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Dipl.Soz.-Päd.Kreith
Dipl.Soz.-Päd.Kreith, Diplom (FH)
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 5
Erfahrung:  Krisenintervention, Erziehungspädagogin, Mobbingexpertin
50191880
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Dipl.Soz.-Päd.Kreith ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen.das

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen.das bei ihm sexuell etwas nicht stimmt wiess ich schon lange da wir keinen " normalen sex " haben, dh, er möchte nur mit der hand befriedigt werden, war nie schlimm für mich.Seit gestern weiss ich die Wahrheit, durch Zufall. wir habe beide das gleiche passwort , und anscheinend hatt er vergessen die mails zu löschen.Er trifft sich mit Männern zum sex, schon lange.Das erst ein riessenschock, ich weiss es und wills nicht wahrhaben. Er lässt sich auch mirgegenüber nix anmerken ist wie immer. soll ich ihn darauf ansprechen, wenn ja wie? oder es lassen es ist ja für ihn auch nicht einfach denk ich mir. ich will ihn nicht verlieren aber er soll zu mir ehrlich sein
lg
susanne
Sehr geehrte Ratsuchende,

Gerne möchte ich Ihnen weiterhelfen, hätte hier zuvor jedoch für einen besseren Einblick noch Rückfragen:

Wie alt sind sie und wie alt ist ihr Freund ? Ist das ihre erste oder einer ihrer ersten laengeren Beziehungen und haben sie beide etwa hier den gleichen Erfahrungswert?
Wie wurde Beziehung und Körperlichkeit bei Ihnen im Elternhaus er- und gelebt?
War das eher ein ausgeschlossenes Thema und ist der Vater in der Familie, derjenige, auf den man sehr Rücksicht nehmen müsste?
Hatten sie jüngere Geschwister oder mussten anderweitig sehr früh und viel in der Familie helfen, der Mutter helfen?

Danke XXXXX XXXXX Vertrauen in mich.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich bin 31 er47, wir hatten beide schong länger beziehungen er war verheiratet und hat zwei kinder. mein elternhaus war sehr offen. bin ein einzelkind, musste aber meiner mutter viel helfen die sie nervenkrank ist.
Liebe Ratsuchende,

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Sie sich nach Ihrer "Entdeckung" fuehlen. Man denkt, man kenne seinen Partner, den man liebt und stellt fest, dass dieser, wahrscheinlich schon vor, ziemlich sich jedoch währen seiner Ehe,
homosexuelle Bedürfnisse hat, die Sollstärke sind, dass er diese mit einer realen Person ausleben muss.
Diese Erkenntnis tut sehr weh, man fühlt sich nicht nur hintergangen und betrogen, sondern ohnmächtig, ob der Tatsache, dass hier kein Verzeihen, kein Verständnis und keine Veränderung der Partnerschaft helfen wird, wieder eine konventionelle Partnerschaft , wie Sie es sich ja mit Ihrem Freund wünschen würden herbeigeführt werden kann.

Diese Tatsache muss Ihnen leider klar sein und nun können wir schauen, warum ihr Freund und vor allem warum Sie mit einer Bindung zufrieden waren und sind, die keinem der Partner mit seinen massgeblichen Bedürfnissen und Wünschen zufrieden stellt.

Hier ist zunächst der große Altersunterschied, der bei Ihnen beidennauffaellt. Es kann, muss jedoch kein Zeichen dafür sein, dass Sie sich nur sicher in Bindungen fühlen, wo Ihnen die Richtungsweisung abgenommen wird und der Partner die dominante Rolle spielt. Das meine ich nur bedingt in sexueller Hinsicht.
Er nimmt Ihnen mit seiner Alterserfahrung vielleicht Entscheidungen und Verantwortung ab, so dass sie sich sicherer fühlen können, als in der Beziehung mit und zu der instabilen Mutter.
Aufgrund Ihrer Erfahrungen im Elternhaus scheinen Sie, was ihre individuelle Entfaltung Ihrer Persönlichkeit mit ihren eigenen Vorstellungen und wünschen zu kurz gekommen zu sein. Ein selbstbewusster Mensch kann bereits schon in jungen Jahren formulieren was er möchte und vor allen Dingen, was er keinesfalls möchte.
Die Toleranzgrenze bei Menschen mit wesentlich schwächerem Selbstwertgefühl ist wesentlich höher. Sie haben nie gelernt oder verlernt zu spüren und ihrem Gefühl Rechnung zu tragen. In Beziehungen, die Ihnen sehr wichtig sind, neigen sie dazu, nachzugeben, sich hinten anzustellen und sich zu Handlungen zu überwinden, obgleich Ihnen das nicht entspricht. Das betrifft maßgeblich elementare Dinge, wie gerade Sexualität. Oft haben diese Menschen auch das Gefühl, sie müssten aufgrund empfundener eigener Defizite, dem Partner " zu Diensten" sein.
Auch das Empfinden und die Entwicklung der eigenen Sexualität und der Befriedigung seiner Bedürfnisse zeigt sich hier oft defizitär.

Denn es ist schon auffällig, wenn sie berichten, dass die sexuelle Beziehung zu Ihrem Freund sich nur nach seinem Bedürfnis richtet, ihn rasch und ergebnisorientiert zu befriedigen. Ich gehe einmal davon aus, dass er Ihnen im Anschluss nicht dieselbe oder eine Ihnen entsprechende Befriedigung erteilt.

Die auschliesslich manuelle Befriedigung, die sich ihr Partner von Ihnen erlauben lässt und wünscht, zeigt, wie wenig weibliche Körperlichkeit er in derr sexuellen Beziehung mit einer Frau zulassen kann.
Ihr Partner hat es leider trotz seines Alters noch nicht geschafft, sich von konventionellen Strukturen in ihm zu lösen. Denn sicherlich sind ihm seinen Neigungen schon seit der Pubertät bekannt. Verdraengung kann auch ein Leben lang passieren, bei Ihrem Freund ist es wohl Verdrängung gekoppelt mit einem Doppelleben. Ein Zustand, an den er sich nach all den Jahren stark gewöhnt zu haben scheint und der ihm immer noch wichtiger ist, als sich komplett zu outen.
Es kostet auch immens viel Kraft und Mut, Homosexualität der Familie, den Kindern, Freunden und im Arbeitsleben preiszugeben. Es bedeutete ein neues Leben zu beginnen und der Gedanke XXXXX XXXXX in vielen Betroffenen starke Ängste und Depression aus, sodass der bekannte Weg immer noch das kleinere Uebel zu sein scheint.

Aufgezeigen wollen habe ich Ihnen, warum sie beide moeglicherweise in einer Beziehung leben und an dieser festhalten möchten, obgleich weder ihr Freund noch sie tatsächlich mit Ihren Bedürfnissen wahrgenommen und mit diesen befriedigt werden.
Auch wenn diese Bindung für sie beide von hohem emotionalen Wert ist, kann ich Ihnen persönlich nur die Empfehlung geben, sich aus dieser zu lösen, da sie keine Zukunft haben wird, die Ihnen beiden Rechnung tragen kann.

Insofern ist es wichtig, Ihren Freund mit Ihrerm Wissen über ihn zu konfrontieren. Wenn sie beharrlich bleiben und sich nicht beschwichtigen lassen, wird Ihrem Partner auch eine Last abfallen und sie können beide, wenn auch sicherlich traurig, jedoch auf jeden Fall authentisch und ehrlich miteinander, die Beziehungsebene verlassen und evtl. Eine Freunschaftsebene erhalten.

Ihnen beiden würde ich für diese wichtigen Schritte eine Therapie empfehlen, die jeden einzelnen vonnIhnen auf seinem Weg begleitet, sich selbst wahr zu nehmen, zu akzeptieren und zu lieben, undnsiemduerfen zu erlernen, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche nicht zu unterdrücken, sondern "einzufordern". Das ist sicherlich ein längerer Prozess und ich wünsche Ihnen dabei viel Mut und Optimismus.

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