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Kategorie: Einkommensteuer
Zufriedene Kunden: 5931
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Ich arbeite in einer Unternehmensberatung und bekomme daher

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich arbeite in einer Unternehmensberatung und bekomme daher jeden Monat eine variable Gewinnbeteiligung ausgeschüttet. Diese ist allerdings Vertraglich nicht garantiert. Zählt diese rechtssicher zur Jahres­ar­beits­ent­gelt­grenze, so das ich mit einem Jahresbrutto von knapp 78.000€ in die private Krankenversicherung wechseln kann? Mein Arbeitgeber ist sich nämlich unsicher ob dies dazu zählt oder nicht. Wenn ich alle variablen Gehaltsbestandteile für 2022 abziehe lande ich bei ca. 65.400€ und wäre mit meinem fix Gehalt 1.200€ unter der JAEG für 2023.
Guten Abend,

es muss das regelmäßige Arbeitsentgelt bzw. die JAEG überschritten werden. Die Spitzenverbände der Krankenversicherungen haben dazu folgendes klar gestellt:

„Zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt gehören alle Einnahmen, die nach § 14 Abs. 1 SGB IV Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung darstellen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Neben dem laufenden Arbeitsentgelt sind also auch regelmäßig gewährte Sonderzuwendungen bzw. Einmalzahlungen bei der Ermittlung des Jahresarbeitsentgelts zu berücksichtigen, wenn sie mit hinreichender Sicherheit (z. B. aufgrund eines für allgemein verbindlich erklärten Tarifvertrages) mindestens einmal jährlich erwartet werden können. Das ist z. B. auch dann der Fall, wenn über die Gewährung von Sonderzuwendungen bzw. Einmalzahlungen keine schriftliche Vereinbarung, sondern nur eine mündliche Absprache besteht oder die Gewährung auf Gewohnheit oder betrieblicher Übung beruht. Verzichtet der Arbeitnehmer im Voraus auf die Sonderzuwendung bzw. Einmalzahlung, ist dieser Verzicht - ungeachtet der arbeitsrechtlichen Zulässigkeit eines solchen Verzichts - auch bei der Feststellung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts zu beachten, sofern er auf künftig fällig werdende Ansprüche gerichtet ist. Ein Verzicht auf künftig fällig werdende Entgeltansprüche liegt auch vor, wenn Arbeitnehmer sich im Rahmen einer ihnen eröffneten Wahloption statt eines tariflichen Zusatzgeldes pro Jahr für zusätzliche freie Arbeitstage entscheiden (z. B. nach dem Tarifabschluss 2018 für die Metall- und Elektro-Industrie). Im Übrigen sind Sonderzuwendungen bzw. Einmalzahlungen bei der Ermittlung des Jahresarbeitsentgelts nur insoweit zu berücksichtigen, als sie aus der zu beurteilenden Beschäftigung resultieren; einmalige Einnahmen aus ruhenden Beschäftigungsverhältnissen (z. B. bei Elternzeit) bleiben außer Betracht.“

Insofern wären auch die variablen Bestandteile einzubeziehen, so dass Sie hier die Voraussetzungen erfüllen würden.

Beantwortet das Ihre Frage?

Viele Grüße!

Knut Christiansen, Steuerberater

Hier auch noch einmal § 14 Abs. 1 SGB IV:

„Arbeitsentgelt sind alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden.“

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für die schnelle und kompetente Unterstützung! :-)
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