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Kategorie: Einkommensteuer
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Ich habe von meinen Eltern unentgeltlich ein Haus übertragen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe von meinen Eltern unentgeltlich ein Haus übertragen bekommen.
Die Gesamtfläche beträgt 190 qm davon werden 120 qm. Auf den restlichen
70 qm betreibe ich eine Vermietung und Verpachtung (mit Gewerbeschein).
In der Einnahmen/Überschußrechnung habe ich eine 2%ige AfA auf den
Gestehungswert geltend gemacht:
- Das Gesamtobjekt wurde mir von meinen Eltern unentgeltlich übertragen. Wir haben den Wert des Hauses wie folgt berechnet:
Gesamtwohnfläche 190 qm x 1.300 € = 247.000 €. Die Fläche der Monteurwohnung beträgt 70 qm und hat somit ein einen Wert von 91.000 €, den wir mit 2% AfA abschreiben.
Den Gestehungswert haben wir nach dem Wohnraumgestehungswert für Schleswig-Holstein ermittelt, da wir den Gestehungswert, den meine Eltern wirklich bezahlt haben nicht mehr ermitteln können.
Das Finanzamt erkennt keine Abschreibung an, weil ich das Haus unentgeltlich bekommen habe. Ist das richtig?

Guten Tag,

gerne prüfe ich Ihre Frage und melde mich gleich dazu.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Grundsätzlich werden bei Schenkung die Anschaffungskosten und der Anschaffungszeitpunkt der Rechtsvorgänger zugrunde gelegt (Fußstapfentheorie). Das heißt z.B., wenn Ihre Eltern das Haus 1970 angeschafft haben, wären die 50 Jahre Nutzungsdauer im Jahr 2020 abgelaufen. Danach dürften dann keine Abschreibungen mehr geltend gemacht werden.

Wenn das Haus von Ihren Eltern aber später angeschafft wurde, dann könnten Sie noch die restlichen Jahre abschreiben. Die Herausforderung ist dann aber wiederum, die Anschaffungskosten von früher zu ermitteln.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justAnswer an mich als externer Experte vermittelt wurde, freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung, damit ich von justanswer vergütet werde. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne über dem Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Hier noch einmal der Auszug aus der EStDV:
"Bei den nicht zu einem Betriebsvermögen gehörenden Wirtschaftsgütern, die der Steuerpflichtige unentgeltlich erworben hat, bemessen sich die Absetzungen für Abnutzung nach den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Rechtsvorgängers oder dem Wert, der beim Rechtsvorgänger an deren Stelle getreten ist oder treten würde, wenn dieser noch Eigentümer wäre, zuzüglich der vom Rechtsnachfolger aufgewendeten Herstellungskosten und nach dem Prozentsatz, der für den Rechtsvorgänger maßgebend sein würde, wenn er noch Eigentümer des Wirtschaftsguts wäre. 2Absetzungen für Abnutzung durch den Rechtsnachfolger sind nur zulässig, soweit die vom Rechtsvorgänger und vom Rechtsnachfolger zusammen vorgenommenen Absetzungen für Abnutzung, erhöhten Absetzungen und Abschreibungen bei dem Wirtschaftsgut noch nicht zur vollen Absetzung geführt haben."

Christiansen-St und weitere Experten für Einkommensteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.