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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 11885
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Guten Tag, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Berlin
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Wir würden gerne in Erfahrung bringen wie es mit dem Aufenthaltsbestimmingsrecht aussieht, wenn ein geteiltes Sorgerecht vorliegt und mein Mann und ich ins Ausland ziehen wollen.

Sehr geehrter Fragestller,

welches Anliegen haben Sie genau ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Hallo,
ich und mein Mann wollen in 1-2 Jahren ins Ausland ziehen. Innerhalb Europas. Mein Expartner und Vater unseres gemeinsamen Kindes ist damit nicht einverstanden, dass wir unsere Tochter, bald 9 mit uns nehmen wollen. Wir würden sie gerne bei uns wohnen haben, und das sie in den Ferien zu ihrem Vater kann. Nun stellt sich uns die Frage wie es bezüglich des Aufenthaltsbestimmingrechtes aussieht, wenn geteiltes Sorgerechg besteht. Und der Wechsel bei ihr genau nach der 4ten Klasse stattfinden würde, wo es auch zu einem Schulwechsel kommen würde.

Sehr geehrter Fragesteller,

was gibt es denn für einen konkreten Grund für diesen Umzug ? Erfolgt der Umzug ins deutsprachige Ausland ? Wie weit wäre denn die Distanz zum Kindesvater ?

Mit freundlichen grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Ja wir planen schon seit längerem ins Auland zu ziehen. Beruflich und weil wir uns persönlich in Berlin nicht mehr wohl fühlen. Die Distanz wäre von Berlin nach Malta.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Also nein nicht deutschsprachiges Ausland
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Aber sie würde auf eine internationale Schule gehen und sie spricht jetzt schon sehr gut englisch.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Dies könnte ggf. schwieirg werden das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen, was Sie benötigen, um gegen den Willen des Kindesvaters das Kind mitzunehmen.

Zum einen wird es ggf. als problematisch angesehen, dass das Kind ins nicht deutsprachige Ausland zieht, was ggf. zu schulischen Problemen führen kann. Des weiteren wird das Kind aus seinem, persönlichen Umfeld "herausgerissen". Ein weiteres entscheidendes Argument könnte auch die "Entziehung" des Kindesvaters sein. Durch diese weite Distanz wird natürlich der Kontakt zum Kindesvater sehr stark eingeschränkt. Je intensiver die Bindung des Kindes an den Vater, desto problematische wird es.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas offen oder unklar geblieben ist. Anderenfalls geben Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Was ist wenn man die schulische Thematik nachweislich abwenden kann, sowie dass sie hier nicht aus ihrem Umfeld herausgerissen wird. Sie hat eher hier probleme in der Schule Anschluss zu finden und auch keine Bindung zu dem Ort. Wir wollen auch gewährleisten dass sie ihren Vater in allen Schulferien zu sehen bekommt, was sehr viele Tage/Wochen im Jahr sind.

Sehr geehrter Fragesteller,

je weniger einschneidend der Weggang des Kindes ist, deto höher sind die Chancen, das ABR zu bekommen. Verbliebe noch die Bindung zum Vater und die "Vereitelung" des regelmäßigen Umgangs (alle 14 Tage übers Wochenende).

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Okay wenn man dann also diesen Prozess in Gang setzt, wird dann automatisch entschieden wer das ABR bekommt oder kann es auch so gehen, dass wir dann ‚gezwungen‘ wären in Berlin zu bleiben? Was ich damit meine ist, was passiert im besten bzw. schlechstesten Falle wenn so ein Antrag vor dem Familiengericht landet? Und wie lange kann so ein Prozess dauern? Was für Kosten kommen hier auf einen in etwa zu?

Sehr geehrter Fragesteller,

man kann Sie nicht zwingen, in Berlin zu bleiben. Sie dürften dann nur nicht das Kind mitnehmen, sofern die Entscheidung gegen Sie ausfallen würde.

Erfahrungsgemäß dauert ein solches Verfahren zwischen 3 und 6 Monaten. Die Kosten betragen ca. 1.000 EUR , wenn Sie ienen Rechtsanwalt beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Danke für diese Informationen. Dann wäre aber hier noch die Frage, wenn die Entscheidung gegen uns ausfallen würde und ich mich entschließen würde zu bleiben, wird dann aber nicht das ABR automatisch dem Vater übertragen, egal wo mein/unser Aufenthaltsort wäre?
LG

Sehr geehrter Fragesteller,

jein, das kommt halt darauf an, ob Sie während des Verfahrens Ihre Weggangpläne aufgeben. Dann bleibe es bei dem ABR bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,
haben Sie meine Antwort erhalten? Geben Sie doch freundlicherweise zumindest eine kurze Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke, ***** ***** für mich alles sehr einseitig, was ich mir irgendwie nicht so simpel vorstellen kann. Aber ist wahrscheinlich auf schriftlichem Wege etwas schwierig zu klären und erfragen.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich verstehe dies nicht ganz. Es wird immer vom Kindeswohl aus geurteilt. Die Aspekte, die für und gegen sprechen hatte ich Ihnen auch aufgezeigt. Was gibt es also noch für Nachfragen?
Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Dabei werden nicht die direkten Umstände mit einbezogen? Beispielsweise das der Kindsvater bis heute keine wirkliche Verantwortung übernommen hat? Oder das er keine erwachsenen Entscheidungen zum Wohle des Kindes trifft. Das Kindeswohl wird wahrscheinlich nicht nur daran bemessen, wo es sich das Kind am Ende aufhält oder? Das meine ich damit.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sie zur "Beleuchtung des Kindeswohles" erforderlich sind, dann schon. Sie haben es schon richtig erkannt, dass natürlich "aus der Ferne" eine Beurteiulung schwierig ist. Wenn der Vater "ungeeignet" ist, dann muss dies natürlich auch berücksichtigt werden, aber nochmals: oberste Priorität hat immer das Kindeswohl. Und hier zählen eben Erziehung, soziale Kontakte, Umgangskontakte mit dem anderen Elternteil, schulische Erziehung usw.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Das ist dann wahrlich zu komplex schriftlich zu erfragen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das Kindeswohl nur am Aufenthaltsort festgemacht wird. Das würde ja bedeuten, dass Kinder in Deutschland eine kulturelle und sprachliche Weiterbildung bzw. eine Erweiterung des geistigen Horizonts z.B durch den Besuch einer Schule im Ausland grundsätzlich verwehrt wird, da davon ausgegangen wird, das das die einzige Variable ist? Das fände ich ja schon sehr einseitig und seltsam.

Sehr geehrter Fragesteller,

Gründe für und gegen das Kindeswohl hatte ich ja bereits dargestellt. Natürlich ist es für Kinder sicher eine Bereicherung, auch ausländische "Verhältnisse" kennenzulernen. Wenn dies aber, z:b. wegen der Sprachbariere zu einer schlechteren Bildung des Kindes (im Vergleich zu einem deutschen Schulbesuch) führen würde, ist ggf. das Kindeswohl in Gefahr.

Aber nochmals: dies ist nur ein Asdpekt! Es findet immer eine "Komplettbetrachtung" statt, d.h. es sind viele Aspekte für die Beurteilung heranzuziehen (Grund des Weggangs, Sprachkenntnisse, Entwicklungsstand des Kindes, Verhältnis zum anderen Elternteil, räumliche Kontinuität usw.)

Mit freundlichen grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Was ist räumliche Kontinuität? Danke ***** ***** ja schon etwas differenzierter.

Sehr geehrter Fragesteller,

das Beibehalten des räumlichen Umfeldes (soziale Kontakte, gewohntes Umfeld, Großeltern, Freunde, Vereine usw.).

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Okay vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

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