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Bernhard Steger
Bernhard Steger, Arzt
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 912
Erfahrung:  Professor at Medical University of Innsbruck
101994133
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Bernhard Steger ist jetzt online.

Hallo, Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter,

Kundenfrage

Hallo,
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Hallo, mein Mann hatte am Samstag einen Augeninfarkt und wurde zuerst notfallmedizinisch versorgt und befindet sich jetzt in einer Universitätsaugenklinik. Er bekam am Samstag Prednisolon in Tablettenform und mehrere andere Tabletten (Name unbekannt). Seit gestern hat er zwei Infusionslösungen mit Kortison bekommen. uns erscheint das aufgrund der Schwere der Erkrankung zu wenig. Können Sie mir weitere wirksame Behandlungsmethoden nennen und vielleicht auch den Namen einer Augenklinik, die sich speziell mit dieser Diagnose beschäftigt?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Augenarzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Mein Mann wurde von 3 Wochen mit Biontech geimpft, hat koronare Herzerkrankung und seit 2017 3 Bypässe.
Gepostet: vor 21 Tagen.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  Bernhard Steger hat geantwortet vor 21 Tagen.

Guten Tag, ein Infarkt der Netzhaut oder des Sehnerven ist eine schwere akute Augenerkrankung. Offensichtlich besteht bei Ihrem Mann aufgrund der koronaren Herzerkrankung ein Risiko für Gefäßverschlüsse. Leider muss ich Ihnen sagen, dass die Kollegenschaft im Klinikum das einzig aktuell Mögliche und Richtige unternimmt . Die einzige Interventionsmöglichkeit zur tatsächlichen Verbesserung und Wiederherstellung des Infarkts kann ausschließlich in einem 4 Stunden Intervall ab Beginn der Symptome geschehen. Und zwar kann hier das Auflösen (Lysetherapie) des Gerinnselsversucht werden. Wenn dieses Zeitintervall verstrichen ist, gibt es leider keine wirksame Therapie. Sogar der Einsatz von Cortison ist unter Experten umstritten. Wir entscheiden uns dennoch meist für den Einsatz, um zumindest etwas zu versuchen.

Jedoch bedeutet der Status quo nicht, dass es so bleiben muss. Eine gute Proportion betroffener Nervenfasern kann nur inkomplett geschädigt sein und sich im Verlauf der kommenden zwei Monate wieder zumindest zum Teil regenerieren, was auch eine Verbesserung der Sehschärfe zur Folge hat. Jedoch ist das Ausmaß der Regeneration leider meist nur sehr umschrieben.

Aber es besteht noch Hoffnung auf Besserung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte und würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort per Mausklick akzeptieren und mit eine positive Bewertung geben. Gerne stehe ich noch weiter kostenlos für Rückfragen zur Verfügung.
Prof. B. Steger, Facharzt für Augenheilkunde

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Dennoch habe ich das Gefühl, man hat nicht genug im Anfangsstadium des Ereignisses (Infarkt) getan. War die Gabe von Prednisolon richtig? Mein Mann wurde ca. 2 Stunden danach behandelt. Ich hatte ziemlich schnell reagiert und den Notdienst gerufen. Ehe die Untersuchung und die Gabe des Medikamentes - Tabletten kommen ja nicht so schnell an ihren Wirkungsort - vorbei waren, waren die 4 Stunden bestimmt schon überschritten. Ich bin sehr beunruhigt. Gibt es auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, wenn sich sein jetziger Zustand nicht bessert, wirklich keine hoffnungsvolleren Therapiemöglichkeiten? Er sieht auf dem einen Auge nur 20%, auf dem anderen 100%, aber das gute Auge hat den Infarkt.
Experte:  Bernhard Steger hat geantwortet vor 19 Tagen.

Guten Tag, die Gabe von Prednisolon war richtig. Wenn Sie wirklich so rasch ins Krankenhaus gekommen sind, wäre es vielleicht theoretisch möglich gewesen, eine so genannte Lysetherapie einzuleiten. Da diese jedoch erst erfolgen kann, wenn Ausschlusskriterien ausgeschlossen wurden (dauerst ca 1-2 Stunden) und zudem eine enge Kooperation zwischen Ärzten der Innere Medizin und der Augenheilkunde notwendig ist, ist es praktisch nur in sehr seltenen Fällen wirklich möglich, diese Therapie durchzuführen. In unserem Alltag an der Universität Innsbruck schaffen wir es bei einem von 10-20 Fällen. Üblicherweise dann, wenn der Patient zufällig schon innerhalb von 15-30 Minuten nach dem Ereignis bei uns ist.

Sie können sich erkundigen, ob diese Therapie nicht eine Option in diesem Fall gewesen wäre oder warum es nicht gemacht wurde. Abgesehen davon gibt es leider keine etablierte Therapie diese Erkrankung.

mfg Dr. B Steger

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Danke, ***** ***** mich jetzt aber traurig, dass mein Mann das Pech hatte, am Pfingstsamstag eigeliefert zu werden, wo wenig kompetente Menschen zugegen waren. Ich kann es nicht glauben.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen und freundliche Grüße.
Experte:  Bernhard Steger hat geantwortet vor 17 Tagen.

Ja, ein schicksalhafter Verlauf, wie leider in den allermeisten Fällen.

Ich hoffe dennoch, dass ich Ihnen helfen konnte und würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort per Mausklick akzeptieren und mit eine positive Bewertung geben. Gerne stehe ich noch weiter kostenlos für Rückfragen zur Verfügung.
Prof. B. Steger, Facharzt für Augenheilkunde