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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 5074
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Ich habe mit zwei Freundinnen mündlich über die Möglichkeit

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe mit zwei Freundinnen mündlich über die Möglichkeit gesprochen, in meiner Firma festangestellt zu arbeiten. Bedingung dafür war, dass die beiden 2 Tage die Woche auch vor Ort in der Firma sind.Aktuell sind beide selber selbstständig mit eigenem Gewerbe.Da sich die Umbauarbeiten meiner neuen Büroräume länger hingezogen hat, habe ich nach 1 Woche nach dem ersten Gespräch Bescheid gegeben, dass die beiden mir für ihren Aufwand einfach eine normale Rechnung stellen sollen, da sich unsere Zusammenarbeit hinauszögern wird.Nun habe ich leider von beiden eine Rechnung über 11.000€ brutto erhalten (das vereinbarte Angestelltengehalt als Manager für später), ohne dass die beiden jemals im Büro gewesen sind noch Vollzeit für mich tätig waren.Sie berufen sich darauf, dass wir einen verbindlichen Vertrag hätten, der mündlich geschlossen wurde, obwohl es für mich lediglich ein Gespräch über mögliche Optionen war.Muss ich diese Rechnungen bezahlen?
Es liegen keinerlei schriftliche Unterlagen, kein vorheriges Angebot meiner Freundinnen vor.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Haben die beiden irgendeine Arbeitsleistung für Sie erbracht oder wenigstens jemals die Erbringung angeboten?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Da wir befreundet sind, war für mich nie ersichtlich, wann dies ein "Freundschaftsdienst" ist oder nicht. Zu keinem Zeitpunkt wurde mir mitgeteilt, dass Tätigkeit X Kosten in Höhe von Y kreiert.Daher kann ich das nur schwer beantworten.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich kann Ihnen auf Grundlage dieser Sachverhaltsschilderung nicht dazu raten, die Damen auszuzahlen.

Wenn die zwei Damen behaupten, Sie hätten mit ihnen einen Anstellungsvertrag geschlossen, so sind sie für diese Behauptung beweispflichtig. Zwar ist es grundsätzlich richtig, dass ein Anstellungsvertrag auch mündlich geschlossen werden kann. Jedoch reicht eine reine Planung nicht aus, sondern die Damen müssten im Rechtsstreit beweisen, dass Sie mit ihnen diesen Vertrag mit einem Rechtsbindungswillen geschlossen haben. Dafür reicht der Nachweis eines Gefälligkeitsverhältnisses nicht aus, denn dabei handelt es sich gerade um keinen rechtsverbindlichen Vertrag, kraft dessen Zahlung verlangt werden kann.

Für Sie sprechen zudem die äußeren Umstände des Falles - es ist keine Anmeldung der beiden Damen als Arbeitnehmerinnen erfolgt, es wurden keine rechtlich vereinbarten Leistungen ausgetauscht und es gibt überhaupt keinerlei schriftliche Vereinbarung, was, wenngleich es nicht rechtlich erforderlich, jedoch sehr üblich ist - gerade bei dem hohen Betrag, der von Ihnen verlangt wird.

Ich empfehle Ihnen daher, die Forderung zurückzuweisen und den Damen allenfalls als Vergleichsvorschlag die Zahlung einer Aufwandsentschädigung anzubieten.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Grandios, ich bedanke ***** *****ür diese ausführliche und sehr einleuchtende Antwort!
Gern, das freut mich.
Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.
Kianusch Ayazi und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.