So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an LawAlexander.
LawAlexander
LawAlexander, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 755
Erfahrung:  Rechtsanwalt
85641571
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
LawAlexander ist jetzt online.

Ich betreibe einen ambulanten Pflegedienst. Diese Firma

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich betreibe einen ambulanten Pflegedienst. Diese Firma besteht seit 25 Jahren und ich habe das Unternehmen im Sommer 2020 gekauft und übernommen.
Die mit übernommene Pflegedienstleiterin hat viele viele Fehler begangen und im Ergebnis haben wir vor dem Arbeitsgericht einen Vergleich geschlossen. Danach ist sie noch bis Juni 2021 Mitarbeiterin, bezieht das volle Gehalt und muss den ihr überlassenen Firmenwagen erst Ende Februar 2021 abgeben. Sie kann jedoch jederzeit mit 2 Tagen Frist kündigen und erhält dann das nicht ausgezahlte Gehalt als Abfindung.
Der Vergleich sieht keine Abgeltung aller möglichen Verfehlungen etc. vor.Nun musste ich einen neuen Pflegedienstleiter einstellen. Bei der Sichtung der zu übernehmenden Patientenakten und weiteren Unterlagen sind folgende Sachverhalte aufgetaucht:1.
Für die jährliche MDK-Prüfung, die nur mit wenigen Stunden Vorlauf angekündigt wird, müssen zwingend alle Tourenpläne archiviert werden.
Hat die frühere PDL mit dem 08.07.2020 eingestellt.2.
Für den MDK müssen alle Rufbereitschaft-Informationen archiviert sein.
Hat sie über mehrere Monate nicht gemacht.3.
Wenn die Pflegedienstleitung feststellt, dass ein Patient sturzgefährdet ist, muss regelmäßig ein Sturzrisiko-Check erstellt werden. Wurde bei einer Kundin letztmalig am 14.05.2020 durchgeführt.4.
Es gibt einen Kunden, zu dem monatlich eine Dekubitusprophylaxe durchgeführt werden muss.
Wurde im Juli und August 2020 nicht erbracht.Mit diesen Unterlassungen schadet die verantwortliche Pflegedienstleitung den Patienten und mir. Wären diese Versäumnisse erst in einer MDK-Prüfung aufgetaucht, hätten die sofort das Unternehmen geschlossen.Das heißt, dass die ehemalige PDL bewusst Leistungen nicht mehr erbracht hat, um mir zu schaden.Ich möchte daher die Möglichkeit nutzen, eine fristlose Kündigung auszusprechen.
Paralell möchte ich die ehemalige Mitarbeiterin oder ihren Rechtsanwalt durch einen von mir beauftragten Anwalt aufsuchen lassen.
Ziel ist die sofortige Aufhebung des Arbeitsvertrages und die Herausgabe des Fahrzeugs.Stimmt die ehemalige Mitarbeiterin diesem Vorschlag nicht zu, muss ich die Erkenntnisse zur Anzeige bringen. Das würde aber der ehemaligen Mitarbeiterin die Möglichkeit nehmen, jemals wieder in einer verantwortungsvollen Tätigkeit in der Pflege eingestellt zu werden.Meine Frage :Kann ich die Kündigung mit dem Hinweis auf das patientenschädliche Verhalten begründen ?
Ich möchte an diesem Punkt die Patienten noch nicht namentlich benennen.Ergänzend würde ich in diesem Fall Schadenersatz fordern.Wie ist Ihre Meinung dazu ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern Sie nachweisen können, dass die Leistungen bewusst nicht erbracht wurden (der AN also wusste, dass er dies tun musste, es aber nicht tat) liegt in der Tat ein außerordentlicher Kündigungsgrund vor und Sie können den AN sofort ohne eine Kündigungsfrist kündigen und den Firmenwagen einziehen.

Mit freundlichen Grüßen

LawAlexander und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.