster Fall ist, dass der Erbe sich über den Nachlass irrt (z.B., weil er Schulden des Erblassers nicht kannte). Wenn sich nach Annahme der Erbschaft dann herausstellt, dass Nachlassverbindlichkeiten bestehen und der Nachlass überschuldet ist, kann dann ohne weiteres der Irrtum bewiesen werden.

Die Anfechtung ist gegenüber dem Nachlassgericht zu erklären-

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.