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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 602
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Bitte ein fachanwalt für arbeitsrecht, danke! ein lehrling

Diese Antwort wurde bewertet:

bitte ein fachanwalt für arbeitsrecht, danke!ein lehrling ausm außereurop. ausland nach der probezeit
schafft zum 2. mal die zwischenprüfung nicht,
ausbilder und bs-lehrer sind sich einig,
er wird keine prüfung schaffen: sprachbarriere, selbstmotivation fehlt,nur noch außerberuffl. interessen, kein handwerkl. geschick
fehlende kognitive fähigkeitenausbildungsbetrieb will den ausb.-vertrag vorzeitig kündigenum in einem anderen gebiet sein glück zu findenwie ist das möglich?danke.

Sehr geehrter Kunde,

maßgeblich für die Beantwortung Ihrer Frage ist § 22 Berufsbildungsgesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__22.html), welcher folgenden Wortlaut hat:

"(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

1.

aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist,

2.

von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.

(3) Die Kündigung muss schriftlich und in den Fällen des Absatzes 2 unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.

(4) Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund ist unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind. Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, so wird bis zu dessen Beendigung der Lauf dieser Frist gehemmt."

Der einfachere Weg zur Beendigung des Ausbidlungsverhältnisses ist also ein Aufhebungsvertrag mit dem Auszubildenden.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit der fristlosen Kündigung mit der Begrüdnung der Nichteignung. An eine solche Kündigung sind allerdings hohe Anforderungen gestellt, da die Eignung ja an sich während der Probezeit festgestellt werden konnte.

Eine Kündigung wegen Schlechtleistung ist daher nur unter strengen Voraussetzungen berechtigt. Die mangelnde Eignung muss eine konkrete auch in Zukunft zu erwartende Störung des Ausbildungsverhältnisses zur Folge haben, durch die die Arbeitsabläufe im Betrieb erheblich beeinträchtigt werden.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
hallo, sehr geehrter herr raCustomer ich bin zufrieden, ich wäre seeehr zufrieden, wenn:. haben sie bitte eine www-quelle, wo diese Nichteignung an Beispielen aufgezeigt, hier geht es um einen handwerkl Beruf
Bieten HWK oder IHK Mediatoren, die einen Aufhebeungsvertrag dem AZUBI, da sie geschult sind näherbringen können?danke + mfg

Sehr geehrter Kunde,

ich werde nach solchen Beispielen und / oder einschlägigen Entscheidungen recherchieren und melde mich morgen wieder bei Ihnen. Ich hoffe, dass das für Sie okay ist.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
das ist "prima-gut-okay" :-)

Sehr geehrter Kunde,

bei meiner Recherche bin ich bislang nur auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz gestoßen, welches sich aber insbesondere wegen des Umstandes, dass die Zwischenprüfung zum zweiten Mal nicht bestanden wurde, auf Ihren Fall übertragen lassen dürfte.

Siehe hierzu https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/azubis-keine-kuendigung-wegen-vermasselter-zwischenpruefung-139076/

Das Urteil selbst finden Sie unter https://docplayer.org/5461332-Lag-rheinland-pfalz-25-04-2013-10-sa-518-12.html

Dort steht die entscheidende Passage auf Seite 6, wo es heißt:

"Die Beklagte beanstandet - wie er auch in der mündlichen Verhandlung vor der Berufungskammer geschildert hat - letztendlich das Leistungsverhalten des Klägers. Er wirft dem Kläger in der praktischen Ausbildung Schlecht- und Minderleistungen vor, ohne diese in den erst- oder zweitinstanzlichen Schriftsätzen auch nur ansatzweise konkret darzulegen. Er behauptet pauschal, der Kläger sei nicht in der Lage, einfachste Maurerarbeiten durchzuführen, er sei für den erlernten Maurerberuf völlig ungeeignet. Dies werde auch durch den Umstand belegt, dass in der Zwischenprüfung der praktische Teil mit mangelhaft benotet worden sei.

Der Ausbilder kann das Ausbildungsverhältnis jedoch nicht mit der pauschalen Behauptung fristlos beenden, der Auszubildende werde wegen seiner schlechten Leistungen mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Abschlussprüfung versagen (KR/Weigand 10. Aufl. §§ 21-23 BBiG Rn. 63 mwN). Vielmehr ergibt der Umkehrschluss aus § 21 Abs. 3 BBiG, wonach sich das Berufsausbildungsverhältnis auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr, verlängert, wenn er die Abschlussprüfung nicht besteht, dass vorherige schlechte Leistungen als wichtiger Grund zur fristlosen Kündigung des Berufsausbildungsverhältnisses nur dann in Frage kommen, wenn feststeht, dass auf Grund der aufgetretenen Ausbildungslücken das Bestehen der Abschlussprüfung ausgeschlossen ist (APS/Biebl 4. Aufl. § 22 BBiG Rn. 17 mwN). Für die hierfür maßgebenden Tatsachen ist der Ausbilder in vollem Umfang darlegungs- und beweispflichtig. Wie bereits oben ausgeführt, können diese Gründe nach § 22 Abs. 3 BBiG auch nur dann Verwendung finden, wenn sie der Ausbildende schriftlich im Kündigungsschreiben mitgeteilt hat. Im Kündigungsschreiben vom 24.07.2012 hat der Beklagte, wie sich aus dessen Wortlaut ergibt, lediglich auf das schlechte Ergebnis der Zwischenprüfung abgestellt und beanstandet, hierüber nicht informiert worden zu sein. Er hat nicht im Ansatz Tatsachen mitgeteilt, anhand derer sich ergäbe, dass das Bestehen der Abschlussprüfung vollkommen ausgeschlossen erschiene."

Übertragen auf Ihren Fall bedeutet dies, dass bereits im Kündigungsschreiben konkrete Tatsachen genannt werden müssen, die darauf schließen lassen, dass das Ausbildungsziel nicht erreicht werden wird.

Bei einer solchen Sachlage handelt es sich natürlich immer um Einzelfälle, so dass es hierzu keine Formulierungsbeispiele gibt, doch muss an sich "nur" konkret dargelegt werden, was z.B. falsch gemacht wurde. Es reicht hierzu nicht aus, einfach zu sagen, dass es schlecht gemacht wurde, vielmehr ist konkret auszuführen, wie irgendeine Arbeit auszuführen wäre und wie sie tatsächlich ausgeführt worden ist.

Auch die Ergebnisse der Ziwschenprüfungen sind konkret zu benennen; also nicht nur, dass die Prüfungen nicht bestanden wurden.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weiter geholfen zu haben und dass Sie jetzt "serh zufrieden" sind :-). Für eine positive Bewertung jedenfalls wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

rafozouni und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
toll, ein zuhörender ra mit dem bestreben, super zu antworten, ganz lieben dank

Freut mich sehr, wenn ich helfen konnte und vielen Dank "für die Blumen" :-)

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
34;Dank für die Blumen..." Da hätte ich einen wunderbaren Witz Verliebter im Blumengeschäft, doch, dieser ist nicht stubenrein, beginnt jedoch ganz harmlos mit dem ersten von 3 Reimen: Rosen zum Liebkosen...

Ich weiß wie es weiter geht!! ;-)