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Bernhard Steger
Bernhard Steger,
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 717
Erfahrung:  Professor at Medical University of Innsbruck
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Bernhard Steger ist jetzt online.

Hallo Frau Dr. Gehring, Hallo Frau Dr. Gehring, Ich bin 61

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Frau Dr. Gehring,
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Hallo Frau Dr. Gehring, Ich bin 61 Jahre alt, männlich, Med.: DorzoComp-Vision. Ich habe vor kurzer Zeit die Diagnose erhalten, dass ich einen Embolus in einem Artereienast habe, der zu einer teilweisen Erblindung geführt hat. Ich würde gerne eine Aufnahme machen lassen, die diese Diagnose per Bildgebung bestätigt. Selbstverständlich gegen Honorar. Wo kann ich solch eine Aufnahme des betroffenen Auges bekommen und wie eindeutig sind solche Aufnahmen? Vielen Dank ***** *****
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Nein, ich möchte nur eine Bildgebung zur Bestätigung der Diagnose
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Kann man in einer Schichtaufnahme einen kleinen Embolus erkennen, der den Arterienastverschluss verursacht haben soll? Wieviel kostet eine eine Bildgebung des betroffenen Auges? Macht es jeder Augenarzt? Danke

Guten Tag,

Gern reichte ich Ihre Frage an unsere Augenärzte weiter.

Guten Tag,

Wenn Sie eine Aufnahme von dem Embolus haben möchte, dann dieser Gefäßverschluss durch eine Angiographie mit Fluoreszein sichtbar gemacht werden. Dies ist eine Blutgefäßdarstellung, für die man ein Kontrastmittel intravenös verabreicht bekommt. In manchen Fällen ist der Embolus sogar so gut zu sehen, dass ein Foto der Netzhaut ihn zeigen wird. Beide Untersuchungsmethoden sind im universitären Zentren durchwegs verfügbar. Sie bräuchte also nur eine Privatsprechstunde dort aufsuchen, sich untersuchen lassen und um einem Fundusfoto oder eine Blutgefäßdarstellung bitten.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrter Dr. Steger, zunächst vielen Dank für Ihre Antwort. Würden Sie mir bitte noch paar für mich sehr wichtige Fragen beantworten? Ich danke ***** ***** 1. Kann es passieren, daß man ausgerechnet bei einer 30 Minuten OP einer Netzhautablösung ( im Anfangsstadium!) einen Augeninfarkt bekommt, dieser während der OP nicht erkannt wird und man entsprechend keinerlei Gegenmaßnahmen einleitet? Gehört es nicht zur Routine, solche möglichen Komplikationen während der OP zu beobachten um einen Arterienastverschluss unverzüglich zu behandeln? Müßte man nicht einen Arterienastverschluss während der OP erkennen? Ist es möglich, daß man während dem Lasern des Loches in der Netzhaut unabsichtlich einen Arterienast verschließt und dadurch die Durchblutung kappt? Würde man das in der Angiographie mit Fluoreszein sichtbar machen können? Vielen Dank

Guten Abend, eine Netzhautablösung ist eine ernste Augenerkrankung. Im Rahmen der Operation kommt es zu großen Druckschwankungen im Auge. Solche Druckspitzen können zu einem Arterienverschluss führen. Oft wird bei der Operation einer Netzhautablösung auch Gas ins Auge eingefüllt. Dieses Gas kann nach der Operation zu einer vorübergehenden Druckspitze im Auge führen, während dieser es zu einem Arterienverschluss kommen kann. Es gibt also mehrere Szenarien, wie sich ein Arterienverschluss während oder nach einer solchen Augenoperation bilden kann. Durch das Lasern des Netzhautrisses wird kein Astarteienverschluss ausgelöst. Eine Angiographie oder ein Fundusfoto kann nur den Status quo dokumentieren, wird aber keinen Rückschluss über den Zeitpunkt und die genaue Ursache des Verschlusses möglich machen.

Es wird routinemäßig zum Ende der Operation geprüft, ob die Zentralarterie eine Pulsation aufweist. Dadurch erkennt man einen Zentralarterienverschluss, jedoch wird ein Astarterienverschluss so während der Operation nicht erkannt. Die Verfärbung des betroffenen Netzhautareals würde erst nach einigen Stunden sichtbar werden. Der Thrombus selbst ist während Operation auch nicht wirklich sichtbar bzw gibt es auch ohne einen Astarterienverschluss oft sichtbare Gefäßplaques, die einen Thrombus gleich sehen, aber nicht mit einem Astarterienverschluss gleichzusetzen sind. Ich hoffe, das hilft Ihnen.

mfg Dr. B Steger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Herr Dr. Steger, wenn man einen Astarterienverschluss nicht erkennen kann, weshalb wird dann nicht als Prophylaxe ein Medikament per Spritze oder Tablette verabreicht, die dieses Risiko minimiert und die Arterien erweitert. Man hätte doch ca. 90 Minuten dafür Zeit gehabt. Was nützt es, wenn die Hauptarterie pulsiert, aber ein Ast nicht durchblutet wird und die Sehstärke vorher bei 1,0 liegt und nach der 30 minütigen OP bei 0.1. Ist eine Verletzung beim Lasern techn. nicht möglich?

Guten Abend,

Beim Lasern werden oft Gefäße getroffen. Dies erzeugt keinen AStarterienverschluss. Vor allem ist bei Ihnen der Verschluss durch einen in Blut transportieren Embolus und nicht durch direkte Einwirkung entstanden.

Wir würden gerne wirksame Methoden einsetzen, um diese sehr seltene aber reale Komplikation einer solchen OP zu verhindern. Leider gibt es dies nicht. Vor allem bei einem embolischen Verschluss ist dies nicht wirklich verhinderbar.

Die Nezthautablösung hätte Sie definitiv an diesem Auge erblinden lassen. Die nötige OP hat aber eben leider auch ihre Risiken wie eine Blutung, eine Infektion und dergleichen, die ebenfalls zur Verlust des Auges führen können.

Vielleicht hilft Ihnen das, die erlebte Komplikation in einem positiveren Licht sehen zu können.

mfg B Steger

Bernhard Steger,
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 717
Erfahrung: Professor at Medical University of Innsbruck
Bernhard Steger und weitere Experten für Augenheilkunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrter Dr. Steger, vielen Dank für Ihre qualifizierten Antworten. Sie haben mir sehr geholfen. Ich betrachte jetzt diese Komplikation zu 99% als unvermeidbares, schicksalhaftes OP-Risiko. Eine Doppler-Ultraschall Untersuchung ergab zwar einen hervorragenden Zustand meiner Halsschlagadern, ebonso habe ich keinen Bluthochdruck, Diabetis oder andere Risikofaktoren, die eine solche Komplikation verursachen könnten. Ich bin immer sehr sportlich aktiv gewesen und bin es bis heute. Abschließend bitte ich Sie um paar Empfehlungen bezüglich der med. Prophylaxe. 1. In welchem zeitlichen Abstand sollte ein Augenarzt die Augen auf Löcher in der Netzhaut untersuchen bzw. allgemeine Kontrolluntersuchungen durchführen? 2. Gibt es eine medikamentöse Prophylaxe zu Vermeidung eines Augeninfarkts oder haben Sie eine allgemeine Empfehlung? Vielen Dank ***** ***** mfg Simon

Guten Abend, grundsärtzlich sind jährliche Netzhautkontrollen in Ordnung. Jedoch sollte man bei Ihnen wegen des Astarterienverschlusses mindestens halbjährlich nachschaun. Es können durch das mangelversorgte Areal Spätprobleme wie Glaukom auftreten.

Nachdem Sie sonst kein Risikofaktoren von seiten der Blutgefäße im Körper haben (Arterienverkalkung, Bluthochdruck, Diabetes), muss bzw soll kein Medikament zur Prophylaxe genommen werden. Es ist nicht davon auszugehen - wenngleich nie unmöglich - dass sich dieses Geschehen wiederholt.

mfg B Steger