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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 20013
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RATraub ist jetzt online.

Im letzten Jahr wurde von ausgeführt. Jetzt soll sie wieder

Diese Antwort wurde bewertet:

Im letzten Jahr wurde im Betrieb Homeoffice von allen ausgeführt. Jetzt soll sie wieder eingeführt werden. Der AG weigert sich aber, weil es angeblich in diesem Jahr nicht mehr möglich ist. An den Umständen hat sich allerdings nichts geändert. Laptop steht weiter zu Verfügung und Rechner kann zu Hause aufgestellt werden. Alle Mitarbeiter wollen HO machen. Was ist zu tun?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Die Entscheidungsbefugnis darüber, ob die Arbeitstätigkeit im Home-Office oder in den Geschäftsräumlichkeiten zu bringen ist, obliegt allein dem Arbeitgeber. Dies unterfällt dem Weisungsrecht nach § 106 GewO.

Solange somit der Gesetzgeber in der gegenwärtigen Situation nicht explizit Home-Office anordnet (was im letzten Jahr erfolgt ist), kann der Arbeitgeber Präsenzpflicht einfordern. Dies gilt auch dann, wenn die Strukturen geschaffen sind, um Home-Office zu leisten.

Hier hilft nur ein verhandeln mit dem Arbeitgeber, so lange noch nicht die Gesetzgebung hier wieder eine verpflichtende Anordnung trifft.

Nur wenn die Hygieneanforderungen nicht eingehalten werden können, können Sie dies melden und bis zur ordnungsgemäßen Herstellung im Home-Office bleiben.

Ich bedaure Ihnen keine positivere Einschätzung übermitteln zu können.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Aber der Bundestag und der Bundesrat hat doch letzte Woche genau das beschlossen. Verpflichtung für HO und der AN muss es auch annehmen. Darum geht es ja. Letzte Woche verpflichtend beschlossen, der AG will es aber nicht umsetzen wenn es Mitte der Woche rechtskräftig wird. Viele Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
eine Home-Office-Pflicht ist zwar geplant.

Aber diese ist noch nicht umgesetzt.

Hierzu verweise ich exemplarisch auf nachfolgenden Artikel.

https://www.rnd.de/wirtschaft/homeoffice-pflicht-faq-ab-wann-gilt-sie-fuer-wen-gilt-sie-gibt-es-ausnahmen-LJUJ6TW3UNEELOG5T6GCDDDMOE.html

So lange noch keine rechtsverbindliche Regelung erging, kann der AG die Präsenzpflicht einfordern.

Erst wenn eine verpflichtende Rechtsgrundlage besteht, können Sie sich als AN hierauf berufen und den Anspruch auf Home-Office ggf. sogar gerichtlich durchsetzen.

Ab diesem Zeitpunkt wandelt sich Ihre Rechtsposition in eine sehr starke.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Das heißt sobald es rechtskräftig wird, kann ich es beanspruchen. Mein AG ist im übrigen ein MdB, der vom Präsidium folgende Ansage bekommen hat. Ferner sieht das Infektionsschutzgesetz nunmehr auch vor, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anbieten müssen, ihre Bürotätigkeit in ihrer Wohnung auszuführen, wenn dem keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen (sog. Homeoffice). Erstmals haben auch die Beschäftigten dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.Die Gründe stehen nicht entgegen, weil es ja auch letztes Jahr funktioniert hat. Viele Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja.

Sollte das Gesetz so umgesetzt werden, besteht der Anspruch (und ist auch gerichtlich durchsetzbar).

Konnte ich Ihre Fragen beantworten?

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

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