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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Buchführung
Zufriedene Kunden: 4236
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Hallo. Angenommen man hat sich rechtzeitig zum 01.07.2021

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Hallo. Angenommen man hat sich rechtzeitig zum 01.07.2021 für das neue OSS Verfahren registriert, man hat jedoch noch Steuerschulden für EU Länder für einige Jahre, die eigentlich in das MOSS-Verfahren reingefallen wären. Man hat jedoch von der Steuerbarkeit dieser Umsätze erst verspätet erfahren und möchte die Steuererklärungen für die EU-Länder nun nachholen. Doch leider war man nicht konkret für das MOSS-Verfahren registriert. Eine Nachfrage beim BzSt ergab auch leider folgende Antwort:"Da Sie erst ab dem 01.07.2021 am OSS Verfahren registriert sind, können Sie für früherer Zeiträume keine Steuererklärung im OSS vormaliges MOSS Verfahren abgeben.Grundsätzlich müssen Umsätze vor dem Registrierungsbeginn in dem jeweiligen EU-Mitgliedstaat des Verbrauchs im Rahmen des allgemeinen Besteuerungsverfahrens erklärt und die darauf entfallenden Steuern dort gezahlt werden.
Sie haben die Möglichkeit, nach Absprache und Zustimmung der betroffenen Mitgliedstaaten, diese Umsätze in der ersten in Frage kommenden Steuererklärung (Q4/2021) mit aufzunehmen."Ich habe dann folgende Rückfrage an das BzSt gestellt:"Guten Tag. Vielen Dank für die Rückmeldung.Drei Fragen hätte ich hierzu:["Sie haben die Möglichkeit, nach Absprache und Zustimmung der betroffenen Mitgliedstaaten, diese Umsätze..."]Was meinen Sie mit "nach Absprache"? Wer spricht das mit den Mitgliedstaaten ab, und wie? Ich oder Sie?Falls ich gemeint bin, wie sollte ich das mit den Ländern absprechen? Es wäre in meinem Fall eine relativ lange Liste an Ländern.["...diese Umsätze in der ersten in Frage kommenden Steuererklärung (Q4/2021) mit aufzunehmen."]Wieso käme erst Q4 in Frage und nicht schon Q3 ? Oder meinen Sie in Q4 für Q3 ?"Daraufhin kam folgende Antwort vom BzSt:"Sie müssen sich mit den anderen Mitgliedstaaten absprechen, ob Sie die Umsätze, die eigentlich unter das MOSS Verfahren fallen, in der erst möglichen Steuererklärung im OSS Verfahren mit angegeben werden können. Das Bundeszentralamt für Steuern kann dies nicht für andere Mitgliedstaaten entscheiden.Sollten Sie keine Zustimmung der anderen Mitgliedstaaten haben, sind die Umsätze im allgemeinen Besteuerungsverfahren der betroffenen Mitgliedstaaten anzumelden.Die Kontaktdaten der anderen Mitgliedstaaten finden Sie auf unserer Internetseite unter dem Punkt "Allgemeine Fragen" -> "Wo finde ich Kontaktdaten der Mitgliedstaaten?" : https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Umsatzsteuer/One-Stop-Shop_EU/one_stop_shop_eu_node.html#js-toc-entry11Sie nehmen ab dem 01.07.2021 an der OSS EU-Regelung teil, die erstmögliche abzugebende Steuererklärung ist dann für das 3. Quartal 2021 nicht für das 4. Quartal 2021."--Zitat Ende--Es geht hierbei um so gut wie jedes EU-Land, bei dem ich persönlich nachfragen oder mich ggf. registrieren müsste. Bei dieser Menge halte ich das nicht für praktikabel. Mein Vorschlag wäre folgender:Die Umsätze der vergangenen Jahre OHNE konkrete "Erlaubnisse" der einzelnen Länder in die Erklärung für 2021 Q3 dazurechnen.1 )
Was könnte hier im schlimmsten Fall drohen? Wäre das eine Steuerhinterziehung? Umgehung von Spätzuschlägen und Zinsen, aus der Sicht der einzelnen Länder?2 )
Wenn eine internationale Steuerfahndung eingeleitet würde, könnte ich dann mit diesem Umstand argumentieren und aufzeigen, dass die Steuern ja sehr wohl abgegeben wurden, nur eben im "falschen" Zeitraum?3 )
Wie wahrscheinlich ist überhaupt so eine internationale Steuerfahndung von einzelnen EU-Ländern? Wir sprechen hier von Steuerschulden im mittleren 4-stelligen Bereich über etwa 4 Jahre verteilt.Danke.

Guten Tag,

grundsätzlich können Sie ja fast gar nichts anderes machen, als es so zu handhaben. Wenn sogar das BZSt keine andere Lösung kennt. Ich kann Ihnen hier allerdings keine verbindliche Auskunft erteilen, wie ggfs. Land A, B oder C reagiert. In jedem Fall haben Sie mit der Meldung in Q3/2021 dann gezeigt, dass Sie die Steuerschulden beglichen haben und sich dann nur einen eventuellen Zinsvorteil durch die verspätete Zahlung verschafft. Aber der Vorteil dürfte dann pro Land sehr gering sein.

1) Da ja anscheinend insgesamt für die gesamten Länder ein mittlerer 4-stelliger Betrag zusammenkommt, wird es pro Land also nur eine kleinere Summe sein. Hier ist nicht damit zu rechnen, dass da der Vorwurf der Steuerhinterziehung aufkommt. Insbesondere nicht, weil Sie ja nachweisen können, dass Sie die Beträge gezahlt haben. Ob hier vom jeweiligen Land dann Zinsen oder irgendwelche Bußgelder kommen, vermag ich nicht zu beurteilen.

2) Ja, wie bereits geschrieben, sind Sie Ihrer Verpflichtung "nur" verspätet nachgekommen. Das dürfte auf jeden Fall dann mildernd gesehen werden.

3) Ich persönlich halte eine Verfolgung für sehr unwahrscheinlich. Denn die Beträge sind unter dem Strich pro Land und Jahr eher gering und Sie haben dann ja in Q3 gezahlt.

Schöne Grüße!

Knut Christiansen

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