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Palatina
Palatina, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Psychologie - Mediation - Psychotherapie - Notfallpsychologie - Opferhilfe-Therapie
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Guten Tag, ich kenne meine Frau seit 2000, seit 2002 sind

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich kenne meine Frau seit 2000, seit 2002 sind wir verheiratet, haben einen Sohn in 2005 und eine Tochter in 2008 bekommen. Wichtig ist zu wissen, dass ich ein gläubiger Christ (Baptist) bin und es mir von Anbeginn wichtig war, ebenfalls eine christliche Partnerin zu haben. Ich bin nun gut 40 Jahre alt und habe lange auf eine echte Beziehung gewartet. Dann lernte ich meine nette und hübsche Frau kennen. Sie hatte eine weniger christliche Vergangenheit, dann aber über einen Hauskreis zum Glauben gefunden. Schon nach wenigen Wochen merkte ich, dass sie gewissen Probleme hat. Mehr und mehr wurde klar, dass sie unter psychischen Problemen und Depressionen litt. Dazu gehören soziale Ängste, krankhafte Eifersucht, finanzielle Probleme (trotz gutem Verdienst), Alpträume, Verfolgungsängste etc. . Wir verlobten uns mit dem Versprechen, dagegen etwas zu tun. Sie ging auch in eine psychatrische Klinik nach Berus im Saarland, nachdem ihr Neurologen und Psychotherapeuten starke Medikamente verabreicht und ihr das empfohlen hatten. Das brachte einen kleinen Erfolg, mehr aber nicht. Sie hatte zuletzt ihre "Maske" aufgesetzt und alle Fragen der Psychologen wie eine Gesunde beantwortet so dass die Ärzte nicht wussten, was noch fehlt. Das ist typisch, man kommt nicht an ihr Kernproblem heran. Zwei Psychotherapien hat sie versucht und alle ohne Erfolg wieder abgebrochen, zuletzt bei einer christlichen Psychologin, die m.M. nach sehr gut war aber auch nicht durchkam. Ansonsten war es schwierig, gescheite Psychologen zu finden. Dann kamen die Kinder. Das war z.T. sehr stressig für sie (und mich) aber sie hat es durchgestanden. Zwischen uns kriselte es immer wieder, z.T. täglich. Ein christlich ausgerichtetes Leben war unmöglich, allenfalls phasenweise. Und das, obwohl ich als Single so viele Aktivitäten hatte, ich war sogar Sportmissionar. Vor unserer Hochzeit bat ich Gott immer wieder um Zeichen, wenn meine Frau nicht die richtige für mich wäre, weil ich aufgrund ihrer Attacken sehr verunsichert war, doch es kam nichts. Wir hatten z.T. schöne Phasen, sind gerne auch mit dem Motorrad in den Urlaub, in die Berge, ans Meer etc. Aber das ist vorbei. Ich kämpfe mich nun fast jeden Tag durchs Leben. Wir haben 2003 ein Haus gebaut - für uns, da sie keine Kinder wollte (ich war hier neutral). Als sie dann doch kinder wollte, war das neue Haus schnell zu klein. Wir entschieden uns, einen alten Kasten zu kaufen unter dem Versprechen von ihr, "das schaffen wir gemeinsam", weil ich ihr sagte, dass da viel Arbeit und Geld reingesteckt werden müsse. Aufgrund der damaligen Rezession mussten wir unser altes Haus mit insgesamt 40.000,- Euro Verlust verkaufen. Dazu hatten wir schlechte Handwerker und ich musste nicht nur vieles selbst machen sondern auch prozessieren. Die Prozesse sind erst seit diesem Jahr abgeschlossen. Nach wie vor haben wir noch sehr viel zu renovieren aber das "wir" bezieht sich hauptsächlich auf mich, sagen wir 98%. Finanziell ohnehin 100%. Meine Frau arbeitet 3 volle Tage (21 h) und ich Vollzeit (40 h). Wir haben beide längere Arbeitswege und unsere Kinder sind in Ganztagsbetreuung. Das ist natürlich nicht unstressig für meine Frau, für mich aber auch nicht. Meine Frau kümmert sich um den Haushalt und um die Kinder, ich mache den kompletten Rest von den Finanzen über Versicherungen, Autos, Haus, Grundstück (13,4 ar Hanglage), etlichen Bürokram inkl. Computeradministration etc. . Ich kam die letzten 4 Jahre des Öfteren an den Rand des Zusammenbruchs und hätte mich lieber mehr um die Kinder gekümmert, aber das war nicht möglich. 80-h-Wochen auf der Baustelle waren nicht selten aber ich bin zum Glück als ehemaliger Triathlet sehr zäh. Sonntags haben wir immer Familientag und Urlaub machen wir auch jährlich mind. 1x (einfach aber das muss einfach sein). Es ist nun so, dass wir nicht nur viel Arbeit haben sondern auch hoch verschuldet sind. Meine Frau deckt die Familieneinkäufe, ich den Rest (Hausrenovierung, Finanzierung, Versicherungen, Steuern, Urlaub etc.). Von dem Versprechen "das schaffen wir gemeinsam" ist jedoch quasi nichts zu merken. Wann immer ich sie freundlich bitte, mir evtl. das eine oder andere zu helfen oder etwas selbst zu tun (auch ganz einfache Haushaltstätigkeiten wie Weg kehren, Fenster putzen - mein Bürofenster wurde sicher 2 Jahre nicht geputzt), flippt sie aus, wird unfreundlich und nach unseren Gesprächen in den vergangenen Tagen kommt es bei ihr wohl als rüder Befehl an. Das stimmt aber nicht. Ich wüsste nicht, wie man das freundlicher sagen kann. Meine Frau nimmt nun seit mehreren Jahren Psychophramaka, ohne die sie spürbar Probleme bekommt. Das merkt man z.B. bei einem Tagesausflug morgens ihre Tabletten vergaß und abends kaum noch Auto fahren konnte vor Angst. Wir mussten tauschen. Meine Bitten, doch einen Hypnose-Psychotherapie werden nicht akzeptiert. Es gibt es fast jeden Tag Streit, sie ist kaufsüchtig, hoch verschuldet, eindirektionale Beleidigungen normal - ich mag nicht mehr!


 


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Wichtig ist mir, einerseits nicht depressiv zu werden, andererseits die Psyche der Kinder nicht in Gefahr zu bringen, die ja alles mitbekommen. Ein Streit ist mit viel einseitigem Gekeife, derbsten Beleidigungen (fick dich du Arschlo..), völlig unsinnigen Unterstellungen, verletzenden Gemeinheiten (meine Kolleginnen bedauern mich alle, Deine Cousine sagt, ich solle mich scheiden lassen etc.) usw. verbunden. Ich kenne mich in der Psychologie aus und weiß von diversen Fällen, wo die Mutter im Wahn ihre Kinder umbrachte, um sie nicht an den Mann zu verlieren sondern mit ihnen gemeinsam ins Jenseits zu gehen etc. Deshalb ist es dringend. Soll ich zum Jugendamt?


Andererseits spare und schufte ich seit Jahrzehnten wie verrückt, gönne mir nur das Nötigste, kann mir keine Handwerker leisten, meine Frau jedoch gibt nichts dazu, hat dagegen mehrere Kleiderschränke voll mit Sachen, geht in Wellnesswochenenden, leistet sich immer wieder kleinen Luxus. Wenn es nun tatsächlich zur Trennung käme, würde sie die Hälfte bekommen obwohl sie nicht einen Cent dazu beigetragen hat, obwohl sie effektiv mehr übrig hat als ich (sie verdient gut). Wir haben ein Schriftstück aufgesetzt, in dem sie unterschrieb, auf diese Ansprüche zu verzichten aber ich weiß nicht, ob das vor Gericht zählt? Was ist mit Gütertrennung?

Lieber Ratsuchender,

da scheint es ja an allen Ecken und Enden zu brennen. Welches ist denn Ihre größte Sorge, Ihre größte Angst?

Viel wichtiger hingegen ist jedoch die Frage: was haben Sie gemeinsam, auf dem sich aufbauen läßt? Könnte es sein, daß Sie je länger je festere Meinungen haben, wie was sein sollte, und daß Ihnen darob immer mehr die Realität entgleitet und Sie immer mehr auseinanderdriften?

Ja, es kommt gelegentlich vor, daß Leute heiraten in der Hoffnung, daß nun "alles besser wird" - und dann folgt die Enttäuschung. Wenn Sie als gläubiger Christ diese Ehe als Aufgabe betrachten, könnte es dann sein, daß Sie meinen zu wissen, wie die "richtige Lösung dieser Aufgabe" aussieht, dabei ist möglicherweise etwas völlig anderes vorgesehen, das sich Ihnen noch nicht entborgen hat?
Sie scheinen sich beide verzweifelt zu bemühen, kämpfen, zappeln, und es geht Ihnen nicht gut. Das muß doch irgendeinen Sinn haben, nicht wahr?

Meine allererste Wahl für Sie wäre denn keine Einzeltherapie, sondern eine Eheberatung! Klient ist dabei nicht Ihre Frau, sondern die Beziehung zwischen Ihnen. Sie hatten ja beide bestimmte Vorstellungen, als Sie heirateten, also auch Ihre Frau. Kennen Sie denn diese gegenseitigen Vorstellungen? Wahrscheinlich nicht (mehr)! Deshalb brauchts einen neutralen Dritten als konstruktiven Berater.

Sie haben damals sicher auch schöne Dinge miteinander erlebt - wann haben Sie zum letzten Mal was davon gemacht?
Was ebenfalls oft auf der Strecke bleibt, sind die Dinge, die Sie aneinander schätzen. Unter dem Motto "Krieg ist Krieg!" gehen oft die kleinen Artigkeiten verloren. Der Mensch lebt bekanntlich nicht vom Brot alleine... er braucht auch ein gutes Wort ab und zu. Sind Sie nicht beide Gottes Geschöpfe, fehlbar und auf Nachsicht angewiesen wie alle Menschen?
Sie kennen doch Salomo, nicht wahr? Der sagte, daß man nicht Gleiches mit Gleichem vergelten soll, "Wenn dein Feind Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken, und wenn er Hunger hat, gib ihm Brot". Das heißt natürlich nicht, in allem nachzugeben.
Lernen Sie einander doch wieder neu kennen in einer Eheberatung!Dort können Sie auch die obengenannten Fragen miteinander in einem geschützten Rahmen erörtern, betrachten Sie das auch als Chance für sich. Vielleicht ist das das gewünschte Zeichen?
Allfällig notwendie Einzeltherapie ist daneben oder danach immer noch möglich. Aber die Ehe ist ein Projekt für beide, daher sollten beide daran mitarbeiten.

Ich wünsche Ihnen, entsprechend dem Gebet von Oettinger,
- die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die Sie nicht ändern können,
- den Mut, Dinge zu ändern, die Sie ändern können, und
- die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles Gute Ihnen beiden!
Ilse Scarpatetti
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Frau Scarpatetti,


 


wie geschrieben, lehnt sie Therapien und auch Eheberatung ab. Beim Wort "Jugendamt" wird sie hysterisch (das kann gefährlich werden). Überdies stellt sich die Frage, was eine psychisch kranke Person bei einer Eheberatung erreichen kann? Sie besteht ja aus zwei Individuen! Beim gemeinsamen Gespräch mit dem Pastorenehepaar (sie ist auch Erzieherin und Lehrerin) hatten wir einen sehr harmonischen Ausklang und verstanden uns danach viel besser.


 


Beim letzten Theater sagte sie aber ,dass ihre christliche Kollegin zu unserem letzten Gespräch gesagt hatte, in dem wir so verblieben sind, dass sie sich mal psychologisch untersuchen lässt, "die haben sich aber schnell auf dich eingeschossen". Obwohl ich der Meinung war, dass wir einen sehr angenehmen Abend hatten und sogar Hand in Hand wieder zum Auto liefen, war dem wohl nicht so. "Da gehören immer zwei dazu" sagte die Kollegin. Da war ich schon arg enttäuscht, einerseits über das Vorgegaukel (ich bin sicher dass das erst später hochkam, der unbändige Drang, dass sie unschuldig sei uns alle Schuld bei mir liegen MUSS), andererseits über die Tatsache, dass halt wieder mal die Kolleginnen alles über uns und mich wissen. Die christliche Kollegin sagte auch noch, sie glaube, ich sei gar nicht vom Hl. Geist erfüllt. Erschütternd für mich.


 


Klar hatten wir Gemeinsamkeiten und schöne Zeiten aber jetzt hat sie ihr eigenes leben und ich "störe". Ich bin nur der Geldesel, der quasi für alles zu sorgen hat (Lebensmittel kauft sie ein, der Rest ist meine Aufgabe).


 


Ganz im Ernst: Ich will mit dieser Frau nicht mehr zusammenleben, ich kann auch nicht mehr. Ich halte durch aufgrund der Kinder und der Finanzen (sonst bin ich bankrott, ganz einfach). Außerdem weiß ich auch nicht wirklich, was Jesus tun bzw. mir raten würde. Ich kann mir aber nicht vorstellen, welcher normale andere Mensch es so lange aushalten würde. Mit ihren letzten Partnern wäre sie jedenfalls heute erheblich schlechter dran (der letzte war immer hoch verschuldet, hat sie betrogen etc., der vorletzte ist seit vielen Jahren schwer depressiv). Oft läuft es bei uns genau so, wie bei ihren Eltern, jedoch dass ich nicht so viel akzeptiere wie ihr Vater sich von seiner Frau gefallen lässt (ich hab auch schon mit Hungerstreik gedroht und sie schon öfters gefragt, ob ich mich vor den Zug werfen soll).


 


Der einzige Sinn, den ich daraus erkennen kann, ist, dass ich noch viel nervenstärker und härter geworden bin und auch anerkennen muss, dass das Leben auf der Erde kein wichtiges sein kann.


 


Gruß! Ihr Klient!

Das ist ja teilweise starker Tobak!

"sie glaube, ich sei gar nicht vom Hl. Geist erfüllt" ist das nicht eine Sache zwischen Ihnen und dem heiligen Geist?
"ich hab auch schon mit Hungerstreik gedroht und sie schon öfters gefragt, ob ich mich vor den Zug werfen soll" - däs wäre ganz bestimmt nicht das, was Jesus Ihnen raten würde.
Dies nur als Beispiele und Ausdruck für Ihre Verzweiflung. Könnte es sein, daß Sie sich ganz bestimmte Ergebnisse wünschen und extrem verärgert sind, weil allem Anschein nach doch etwas anderes vorgesehen ist?

Was dies ist, weiß ich natürlich auch nicht. Weder Ismael noch der Bruder des Verlorenen Sohnes noch die Arbeiter im Weinberg, die den ganzen Tag gearbeitet haben und doch nicht mehr bekommen als die, die last minute dazugekommen sind, haben den Eindruck, gerecht behandelt worden zu sein. Dennoch mußte es wohl so sein.
Ich glaube, eine sehr große Herausforderung ist es auch, der Versuchung der Selbstgerechtigkeit zu widerstehen, Sie erinnern sich an die Geschichte, wo Jesus mit den Jüngern im Tempel ist, und einer bedankt sich lauthals dafür, wie großartig er doch geworden ist - und ganz hinten drückt sich ein anderer rum und hat eine ganze Menge Sünden zu bereuen. Sie kennen sich da sicher besser aus und finden die Stelle, die ich meine.

Noch etwas ganz Wichtiges:
Wenn es in der Ehe nicht gut geht, kann man eigentlich nie sagen, es sei einer "schuld". In gewisser Weise werden wir ja immer schuldig, auch mit den besten Absichten, und wir bleiben auch immer etwas schuldig. Müssen wir als menschen nicht unsere Unvollkommenheit akzeptieren, ebenso wie die unserer Mitmenschen? Unseren Schuldnern vergeben, auf daß uns vergeben werde?
In einer Beziehung sind immer beide beteiligt, da kann man keine Handlung ohne die andere sehen. Deshalb gibts auch keinen "Schuldigen"/"Bösen" und "Unschuldigen"/"Guten". Wer sich in der Schuldfrage verheddert, bleibt im Vergangenen stecken. Auch dazu kennen Sie eine Geschichte. Frau Lot kann ja nicht mehr zurückgehen, nichts ungeschehen machen, aber im Blick zurück kann sie auch nicht vorwärts und verliert eine bessere Zukunft. Könnte man das nicht als warnendes Beispiel sehen?

Daß der Sinn Ihrer enttäuschenden Erfahrungen mit Ehe und Familie darin bestehen soll, das Leben als unwichtig zu erkennen, kann ich nicht glauben.
Manchmal siehts zwar so aus. Wenn der Karren feststeckt und man nicht mehr vorwärtskommt wie bisher, aber Alternativen fallen einem auch nicht ein.
Noch nicht.

Das Sinnvollste, was mir dazu einfällt:
Vielleicht nützt hnen eine Auszeit, für Abstand und Besinnung. Vielleicht haben Sie noch ein paar Tage Urlaub?
Diverse Klöster bieten Rückzugsmöglichkeiten auf Zeit an, ob das jetzt eine Woche ist, oder länger. Dann sind Sie mal aus der akuten "Schlachtfeldsituation" raus. Auf Wunsch können Sie auch Ansprechpartner dort haben, die Ihnen in der spirituellen Auseinandersetzung hilfreich sein können. Klar, Sie sind nicht katholisch, aber ich denke, daß es da um christliche Erwägungen geht, die aus der Bibel selbst ableitbar und damit unabhängig sind von der Konfession.
Etwas Sinnvolleres kann ich Ihnen im Moment nicht vorschlagen. Vielleicht schlafen Sie mal eine Nacht drüber und finden dann auch Wege, so eine Auszeit zu machen.
Möge sich Ihnen bald ein guter, gangbarer Weg erschließen!

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen alles Gute!
I. Scarpatetti
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das ist schon alles gut gemeint Fr. Scarpatetti.


 


Aber das mit dem Hungerstreik und so war lediglich so, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, wie ich aus diesen Gemeinheiten wieder raus komme. Irgendwann erträgt man das einfach nicht mehr. Klar weiß ich, dass ich mein Leben nicht beenden darf aber ich muss ja auch ausdrücken können, wie es mir geht.


 


Gestern gab es ein überraschendes und längeres Gespräch. Hier sagte meine Frau, dass sie tatsächlich immer jemanden sucht, der ihr bestätigt, wie negativ irgendjemand ist. Mir erzählt sie etwa, was sie an ihrer Kollegin alles stört und derselben erzählt sie alles, was sie an mir stört. Sie wird fuchsteufelswild, wenn sie vermutet, dass jemand "über sie ablästert" (O-Ton) selbst tut sie es aber mehr als jeder, den ich kenne. Dass sie das gestern zugegeben hat und auch von sich erzählt hat, dass sie zuweilen einen richtig fiesen Charakter hat, selbst immer positiv dastehen möchte und immer besser als der nächste Konkurrent, das hat mich dann doch überrascht.


 


Ich habe während des Gesprächs zunehmend Kopfschmerzen bekommen (bekomme ich sonst nie!), wohl, weil es so anstrengend und sie zuweilen auch so laut war. Aber immerhin konnte ich ein paar Bitten loswerden: Keinen Streit, keine Beleidigungen etc. vor den Kindern, möglichst jede Meinungsverschiedenheit sachlich diskutieren. Sie sagte jedoch, schreien sei normal, sich zoffen auch, man sollte den Kindern nichts vorgaukeln etc. , ich aber bin anderer Meinung und das sagen auch meine Erziehungsratgeber.


 


Letztendlich ist es wohl so, dass sie gerne alles Mögliche hätte, z.B. das saubere Haus und den tollen Park des Nachbarns, selbst aber nicht bereit ist, etwas dafür zu tun und so lange nicht zufrieden ist. Seit 7 Wochen hat sie nun das Esszimmer nicht geputzt, eine Putzfrau akzeptiert sie aber nicht (ich kann nicht weil ich mit Beinbruch an Krücken gehe). Da kommt - ich sage es jetzt unverblümt - auch noch eine gewaltige Portion Faulheit und Prinzessinendenken dazu (letzteres hat auch eine frühere Psychologin immer wieder gesagt).


 


Ich weiß noch immer nicht, wie ich da raus komme aber evtl. geht sie ja mit zur Eheberatung in der derzeitigen Stimmung. Wie ich sie jedoch kenne, wird sie in 3 Tagen nichts mehr von wissen wollen. Dann geht es evtl. wieder von vorne los. V.a. wenn ich sie deutlicher auffordere.


 


Immerhin hat sie aber gesagt, "na gut, dann bleiben wir eben zusammen bis die Kinder groß sind und trennen uns dann". "Super Sache" Undecided Naja, sagen wir mal besser als nichts!


 


Gruß!

Lieber Ratsuchender,

mehr als "gut meinen" kann ich tatsächlich nicht, denn das "gut machen" wäre Ihr Part.

So, wie es aussieht, scheint ja wirklich etwas in Bewegung zu geraten ("längeres Gespräch"). Der nächste Schritt wäre ein Eheberatertermin.
Optimalerweise kommt Ihre Frau auch dorthin, aber wenn nicht, können Sie dennoch die Gelegenheit nutzen, sich in Zusammenarbeit mit einer Fachperson über Ihre Situation und Perspektiven klarzuwerden. Das geht durchaus auch alleine, wenns sein muß.

Damit verabschiede ich mich jetzt aber wirklich und wünsche Ihnen nochmals alles Gute!

Palatina und weitere Experten für Beziehung sind bereit, Ihnen zu helfen.