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Kategorie: Einkommensteuer
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Hallo. Ich bin Gesellschafter einer Holding mit jeweils drei

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Ich bin Gesellschafter einer Holding mit jeweils drei GmbHs. Zudem bin ich privat krankenversichert. Als ich mich vor zehn Jahren selbständig gemacht habe hab meine private Krankenversicherung 280 € gekostet. Gefühlt jedes Jahr ging das monatliche Entgelt ein bisschen höher. Im letzten Jahr habe ich 384 € bezahlt. Heute habe ich eine Preiserhöhung erhalten auf 444 Euro. Mir ist bewusst dass ich als privater Krankenversicherter ein bisschen Vorteile habe. Mir ist auch bewusst dass ich im hohen Alter vielleicht achthundert oder 1000 € im Monat bezahlen müsste. Viele meiner Kunden oder Geschäftspartner Rate mir zu versuchen wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück zu gehen. Meine einzige Bedingung ist die ich kenne, dass ich ein Geschäftsführer zu 50 % bin. Da ich aktuell ohnehin am überlegen bin ein Kooperation Geschäft mit einem Geschäftspartnern zu machen könnte ich mir vorstellen eine Firma zu gründen wo beide zu 50% geschäftsführender Gesellschafter wären. Somit wäre meines Erachtens die Voraussetzung einer gesetzlichen Krankenversicherung gegeben. Nun habe ich dazu mehrere Fragen. Angenommen ich gründe die neue Firma mit meinem Geschäftspartner und wir sind zu beidseitig zu 50% geschäftsführender Gesellschafter. Ist meine Annahme richtig dass ich es unter diesen Voraussetzungen in die gesetzliche Krankenversicherung reingehen kann? Was ist wenn meine anderen Firmen erfolgreicher wären wo ich natürlich geschäftsführender Gesellschafter bin oder Geschäftsführer bin oder nur Gesellschafter bin? Weil wenn ich hier das Gehalt des Geschäftsführers bewusst niedrig halten würde, hätte ich hier ja eine Lücke um eben auch die gesetzliche Krankenversicherung relativ schmal zu halten. Wie ist hierzu Ihre Meinung und was ist ihr kurzfristiger sowie mittelfristige als auch langfristige Ratschlag nach der aktuellen Bedingungen in Deutschland. Vielen Dank.

Guten Tag, ich prüfe Ihre Anfrage und gebe Ihnen spätestens morgen eine Antwort.

Viele Grüße

C. Peter

Steuerberater

Guten Tag,

 

Ihre Fragen kann ich folgendermaßen beantworten:

Zur ersten Frage:

Die Beurteilung, ob eine Rückkehr in die gesetzliche KV möglich ist, ist so einfach gar nicht zu treffen. Im Prinzip geht es um Ihren Einfluss auf Entscheidungen des Unternehmens.

 

Dabei müsste Ihre Stellung als Geschäftsführer in dem neuen Unternehmen bis zur Position eines weisungsgebundenen Arbeitnehmers degradiert werden.

 

Z.B. könnte Ihr neuer Partner dafür eine sog. Sperrminorität eingeräumt werden, so dass Entscheidungen nur gemeinschaftlich getroffen werden können.

 

Über den Status eines Geschäftsführers entscheidet die Deutsche Rentenversicherung Bund im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahrens gemäß § 7a Abs. 1 S. 2 Sozialgesetzbuch, IV. Buch (SGV IV). Ansprechpartner ist die sogenannte Clearingstelle Statusfeststellung (www.clearingstelle.de).

Es erscheint mir sinnvoll, dieses Verfahren zu durchlaufen, wenn Sie über die Kooperation entschieden haben und dabei Ihrem Geschäftspartner möglichst weiträumige Mitspracherechte einzuräumen, damit Sie quasi weitgehend weisungsgebunden erscheinen.

 

Allein die Beteiligungsverhältnisse an dem neuen Unternehmen mit 50% auszugestalten, wird als Gestaltungsmittel nicht ausreichen.

 

Zur zweiten Frage:

Die Sozialversicherungspflicht würde für jede geschäftsführende Position einzeln beurteilt werden. Dabei kommt es nicht auf die Erfolge der GmbH an, sondern auf die Beurteilung der Stellung als Geschäftsführer in der jeweiligen GmbH (s. dazu die Antwort zur Frage 1).

 

Generell würde ich mir an Ihrer Stelle abhängig von Ihrem Alter darüber Gedanken machen, ob sich eine Rückkehr in die gesetzliche KV noch lohnt.

Die Beiträge sind - wie Sie erkannt haben im Alter wesentlich höher - aber auch die Leistungen unterscheiden sich erheblich als wenn Sie ein gesetzlich Krankenversicherter sind.

 

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Da dieser Auftrag von justanswer an mich als externer Experte vermittelt wurde, freue ich mich abschließend über eine positive Bewertung. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

 

Hinsichtlich der Gehaltsfestlegung bei den anderen GmbH sind Sie aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht relativ frei.

Bei Ihren Tätigkeiten für mehrere GmbH wird ein Gesellschafter-Geschäftsführer für eine weitere (Tochter-)GmbH tätig, muss er sein Gehalt bei der Erst-GmbH auf ein für einen Teilzeitjob angemessenes Maß reduzieren. Ausnahme: Die Geschäftsführertätigkeit für die Zweit-GmbH bringt der Erst-GmbH Vorteile, was diese aber notfalls beweisen muss.

Am besten erscheint es mir, wenn Sie eine angemessene Gesamtvergütung für alle geschäftsführende Positionen in Ihrem Firmenkonglomerat festlegen mit der vorgelagerten Entscheidung, ob Sie eine Rückkehr in die gesetzliche KV wünschen oder nicht.

 

StB-Peter und weitere Experten für Einkommensteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.