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Kategorie: Einkommensteuer
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Sehr geehrte Damen und Herren, vor ca. 5 Jahren brachte ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,vor ca. 5 Jahren brachte ich ein Grundstück mitsamt einem Gebäude aus meinem Privatvermögen in eine UG & Co. KG ein, wobei ich als Kommanditist die Kapitalanteile zu 100% halte. Die Gesellschaft ist als vermögensverwaltende Gesellschaft vom Finanzamt von der Gewerbesteuer befreit worden.Zum 01.01.2020 ist nun die Umwandlung der KG in eine GmbH mittels Formwechsels geplant. Die UG soll bis auf Weiteres parallel weiter existieren. Zur Wahrung der Gesellschafteridentität soll die UG gemäß Umwandlungsbeschluss € 1,- treuhänderisch und ohne Gegenleistung für den Kommanditisten, d.h. für mich, halten bis eine Sekunde nach HR-Eintragung der GmbH.Möglicherweise kommt es demnächst zu einem Verkauf des Grundstücks und Gebäudes. Dann würde ich gerne von der Übertragung stiller Reserven nach § 6b EstG Gebrauch machen. Dieses Gesetz fordert ja, dass „die veräußerten Wirtschaftsgüter im Zeitpunkt der Veräußerung mindestens sechs Jahre ununterbrochen zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte gehört haben,…“Vor diesem Hintergrund stellen mir die beiden folgenden Fragen:
• Mit welchem Ereignis begann die geforderte 6-Jahres-Frist in diesem Falle?
• Schadet die o.g. treuhänderische Übertragung von € 1,- und somit der nicht verhältniswahrende Formwechsel möglicherweise der 6-Jahres-Frist, d.h. beginnt sie danach erneut von vorne zu laufen?Viele Grüße
JanCustomer

Guten Tag ich prüfe Ihre Anfrage und melde mich bis morgen mit einer Antwort.

Beste Grüße

C. Peter

Sie sagten, dass Sie das Grundstück vor ca. 5 Jahren aus Ihrem Privatvermögen in die Kg übertragen haben. Von daher sind die 6 Jahre Haltefrist nicht erfüllt und die 6b Rücklage nicht nutzbar.

Viele Grüße

C. Peter

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Guten Abend Herr Peter, das ist vollkommen richtig - das war mir allerdings auch bereits klar. Vermutlich hätte ich in meiner Frage besser schreiben sollen, dass ich beabsichtige, in ca. einem Jahr (z.B. Ende 2020 oder Anfang 2021) das Grundstück zu veräußern. Wissen wollte ich jedoch - und so waren meine Fragen auch gestellt: 1.) mit welchem Ereignis exakt die 6-Jahres-Frist begann - das Datum kann ich dann selbst entsprechend zuordnen und 2.) ob die zwischenzeitliche Übertragung von 1,- Euro an die UG die Frist von vorne beginnen lässt, also die bisherige Wartezeit umsonst gewesen wäre... Viele Grüße, JanCustomer

Hat die Ug als vermögensverwaltende Gesellschaft Grundstücke erworben und weiterveräußert?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Die UG ist weder vermögensverwaltend, noch hat sie Grundstücke erworben oder weiterveräußert. Das besagte Grundstück befindet sich in der KG, weil es gegen Tausch von Gesellschaftsanteilen seinerzeit eingebracht wurde. Die KG ist vermögensverwaltend, von der Gewerbesteuer befreit, weil sie nicht durch die UG gewerblich geprägt ist. Die KG hat bislang noch nichts veräußert, aber bereits Wohnungen mit Grundstücksanteilen erworben.

Hallo HerrCustomer

Ihre Fragen beantworte ich folgendermaßen:

Die Voraussetzung für den Beginn der 6-Jahresfrist ist nach § 6b Abs. 4 EStG, dass:

- die veräußerten Wirtschaftsgüter im Zeitpunkt der Veräußerung mindestens sechs Jahre ununterbrochen zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte gehört haben,

und

- die (neu) angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgüter zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte gehören.

Da die UG & Co. KG wie Sie beschrieben haben vermögensverwaltend tätig war, kommt eine 6b-Rücklage nicht in Betracht, da kein Betriebsvermögen einer Betriebsstätte bei der Gesellschaft vorhanden gewesen ist.

Ich freue mich abschließend über eine positive Bewertung, damit meine Vergütung freigegeben wird. Diese Vergütung beträgt 50% des von Ihnen an justanswer gezahlten Betrags und wird nur bei positiver Bewertung oder durch Ausdruck eines Dankes an mich ausgezahlt. Für eine positive Bewertung klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens allerdings anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Peter

Steuerberater

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