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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 28602
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, einem Buchführungsbüro X

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
einem Buchführungsbüro X wurde die Zusammenarbeit telefonisch gekündigt. Eine First zum Beenden der laufenden Arbeiten wurde nicht gesetzt. Jetzt erhebt der Kunde / Mandant Schadenersatzansprüche wegen fehlerhaften Buchhaltung. Diese wurde von dem neuen Steuerbüro Y festgestellt und dokumentiert.
Muss der Kunde dem Buchhaltungsbüro nicht erstmal eine Frist zur Nachbesserung geben? Wenn er das nicht möchte und die Nacharbeiten von Extern (Y) gemacht werden, kann der Kunde das Geld dafür von dem Buchhaltungsbüro X verlangen?
Kann überhaupt von fehlerhaften Buchhaltung gesprochen werden? Das Buchhaltungsbüro hätte als Beispiel die fehlenden Arbeiten und Korrekturen noch zu Jahresabschlussarbeiten eh gemacht. Da Monatsabschlüsse nicht getätigt worden sind und der Kunde umsatzsteuerlich nicht relevant ist, dürfen die erforderlichen Korrekturen auch später erfolgen, oder?
Wie sieht es rechtlich aus?
VG

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wenn das Buchhaltungsbüro keine evidenten Pflichtverletzungen begangen hat wie zum Beispiel das verstreichen lassen von Fristen gegenüber dem Finanzamt, nicht Reaktion auf mehrmalige nachweisliche Aufforderung des Kunden etc. dann kann gegenüber dem Buchhaltungsbüro kein Schadensersatz eingefordert werden.

Denn ein Schadensersatzanspruch erfordert immer eine Pflichtverletzung und einen finanziellen Schaden. Beide müssen kausal miteinander verbunden sein.

Ohne Pflichtverletzung gibt es jedoch auch ein Schadensersatzanspruch.

Hierauf kann das Buchhaltungsbüro verweisen.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Sehr geehrter Herr Traub, danke für Ihre Antwort. Das Büro X hat an den Steuerberater Y die Buchhaltung 2020 nicht "erstellungsfähig" abgegeben. Abgesprochen wurde, dass X und Y zusammen die Buchhaltung optimieren. Bis zur Kündigung kam von Y an X keine Rückmeldung, so hat X auch nichts weiter an der Buchhaltung weiter gemacht. Jetzt hat Y die Fehler in der Buchhaltung aufgedeckt und dem Kunden mitgeteilt. Dieser verlangt für die Korrektur dieser Fehler eine Entschädigung. Weitere Entschädigung für 2021 soll noch folgen. Y berechnet seine Arbeit zu kosmischen Preisen, die X erstatten soll. Bisher ist kein Schaden (z. Beispiel Betriebsprüfung oder fehlerhafte Steuererklärungen) entstanden. Der Schaden entsteht nur duch Korrekturen durch Y. Sieht es in diesem Falle genauso für das Buchhaltungsbüro aus? Eine Vermögenshaftpflicht ist vorhanden, der Schaden soll aber nicht gemeldet werden, da X den Fehler nicht einsieht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Zunächst einmal ist dringend anzuraten, den Fall bei der Haftpflichtversicherung zu melden. Dies gilt unabhängig von der Frage der Klärung des lästigen Verschuldens und ob ein Anspruch besteht. Gemäß Versicherungsvertrag sind jedoch verpflichtet, eine solche Streitigkeit der Versicherung zu melden.

Unter Erweiterung Ihrer Sachverhaltsschilderung ist anzumerken, dass wenn die Buchhaltung erhebliche Fehlerrate ist durchaus Rechtsprechung gibt, die ist dem Mandanten nicht mehr zumuten lässt, bei der bisherigen Betreuung seine Buchhaltungsunterlagen weiterzumachen. Denn letztlich haftet der Mandant für Fehler in der Buchhaltung und in der Steuer.

Wenn die Buchhaltung durch das bisherige Buchhaltungsbüro weitergemacht und mögliche Fehler gegebenenfalls korrigiert werden sollen, kann der Mandant nicht sicher sein, dass diese Fehler nunmehr richtig beseitigt werden. Daher greift das Prinzip der Unzumutbarkeit und die Berechtigung, den Mandatsvertrag fristlos zu kündigen und einen neuen Buchhalter/Steuerberater aufzusuchen.

Inwiefern sodann bezüglich der Höhe ein Ersatzanspruch besteht, ist nicht eindeutig. Dies ist zu klären. Gegebenenfalls können Sie hier der Gegenseite einen gütlichen Betrag anbieten, um die Sache zu erledigen. Selbst verständlich müssen sie nicht astronomische Preise bezahlen.

Als Orientierung gilt zumindest die gesetzliche Vergütung.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Sofern meine Ausführungen zu Ihrer Orientierung waren, bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).
Hierdurch entstehen Ihnen keine Zusatzkosten. Insbesondere hat dies keinen Einfluss auf die bereits an das Portal geleistete Zahlung.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Sehr geehrter Herr Traub,
das Büro hat mit dem Mandanten weder ein Dienstvertrag, ( Dienstvertrags für unterschiedliche Tätigkeiten, die aber keineswegs auf einen bestimmten Erfolg gerichtet sind), noch einen Werkvertrag. (Werkvertrag auf eine in sich abgeschlossene Leistung zum Beispiel)
Die Arbeit wurde einfach angenommen und die laufende Buchhaltung wurde erledigt.
Die Vermögenshaftpflicht wird nicht zahlen, da sie keine Korrekturen der Buchhaltung oder Erbringen von Primärleistung abdeckt.
Wie würde denn das Büro vor Gericht da stehen? Wie gesagt, es gibt kein Vertrag, eine Primärleistung als solches ist nicht mal vereinbart gewesen.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen mit dem weiter konkretisierten Sachverhalt beantworten.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Warum wird die Fragen im Rahmen des Flat-Angebots nicht beantwortet ? Ich bezahle doch hierfür…

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Weil Sie auch im Bereich einer Mitgliedschaft natürlich nicht "kostenfrei" komplexe und aufwendige Fragen stellen können bzw. genauer diese nicht von der monatlichen Gebühr von der Bearbeitung umfasst sind.

Es gilt hier immer zu beachten, dass bereits ein Erstgespräch bei einem Rechtsanwalt mehrere hundert Euro kostet.

Dies erst Recht, wenn die Rechtsthemen komplex werden.

In Ihrem Fall bewegen wir und vom Umfang immer tiefer in das Steuer- und Bilanzrecht (gepart mit Steuerberater-/Buchhalterhaftung).

Daher mein Zusatzangebot.

Alternativ geben Sie bitte eine positive Bewertung ab.

Gerne will ich dann auch noch die sich anschließende Frage erörtern.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

Wenn kein Vertrag geschlossen wurde, richten sich die Anforderungen und Maßstäbe nach dem Gesetz.

Da es sich um steuerliche Hilfssachen handelt, findet hier teilweise der Steuerberatungsgesetz Anwendung, vgl. § 3 StBerG.

Es gelten die steuerlichen Obhuts- und Fürsorgepflichten.

Wenn jedoch noch kein finanzieller Schaden eingetreten ist und auch keine steuerlichen Fristen verpasst wurden, bestünde in der Tat theoretisch die Möglichkeit, dass sie entsprechende Fehler vor Einreichung korrigieren bzw. auf ihre Kosten beseitigt hätten.

Dies ist auch das Hauptargument, mit welcher sie einen geltend gemachten Schadensersatz ablehnen können und sich darauf berufen können, dass ohnehin noch eine Überarbeitung der Buchhaltung stattgefunden hätte.

Wenn keine konkreten vertraglichen Regelungen getroffen sind, ist dieses ein stark tragendes Argument.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RADr.Traub und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort und Hilfe.

Gerne.