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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 3388
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Guten Tag. Meine Partnerin und ich möchten gerne ein kleines

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.
Meine Partnerin und ich möchten gerne ein kleines Haus zur Eigennutzung kaufen.
Vielmehr würde meine Partnerin Darlehnsnehmerin werden und auch vorerst alleinige Eigentümerin, da ich 2011 eine Privatinsolvenz machen musste, dass Verfahren allerdings wegen mangels Masse eingestellt wurde und ich mich bereits in der Wohlverhaltensphase befinde.
Kann ich jetzt auch Miteigentümer werden, trotz Wohlverhaltensphase oder besteht auch die Möglichkeit später Miteigentümer zu werden? An den Darlehns/ und Nebenkosten würde ich mich direkt hälftig beteiligen.
Zudem gibt es bestehende laufende Unterhaltsansprüche durch meinen Sohn, wie würde damit umgegangen, wenn ich Miteigentümer würde?
Mit freundlichen Grüßen
Marc M.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie können auch in der Wohlverhaltensphase Miteigentümer werden, eine rechtliche Beschränkung gegen Eigentumserwerb gibt es nicht. Allerhöchstens müssen Sie dem Treuhänder erklären, wie Sie trotz Wohlverhaltensphase die Darlehensraten aufbringen können.

Bezüglich der Unterhaltsansprüche könnte der Sohn möglicherweise zusätzliche Einkommensquellen bei Ihnen vermuten und daher zusätzlichen Unterhalt fordern, d.h. Sie müßten auch ihm erklären, wie Sie trotz Wohlverhaltensphase die Darlehensraten aufbringen können.
Zusätzlich kann Ihr Sohn, wenn seine Unterhaltsansprüche in Gestalt eines Urteiles rechtskräftig festgestellt wurden, notfalls in das Haus vollstrecken.
Wenn Sie aufgrund der Miteigentümerschaft mehr bzw. weniger Geld zum Leben benötigen, kann auch der Selbstbehalt und damit der Unterhalt des Sohnes neu berechnet werden.

Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.

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Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
RARobertWeber und weitere Experten für Eigentumsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bitte um eine kurze Mitteilung, ob Rück- oder Verständnisfragen existieren. Ansonsten bitte ich entsprechend der Regeln der Plattform um eine Bewertung der Antwort, um die Vergütung zu ermöglichen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag. Schönen Dank für Ihre schnelle Antwort.


 


Da ist für mich allerdings noch die Frage offen, wie das mit "in das Haus vollstrecken" genau gemeint ist? Angenommen ich würde hälftiger Eigentümer der Immobilie werden, dann kann, soweit ich weiss, doch nur in meine Hälfte vollstreckt werden. Beispielsweise in Form einer Sicherungshypothek, richtig? Ist es dann überhaupt wahrscheinlich, dass die Immobile auch zwangsversteigert werden könnte, wenn ca. 8.000,00 € Unterhaltsansprüche entstehen?


 


Eine andere Möglickeit: Was ist, wenn meine Partnerin und ich nachdem sie das Haus gekauft hat und alleinige Eigentümerin bleibt , wir 1-2 Jahre später heiraten und Zugewinn in der Ehe hätten, hätte ich , falls es doch später wieder zu einer Scheidung kommen würde, auch Anspruch auf Zugewinnausgleich, obwohl ich nie Eigentümer gewesen wäre?


 


MfG


 


 


 


 

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gemäß dem BGH-Urteil (Az: VII ZB 50/05) ist die ZWangsvollstreckung in Ihren Anteil dergestalt möglich, dass die Gläubiger Ihren Anspruch auf Aufhebung der Miteigentümergemeinschaft sowie Teilung und Auszahlung des Erlöses pfänden und überweisen lassen. D.h. die Gläubiger können im Wege der Zwangsvollstreckung die Teilungsversteigerung des Grundstückes erzwingen und den Erlös an sich auszahlen lassen, soweit er zur Begleichung der Schulden benötigt wird. Ihre Partnerin kann sich nicht dagegen wehren.

Bei Ansprüchen in vergleichsweise niedriger Höhe wie 8.000 € ist es zwar eher nicht zu erwarten, dass der Gläubiger eine so aufwendige und langdauernde Maßnahme wie die Teilungsversteigerung anstreben wird, allerdings liegt das im alleinigen Ermessen des Gläubigers, er kann es machen, wenn er will.

Im Fall einer Zugewinngemeinschaft haben Sie nur Anspruch auf Zugewinnausgleich bezüglich des neu hinzugewonnenen Vermögens. Das Eigentum an dem Haus hat Ihre Partnerin jedoch vor der Hochzeit erworben, es fällt daher leider nicht in das auszugleichende Vermögen. Zudem ist der Anspruch bei Zugewinnausgleich ausschließlich auf Geld, d.h. Sie können bei Scheidung eine Geldzahlung von Ihrer Partnerin fordern, aber in keinem Fall Eigentum am Haus. Jedoch kann die Frau das Haus "in Zahlung geben", d.h. einen Teil des Hauses an Sie übereignen, um die Zahlungspflicht zu befriedigen.

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mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag.


 


Das neu hinzu gewonnene Vermögen wäre doch auch die Darlehensbedienung der Immobilie, da doch die zu finanzierende Bank sich den zu zahlenden Kaufpreis im Grundbuch als Grundschuld eintragen läßt.


Nach beispielsweise 15 Jahren hätte man dann doch bei einem Annuitätendarlehen ca. 25-30 Prozent getilgt und dieses wäre ja schliesslich in der Ehegemeinschaft geschehen, richtig?


 


Da Sie den Sachverhalt jetzt kennen, können Sie uns abschliessend einen fachlichen Tipp geben bzw. eine dendenzielle Richtung, wie wir weiter vorgehen sollten?


 


MfG


 

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in der Tat wäre die Darlehensbedienung eine Vermögensbildung während der Ehe. Wenn das Darlehen der Ehefrau also z.B. während der Ehe um 100.000 € verringert wird, beträgt der Vermögenszuwachs eben jene € 100.000, beim Zugewinnausgleich stünden Ihnen dann € 50.000 zu. Allerdings eben nur als Geldbetrag, nicht als Miteigentumsanteil am Haus.

Ich würde vorschlagen, dass Sie einen Ehevertrag schließen, der Ihnen eine Kaufoption auf einen Anteil am Haus gewährt. Dieser Anteil soll wertmäßig den bereits von Ihnen gezahlten Darlehensraten entsprechen und die Darlehensraten als Kaufbetrag gelten, die Kaufoption jedoch erst nach Ende der Wohlverhaltensphase bzw. nach Restschuldbefreiung wirksam werden. Allerdings ist das eine etwas komplizierte Regelung, Sie sollten einen solchen Ehevertrag durch einen Anwalt formulieren lassen.

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Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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