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OliverF428
OliverF428, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 42
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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OliverF428 ist jetzt online.

Überlappung von AU-Bescheinigungen

Diese Antwort wurde bewertet:

220;berlappung von AU-Bescheinigungen

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

Danke für Ihre Anfrage.

Mangels weiterer Angaben, versuche ich dennoch umfassend zu antworten und die mögliche Ursache zu erforschen.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist die ärztliche Bescheinigung einer Erkankung mit voraussichtlicher Dauer der Genesung. Diese (die Dauer) müssen Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen. Gemäß § 5 EFZG (Entgeltfortzahlungsgesetz). Hiernach müssen Sie Ihren Arbeitgeber spätestens am dritten Tag informieren. Die Informationspflicht umfasst nicht die Art der Erkrankung.

Arbeitsrechtlich genügt Ihnen bereits eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die Ihre Arbeitsunfähigkeit aufzeigt. Sie befreit Sie von Ihrer vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung.

Mehrere Arbeitungsunfähigkeitsbescheinigungen können mehrere Krankheitsbilder bestätigen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Anfrage beantworten konnte.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Danke für die Antwort. Ich werde morgen etwas konkretisieren. Schönen Abend wünsche ich Ihnen!

Danke.

Den wünsche ich Ihnen auch.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Guten Morgen. Ich würde meine Frage nun gerne präzisieren: ich bin am 22.3 gekündigt worden zum 30.4. Seit dem 23.3. erhalte ich LFZ von meinem (EX)Arbeitgeber. In Summe sind das 39 Tage. Ab morgen greift dann die Zahlung von einem privaten Krankentagegeld (ab dem 43. Tag AU). Meinem EX-Arbeitgeber habe ich meine letzte AU-Meldung inkl. des 4.5. gegeben. Hintergrund: ich klage gleichzeitig, wobei ich maximal einen weiteren Monat Beschäftigung rausholen werde, weil es eine Kündigung in der Probezeit war. Frage: Muss ich meinem Ex-Arbeitgeber auch die weiteren AU-Meldungen geben wenn ich klage?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

danke für die weitere Ergänzung.

Sie sollten darauf achten, dass Ihr ehemaliger Arbeitgeber die durchgehende Dauer der Arbeitsunfähigkeit von Ihnen bescheinigt bekommen hat. Nur so kann Ihr Anspruch dauerhaft und vollstänig aufrechterhalten werden. Hierzu wären Sie auch gesetzlich verpflichtet. Ich erlaube mir hierbei auf bereits erfolgte Korrespondenz zu verweisen. Es käme vorliegend auch § 3 EntgFG in Betracht.

Sofern Sie bereits Klage eingereicht haben, müssen Sie auch gerichtlich jeden Umstand beweisen, der Ihnen Vorteile verschafft. Sie sind hier darlegungs- und beweispflichtig.

Ich hoffe, dass ich Ihre Anfrage beantworten konnte. Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ok verstehe. Die letzte AU-Bescheinigung, die meinem Arbeitgeber vorliegt, geht bis einschl. 4.5. Am letzten Freitag war ich beim Arzt, der mir die AU vom 1.5. bis 15.5. attestiert hat. Frage: ist es ein Problem, wenn sich die Meldungen überlappen oder ist es ok, wenn diese "vorab" erneuert wurde?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich beurkunden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen eine Erkrankung, die Sie an der Arbeitsverrichtung hindern. Sie können durchaus mehrfach erkranken und mehrfach krankgeschrieben werden. Es kommt hierbei auf den Grund der Arbeitsunfähigkeit an.

Daher ist es kein grundsätzlich Problem, wenn sich Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen überschneiden. Die Überschneidung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wurde bereits höchstrichterlich entschieden. Urteil des BAG (Bundesarbeitsgericht) Az.: 5 AZR 505/18.

Ich hoffe, dass Ihre Anfrage beantwortet ist.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

OliverF428 und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ok, super. Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
ich würde Ihnen noch gerne eine weitere Frage stellen, die mit der Klage zu tun hat.Ist das ok?

Stellen Sie gerne Ihre abschließende Frage.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Mein ehemaliger Chef hat mich angerufen und gefragt, ob ich, wenn es eine Einsatzmöglichkeit für mich gibt, wieder arbeiten würde. Das habe ich natürlich bejaht. Ggf. habe ich aber einen neunen Arbeitsplatz zum 1.6. Frage: Wenn es meine EX-Chef nun erst meint mit dem Angebot (ich vermute ja eher eine Finte) und ich dann ablehne, weil ich lieber ein anderes Arbeitsverhältnis eingehen will, ist das meine Ex-Firma auch automatisch das Thema Zahlung einer, wenn auch geringen, Abfindung los?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

Die Möglichkeit einer Finte besteht durchaus. Ich würde Ihnen nachfolgende Handlungsalternativen anbieten:

  • Sie verfolgen weiterhin die neue Erwerbsmöglichkeit ab dem 01.06. Diese Option sollten Sie sich bewahren.
  • Sie sollten Ihrem ehemaligen Arbeitgeber keine Informationen über sich geben, die Ihnen schaden und zu denen Sie nicht verpflichtet sind.
  • Sie sollten Ihrem ehemaligen Arbeitgeber in den Glauben lassen, dass Sie für weiterhin einsetzbar gelten. beharren Sie jedoch auf Ihrem ausstehenden Entgelt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
aber sobald ich sagen würde: ich habe ab dem 1.6. eine neue Stelle wäre der ehemalige Arbeitgeber von der Zahlung einer Abfindung frei?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

das kann man so nicht sagen.

Es gilt in Ihrem Fall erst zu prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung haben.

Ein Automatismus, dass nach einer erfolgten Kündigung eine Abfindung ausgezahlt wird, besteht nicht.

Grundsätzlich hat Ihr neues Arbeitsverhältnis mit dem alten Arbeitsverhältnis nichts zu tun. Dennoch würde ich es, sofern keine Mitteilungspflicht besteht, Ihrem alten Arbeitgeber nicht mitteilen.

Ich wünsche für Ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt