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InternetCoach
InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein Problem, welches

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem, welches ich einfach nicht mehr selbst lösen kann, daher meine Bitte an Sie und auch die Bitte meine Anfrage vertraulich zu behandeln.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Mein Partner und ich sind seit fast 3 Jahren zusammen. Wir sind sehr, sehr glücklich miteinander, lieben uns und verstehen uns ebenfalls sehr gut über das Bett, d.h. dass unser Sexualleben sehr aktiv ist. D.h. täglich Geschlechtsverkehr!
Mein Partner ist 16 Jahre älter als ich. Er ist fast 50 und ich 33 Jahre. Wir arbeiten in einer Abteilung und verstehen uns dennoch sehr gut.
Mein Partner ist Abteilungsleiter und Vater von 2 Kindern.
Und nun kann ich mir folgendes nicht erklären: ich musste in den 3 Jahren immer wieder folgendes feststellen:
Das erste Mal sah ich auf seinem Handy zufällig, dass er eine neue Benachrichtigung über die Flirtline ZOOSK erhalten hat. Dann entdeckte ich sein Profil bei dieser online flirtline. Mit seinem Foto, mit seinem Nickname, den er auch gerne für völlig harmlose Internetseiten nutzt, mit einem Text, der den Inhalt in dem es um reine Sexkontakten geht. Das war der 1. Schock. Als ich ihn darauf ansprach, sagte er mir, dass diese Anmeldung alt wäre.
Dazu muss ich sagen, dass er vor unserer Partnerschaft 3 Jahre lang Single war und sein Sexualleben sehr genoss.

Danach kamen Anrufe, die er im Auto über Freisprechanlage annahm. Es meldete sich eine Dame, die ihn anflehte, zu ihr zu kommen, um sie zu befriedigen. Er sagte zu ihr, dass er sie nicht kennt, dass sie ihn in Ruhe lassen sollte. Merkwürdig dabei ist jedoch, dass er ebenfalls heftige und wirklich perverse SMS von ihr erhielt, auf die er aber nicht eingegangen war. Hierzu hat er mir geschworen, dass er diese Dame nicht kennt und er jegliche Nachrichten niemals beantwortet hatte. Sehr merkwürdig an der Geschichte ist jedoch, dass er sie genau unter ihrem Namen, mit dem sie sich gemeldet hatte, im Handy gespeichert war. D.h., ich habe bemerkt, dass sie ihm schrieb. Er zeigte mir noch diese Nachrichten. Und dann kam der sehr merkwürdige Anruf im Auto.

Im März dieses Jahres, hatte ich meine 3. Unterleibs Operation. Vorkrebserkrankung.
Mein Partner war auf Dienstreise, kurz nachdem ich operiert wurde. 1 Woche nachdem er wieder zurück war, entdeckte ich zufällig auf seinem Iphone Fotos, von seinem Penis. Selbst gemachte Bilder. Ich konnte dieses nicht fassen und machte mich auf eine weitere Suche. Selbst konnte ich mir nicht erklären, dass mein Partner einfach Fotos von sich machte und diese nicht eventuell irgendwo einstellt. Ich fand tatsächlich einen von ihm geschriebenen Text, unter seinen Notizen. Dieser Inhalt riss mir den Boden unter den Füßen weg. Der Text war eine Kontaktanzeige, in der er sich Frauen anbot, zu der bestimmten Zeit, an dem Ort der besagten Dienstreise, sexuellen Austausch zu genießen.
Selbstverständlich hatte ich ihn damit konfrontiert. Zunächst hatte er nichts gesagt. Er entschuldigte sich, dass er unsere Beziehung aufs Spiel gesetzt hätte. Er konnte mir aber noch nicht sagen, weshalb er diesen Text in seinen Notizen hatte. Die Erklärung zu den Bildern war folgende: Die Bilder von seinem Penis, waren Fotos aus ebenfalls alten Zeiten. Diese sind bei der Synchronisation des letzten Updates des I phones übertragen worden. Nach 2 Wochen warten und warten, erklärte er mir, dass er mich mit diesem Text, die ich in seinen Notizen fand testen wollte, weil er das Gefühl hatte, ich wäre eifersüchtig.
Meine Erklärung hierfür ist nach wie vor, dass er irgendeinen Grund suchte, nicht zuzugeben, dass er tatsächlich Sexkontakte gesucht hatte. Und er schwört bis heute, dass es nicht anders ist.Nun kommt der aktuellste Fall. Am Sonntag waren wir in einem Kaffee. Ich bat ihn kurz um sein Handy, um damit ins Internet zu gehen. Ich wollte über google meinen Suchbegriff eingeben und fand eine Liste darunter, ebenfalls von ihm gesuchte Stichworte. Eines davon war „Hobbyhure“. Zunächst machte ich mir keinen Kopf, doch beim zweiten Mal hinschauen, ließ es mich nicht mehr los. Ich ging auf den Internet-Verlauf im Handy. Und leider sah ich eine Verlinkung zu dem Stichwort „Hobbyhure“. Es war eine Internetseite, auf der sich Frauen für wenig Geld anbieten. D.h. ebenfalls gesuchte Sexkontakte in der Nähe finden.
Hierzu habe ich meinen Partner zur Rede gestellt, der mir sagte, er hätte diese Seiten nie geöffnet. Er wäre es nicht gewesen. Ich sagte ihm, dass weder seine Kinder noch ich es gewesen sein konnten. Das ist völlig ausgeschlossen. Doch er blieb ebenfalls dabei.
Meine Frage an Sie: Ist mein Partner sexsüchtig? Jeden Tag sagt er mir, wie sehr er mich liebt, wie glücklich er mit mir ist. Wirklich. Jeden Tag! Und dann passieren diese Dinge? Ich musste den Weg zu Ihnen suchen, da ich das Gefühl habe, er wird mir niemals die Wahrheit sagen. Mit meiner Familie und Freunden kann ich nicht darüber sprechen.
Was soll ich tun?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine sehr schwierige Situation. Ich kann natuerlich auch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, was genau sich abspielt, aber ich kann Ihnen meine neutrale und professionelle Perspektive anbieten.


Wenn sich eine von diesen Situationen, die Sie beschreiben, in den letzten 3 Jahren ergeben haette, dann wuerde ich sagen, das war hoffentlich ein Fehltritt und Sie sollten nachdem Sie darueber gesprochen haben, versuchen, einen neuen gemeinsamen Weg zu finden. Da sich mittlerweile die Situationen haeufen und die Antworten nicht ganz treffend zu sein scheinen, wuerde ich sagen: Trauen Sie Ihrem Bauchgefuehl, dass etwas nicht stimmt, denn es stimmt wahrscheinlich wirklich etwas nicht.


Was genau nicht stimmt, ist schwer zu sagen. Es kann sein, dass Ihr Partner ein sehr starkes sexuelles Beduerfnis hat, und das Gefuehl hat, dass er das nicht in Ihrer Beziehung ausleben kann. Manchmal denken Maenner, dass ihre Phantasien fuer ihre Liebesbeziehung zu extrem oder respektlos sind, darum wollen sie diese nicht in ihrer Beziehung ausleben. Aber gleichzeitig wollen sie diese schon ausleben. Flirten - in Person oder im Internet - und Kontakt mit Prostituierten ist eine sehr egoistische Handlung. Es geht dabei nicht um Liebe und Beziehung sondern nur um das "Streicheln des eigenen Ego." ("Ich bin toll, stark, begehrenswert...."). Darum stimmt es wahrscheinlich absolut, dass Ihr Partner Sie liebt und mit Ihnen gluecklich ist. Er hat wahrscheinlich das Gefuehl, dass Sie das nicht verstehen wuerden, wenn er versucht das zu erklaeren und sagt darum wahrscheinlich nicht die ganze Wahrheit.


Das hilft Ihnen vielleicht ein bisschen, ihn zu verstehen, aber es loest natuerlich das Problem nicht wirklich. Bevor Sie mit Ihrem Partner ueber diese Dinge sprechen, sollten Sie sich ueberlegen, womit Sie in der Beziehung realistisch leben koennen und wollen. DAs ist fuer jeden Menschen anders. Manche Frauen koennen gut damit leben, dass Ihr Partner sich Pornographie anschaut, solange er die Bilder nicht speichert. Fuer andere ist das nicht akzeptabel. Fragen Sie sich, was Sie akzeptieren koennen und was nicht - seien Sie absolut ehrlich mit sich selbst.

Dann bringen Sie das mit Ihrem Partner zur Sprache. Seien Sie sehr klar, wenn Sie sagen, was Sie brauchen und was fuer Sie "deal breaker" sind. Setzen Sie einen Zeitraum, mit dem Sie leben koennen (z.B. 3 Monate oder 6 Monate), und bitten darum, dass Sie diesen Zeitraum dazu nutzen, aktiv an Ihrer Beziehung zu arbeiten (was brauchen Sie beide? Wuerde es helfen, eine Paartherapie zu machen? Gibt es Dinge, die Sie in Ihr Sexualleben einbauen moechten? Was muss sich aendern, damit Sie gluecklich sein koennen? ). Nach diesem Zeitraum entscheiden Sie dann, wie es weitergeht mit Ihrer Beziehung.


Sie koennen die Vergangenheit nicht veraendern - und es kann auch sein, dass Sie niemals die 100%ige Wahrheit herausfinden - aber Sie koennen die Zukunft beeinflussen.





Ich bitte Sie, erst eine Bewertung abzugeben, wenn Sie zufrieden mit der Antwort sind. Sollten Sie mit meiner Antwort noch nicht zufrieden sein, können Sie beliebig oft nachfragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Frau Noble,


 


vielen Dank für Ihre offenen Worte, die mir zum ersten Mal das Gefühl geben, dass es wieder etwas voran geht. Zumindest sind meine Gedanken wieder einigermaßen geordnet. Das ist sehr wichtig für mich. Mich quält es einfach, dass ich mir nun auch noch die Schuld für alles gebe. Aber im Endeffekt weiß ich ehrlich gesagt nicht, wofür. Ich habe gestern Abend mit meinem Partner gesprochen, der mir wieder und wieder sagte, dass er diese Seiten im Internet niemals geöffnet hätte. Er hätte keinen Grund. Ich möchte ehrlich gesagt nicht eine von den Frauen werden, die ihren Männern nachspionieren. Das wäre absolut nicht mein Anspruch an eine Beziehung. Ich danke XXXXX XXXXX und wünsche Ihnen einen schönen Abend.


 


Die besten Wünsche...
Milla Hajda

Sehr geehrte Fragestellerin,
es freut mich, dass Sie Ihre Gedanken etwas ordnen konnten. Soweit ich das ueberblicken kann, haben Sie wirklich keinen Grund sich "schuldig" zu fuehlen. Manchmal fuehlt man sich schuldig, weil man eigentlich ein sehr netter und akzeptierender Mensch ist, aber in dieser Situation eine ganz klare Grenze setzen moechten (also gegen die "innere Stimme" verstoesst, die sagt, dass man doch eigentlich flexibler sein sollte...). Oft ist es in dem Fall besser die "innere Stimme" herauszufordern und zu hinterfragen anstatt sich schuldig zu fuehlen....

Wie gesagt, wahrscheinlich ist es sinnvoller "nach vorne" zu schauen, in der Hoffnung, dass es keine weiteren seltsamen Situationen geben wird. Eine andere Idee waere es, ganz offen zu "spionieren" - etwa so: "Mir faellt es gerade sehr schwer, dir zu vertrauen. Das ist fuer uns beide nicht angenehm. Mir wuerde es sehr helfen, wenn ich einfach ab und zu dein Handy durchschaue..." Wenn er nichts zu verstecken hat, dann sollte das ja kein Problem sein.

Wenn Ihnen meine Antwort geholfen hat, dann wuerde ich mich ueber eine positive Bewertung freuen. Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble
InternetCoach und weitere Experten für Beziehung sind bereit, Ihnen zu helfen.