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Christiansen-St
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Kategorie: Einkommensteuer
Zufriedene Kunden: 1131
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Guten Tag, ich habe eine Frage oder viel mehr Fragen zur

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine Frage oder viel mehr Fragen zur richtigen Steuerklassenwahl bzw. inwiefern ein Steuerklassenwechsel in unserem Fall sinnvoll ist.Folgender Sachverhalt:
Mein Mann und ich haben Ende Juli 2019 geheiratet. Ich bin in einem Beschäftigungsverhältnis in Deutschland, mein Mann noch in einem Beschäftigungsverhältnis in Schweden. Dort lebt er auch und zahlt seine Steuern. Gemeldet ist er allerdings auch/noch in Deutschland, Einkommen in Deutschland erzielt er nicht. Geplant ist jedoch, dass er zum Ende des Jahres sein schwedisches Beschäftigungsverhältnis aufgibt und zu mir nach Deutschland zieht. Grundsätzlich würden wir auf einen Steuerklassenwechsel, also auf die Kombination III/V, verzichten, da unsere Einkommen wahrscheinlich ähnlich hoch sein werden. Allerdings bin ich nun schwanger (4SSW) und habe gehört, dass sich die Wahl der Steuerklasse III positiv auf die Höhe des späteren Elterngeldes auswirken würde. Allerdings müsste ich mindestens 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes in der Steurklasse III sein, damit mein höheres Nettoeinkommen für die Berechnung berücksichtigt werden kann. Das würde heißen, dass wir bereits für das Jahr 2019 eine gemeinsamen Steuererklärung abgeben und das ausländische Einkommen meines Mannes angeben müssten. Meine Frage ist, wäre ein Wechsel in die III und V bei uns möglich und wenn ja, auch ratsam, in Hinblick auf die steuerliche Belastung? Und würde der Mehrgewinn an Elterngeld dieses ausgleichen?Ich danke ***** ***** für die Beantwortung meiner Fragen!

Guten Abend,

grundsätzlich ist es korrekt, dass die Steuerklasse III bei Ihnen zu einem höheren Elterngeld führen würde. In welcher Größenordnung sich das jedoch auswirkt, müsste gesondert berechnet werden, was aber den Rahmen dieser Beratung deutlich sprengen würde. Aber grundsätzlich wird sich eine Erhöhung des Elterngeldes ergeben.

Wenn Ihr Mann in die Steuerklasse 5 wechselt, führt dieses noch nicht zwangsläufig dazu, dass Sie für 2019 eine Zusammenveranlagung durchführen lassen müssen. Sie können auch weiterhin eine Einzelveranlagung durchführen. Allerdings würden Sie ggfs. etwas an Steuernachzahlung erwarten müssen, da bei Ihnen ja der Lohnsteuerabzug dann für einige Monate zu gering war (Steuerklasse III statt IV). Wenn Sie sich das Geld zurück legen, dass Sie jetzt durch Steuerklasse III mehr bekommen als gegenüber Steuerklasse III, dann sind Sie aber insofern auf "der sicheren Seite", weil Sie dafür vorgesorgt haben.

Ihr Mann hätte in 2019 keine inländischen Einkünfte, so dass sich die ausländischen EInkünfte auch nicht negativ auf seine Steuern auswirken würden. Dieses wäre nur der Fall, wenn er inländisches Einkommen hätte. Dann würde sich das ausländische Einkommen Steuersatzerhöhend (Progressionsvorbehalt) bei ihm auswirken und zu einer Steuerbelastung in Deutschland führen.

Mit anderen Worten: Sie könnten jetzt in die Steuerklasse III wechseln um so das Elterngeld zu optimieren. Steuerlich würde es aber unterm dem Strich für 2019 dann im Rahmen der beantragten Einzelveranlagung zu einer Steuerbelastung wie bei Steuerklasse IV führen.

Ich hoffe Ihre Fragen damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen. Abschließend bitte ich um Bewertung mit 3-5 Sternen, damit justanswer meine Beratung anteilig vergütet. Dieses erfolgt nur bei positiver Bewertung durch Sie als Kunden. Ich erhalte dann 50% des von Ihnen gezahlten Betrags als Honorar.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Danke für die schnelle Antwort. Ich habe nur noch 2 Verständnisfragen: Die Kombination III/V verpflichtet uns grundsätzlich nur, jeweils eine Steuererklärung abzugeben, ob Einzel- oder Zusammenveranlagung steht uns frei? Und der Wechsel in die III wäre ab November bei mir ratsam, rückwirkend, wenn überhaupt noch möglich, würde bedeuten, dass ich mehr Geld wegen der Steuernachzahlung zurücklegen müsste?

Gern geschehen.

Genau: die Steuerklassenkombination III/V führt grundsätzlich zu einer Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung. Die Art der Veranlagung können Sie dennoch frei wählen. Und zwar jedes Jahr auf´s neue.

Und ebenfalls richtig: wenn Sie jetzt in die KLasse III wechseln, führt dieses in der Regel zu einer Steuernachzahlung. Wenn Sie sich das "Mehr-Netto" jedoch beiseite legen, haben Sie für die Rückzhlung vorgesorgt.

Christiansen-St und weitere Experten für Einkommensteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank und einen schönen Abend!

Gern geschehen. Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Abend!