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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 11481
Erfahrung:  Rechtsanwalt
52374836
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte, eines einjährigen,

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte,im Rahmen eines einjährigen, studentischen Pflichtpraktikums in einem Krankenhaus besteht Maskenpflicht. Diese Masken stehen auf den Stationen, im OP, den Ambulanzen und in der Notaufnahme zur Verfügung.
Jeden Tag holt sich jeder Mitarbeiter dort eine neue Maske. Gestern, bei Feierabend, bin ich nochmal schnell in Zivil in die Notaufnahme (die Mitarbeiter dort kennen mich mit Namen) um mir noch eine Maske zu holen, da ich die alte nun schon länger trug und ich mit Bus und Bahn etc unterwegs bin. Dafür habe ich mir also noch eine neue mitgenommen und auch Bescheid gesagt "Ich brauch noch schnell ne neue Maske". Eine der Mitarbeiterinnen fand das wohl nicht so toll, rief mir hinterher, dass das unverschämt sei und sie das eigentlich melden solle. Es handelt sich um normale OP masken, nicht um FFP2. Ich fands in dem Moment etwas übertrieben und ging da nicht weiter drauf ein. Jetzt lese ich aber die wildesten Geschichten und Urteilen, wo es Bereits zu fristlosen Kündigungen kam, weil Mitarbeiter Kleinstgegenstände haben mitgehen lassen. Ich kann meine Situation schwer einordnen, mache mir jetzt aber doch Sorgen um Konsequenzen.
Es gibt keinen Arbeitsvertrag etc und ich erhalte eine monatliche Aufwandsentschädigung. Krankenkasse etc zahle ich alles selbst. Tätig bin ich dort seit 8 Monaten, noch weitere 3 Monate folgen.
Können Sie helfen?
Vielen Dank!
Gepostet: vor 14 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich muss kurz nachfragen: Die Maske hatten Sie ausschließlich für den privaten Gebrauch (Heimfahrt) genommen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
in diesem Fall ja
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
um genau zu sein unter anderem auch für den arbeitsweg
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag,

Grundsätzlich ist Ihre Sorge nicht unbegründet, weil tatsächlich bereits mehrfach, teilweise auch höchstrichterlich, entschieden wurde, dass Diebstähle sogar im Centbereich eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Wenn Sie die Maske also ausschließlich für den privaten Gebrauch genommen haben und dies nicht von der Firma - Krankenhaus - "genehmigt" ist, dann läge durchaus ein Diebstahl vor.

Wenn es zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen käme würde es auch keinerlei Unterschied machen, ob Sie dort angestellt sind oder "nur" Praktikant.

Ich hoffe, Ihre Fragen wurden beantwortet. Bitte fragen Sie bei Nachfragen oder Unklarheiten nach. Ansonsten darf ich Sie um Bewertung (3-5 Sterne) bitten. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Wie hoch wäre denn dafür die Wahrscheinlichkeit? Hier droht eben nicht nur Verlust des Praktikumsplatzes, sondern damit auch die Unmöglichkeit meinen Abschluss zu erreichen. Wäre das nicht unverhältnismäßig?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

da eine Küpndigung eines Arbeitsplatzes immer mit einer Existenzbedrohung einhergeht, dies aber - wie ausgeführt sogar höchstrichterlich für verhältnismäßig gehalten wird (Diebstahl ist ein absolutes "nogo") könnte die Kündigung drohen.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sollte es zu einer fristlosen Kündigung kommen, sollten Sie sich dagegen arbeitsgerichtlich wehren, dies wäre Ihre einzige Chance.

Es hängt sicher aber davon ab, wie Ihr Vorgesetzter die Situation sieht und ob er rechtliche Konsequenzen ergreift.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 14 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

gibt es noch Nachfragen zu den erteilten Antworten ? Bitte sind Sie so freundlich und geben eine kurze Rückmeldung. Vielen lieben Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass