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SvenJrg-Arbeitsrecht
SvenJrg-Arbeitsrecht, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1
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Guten Morgen, es geht um die anbei hängende Datei. Leider

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,es geht um die anbei hängende Datei. Leider ist es mir finanziell aktuell nicht möglich einen anderweitigen Weg der Prüfung vornehmen zu lassen. Es handelt sich um einen einfachen Fall mit wenig Papieren. Bitte überprüfen Sie, ob Ihrer Meinung nach hier ein AGG Verstoß vorliegt und eine Klage wegen Diskriminierung Sinn macht. Danke

Sehr geehrter Herr Moghaddam, v

ielen Dank für Ihre Nachricht. Ihre Frage beantworte ich gerne. Sie erhalten in Kürze meine inhaltilche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sven H. Jürgens

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Versicherungsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Mediator

Sehr geehrter Ratsuchender, sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben ein Dokument „Klage-Dresden“ übersandt sie baten um Prüfung, ob hier ein Verstoß gegen das AGG vorliegt und ob eine Klage wegen Diskriminierung Sinn macht.
Nach Durchsicht des Dokuments kann ich Ihnen hierzu folgendes mitteilen: Sie haben sich auf eine Stellenanzeige eines Arztes auf dem Internetportal eBay beworben. Ausgeschrieben ist dort eine Stelle als:„ Arzthelferin

Dabei ist die Formulierung nicht geschlechtsneutral gehalten, sondern auf weibliche Bewerber beschränkt. Neutral wäre die Formulierung, wenn hier Arzthelfer/-In/divers/* o. ä. formuliert wäre. Gesucht wird aber offensichtlich ganz gezielt eine weibliche Arzthelferin, was eine Diskriminierung Ihrer Person als männlich darstellen könnte. Die weiter in der Beschreibung der Stelle aufgenommene Bezeichnung „auf MFH“ ist dagegen nicht klar nach männlich/weiblich zu unterscheiden, gemeint sein kann „medizinische Fachangestellte“ ebenso wir „Medizinischer Fachangestellter“.

Der Arzt begründet seine Ablehnung mit einer Überqualifikation, weil sie ein Medizinstudium absolviert haben. Das hat der Arzt in der weiteren Korrespondenz noch einmal betont. Als Grund für die Absage ist eine zu hohe Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle angegeben. Ein Tatbestandsmerkmal des AGG ist durch das Ablehnungsschreiben somit nicht erfüllt. Die Ablehnnung ist somit nicht diskriminierend.

Stellenanzeigen müssen in der Regel geschlechtsneutral sein bzw. beide Geschlechter in der Ausschreibung nennen (siehe OLG Karlsruhe, Urteil vom 13.09.2011 – 17 U 99/10). Eine Diskriminierung kommt wegen der in weiblicher Form gehaltenen Stellenanzeige in Betracht. Eine Ausnahme, die die Ausschreibung beschränkt auf Frauen rechtfertigt, sehe ich nicht.

Das AGG soll vor Diskriminierung in allen Phasen der Beschäftigung schützen und damit auch beim Zugang zu einer Erwerbstätigkeit. Stellenanzeigen, Anforderungen an Bewerbungsunterlagen und Auswahlverfahren müssen grundsätzlich diskriminierungsfrei sein. Bewerbende dürfen in Stellenanzeigen nicht aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität benachteiligt werden (§ 1 AGG). Ausnahmen gibt es nur wenige. Stellenanzeigen müssen also möglichst merkmalsneutral formuliert sein.

Daher schätze ich die Chancen einer Klage mit mehr als 50% ein. Sie können eine solche auch selbst einreichen, z. B. bei der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts. Damit können Sie das Kostenrisiko in erster Instanz auf die Gerichtkosten beschränken.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sven H. Jürgens

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Versicherungsrecht

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Mediator

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Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Danke für Ihre Antwort. ich habe sie eben versucht zu bewerten, allerdings geht aktuell die Bewertungsfunktion der Sterne nicht.