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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Endokrinologie
Zufriedene Kunden: 2838
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin,22 Jahre Tätigkeit in eigener Praxis mit Schwerpunkt Endokrinologie
76282548
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Vc, Hallo, ich hatte vor ca. 8 Wochen einen Autounfall,

Diese Antwort wurde bewertet:

Vc
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Hallo, ich hatte vor ca. 8 Wochen einen Autounfall, Unterarmfraktur. Im KH erhielt ich 8 Tage Prednisolon, 100 g 4 Tage, 2 Tage 75 g, 3 Tage 50 g. Bereits vor dem Unfall war ich in einer akuten Stresssituation. Ein Tag nach Absetzen des Kortisons bekam ich massive Kreislaufbeschwerden, es folgten extreme Müdigkeit und Schwäche, so dass ich den ganzen Tag nur auf dem Sofa verbringe. Mein Blutdruck geht kaum über 100/60. teilweise keinen Appetit. Nur abends wird es etwas besser. Mein Hausarzt hält es für ein psychisches Problem nach dem Unfall. Kann ein Zusammenhang mit dem Absetzen des Kortisons bestehen? Sollte das untersucht werden?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Ich bin weiblich, 47 Jahre.

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.
Bitte haben Sie etwas Geduld, bis ich Ihre Frage überprüft habe.

Aus meiner Sicht besteht ein Zusammenhang mit dem (recht schnellen) Absetzen der Cortisontherapie.

Offenbar hat die Nebennierenrinde ihre eigene Cortisonproduktion noch nicht wieder aufgenommen.

Potentiell kann dies in die nicht ungefährliche Addisonkrise münden. Ich würde mich kurzfristig beim Hausarzt vorstellen und diesen um eine Prednisolonverordnung bitten, damit dieses beginnend von 50 mg ausschleichend (über mindestens 2 Wochen) abgesetzt werden kann.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank ***** ***** Grüße Dr. Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Nach welchem Schema sollte am besten abgestuft werden? Würden die Beschwerden dann kurzfristig verschwinden wenn es am Cortisolmangel liegt oder dauert das?

Wenn die Beschwerden tatsächlich am Kortisonmangel liegen (was ich für wahrscheinlich halte) müsste sich innerhalb von ca. 3 bis 6 Stunden eine Besserung einstellen.

Mein Vorschlag für die Dosierung und das Ausschleichen des Kortisons wäre:

3 Tage 50 mg, 3 Tage 47.5 mg, 3 Tage 45 mg und dann alle Tage um 2.5 mg reduzieren, bis nach den letzten 3 Tagen mit 2.5 mg Prednisoln tgl. mit der Therapie aufgehört werden kann.

Das zieht sich dann natürlich über einen ziemlich langen Zeitraum hin, ist in Ihrem Fall aber sinnvoll.

Bitte sprechen Sie Ihren Hausarzt auf dieses Vorgehen an.

Dr.Schürmann und weitere Experten für Endokrinologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ein Frage noch: Unterdrückt eine neue Cortisongabe nicht wieder die Cortisolbildung? Wie kann der Körper wieder selbst bilden? Bei mir scheint nach 7 Wochen nichts wieder eingesetzt zu sein. Danke für Ihre Rückmeldung.

Es ist in der Tat so, dass die erneute Cortisongabe die eigene Cortisonproduktion unterdrückt. Deshalb ist anschließend auch ein sorgfältiges Ausschleichen der Medikation erforderlich, um den Nebennierenrinden die Neuaufnahme der körpereigenen Produktion zu ermöglichen.

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ich habe mich heute bei einem Endokrinologen vorgestellt. Er hat den Zusammenhang zwischen meinen Symptomen und der Kortisongabe vehement negiert. Nach 7 Wochen würde die Cortisolproduktion in jedem Fall wieder laufen. Blut wird dennoch auf Cortisol und ATCH getestet. Ergebnis in einer Woche. Das sind sehr verwirrende Infos.

Entscheidend wird das Ergebnis der Blutuntersuchung sein. Erst dann kann man sagen ,ob die Beschwerden tatsächlich mit einem Cortisonmangel Zusammenhängen. Für mich ist dies absolut plausibel.