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RABergmann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 130
Erfahrung:  -
95743643
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Angenommen ein Mitarbeiter eines Unternehmens entwendete dem

Diese Antwort wurde bewertet:

quot;Angenommen ein Mitarbeiter eines Unternehmens entwendete dem Unternehmen Bitcoin in siebenstelliger Höhe. Jedoch gibt es keine Beweise für die Tat, es lässt sich lediglich der Verdacht darlegen, dass dieser mit der Verwahrung beschäftigt war. Wir haben alle Computersystem und Logs durchgegangen, es gibt nicht ein einziges nachweisbares Indiz. In wie weit ist ein Urteil mit Strafe für den Täter zu erwarten, wenn man nur den Verdacht vorliegen hat, dass er es gewesen sein könnte und auch bei einer Hausdurchsuchung keine Ergebnisse zu finden sein werden, sofern eine Strafanzeige gestellt wird? Lohnt es sich oder sollte man den Fall lieber diskret behandeln?"Liegt es im Rahmen unser Möglichkeiten, dass wir zumindest für die nächsten Monate erwirken können, dass der ehemalige Mitarbeiter in Untersuchungshaft gerät? Auch wenn wir nicht wirklich Beweise oder Indizen für seine Tat haben? So würde man zumindest einen gefühlten moralischen Ausgleich schaffen."
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
34;Liegt es im Rahmen unser Möglichkeiten, dass wir zumindest für die nächsten Monate erwirken können, dass der ehemalige Mitarbeiter in Untersuchungshaft gerät? Auch wenn wir nicht wirklich Beweise oder Indizen für seine Tat haben? So würde man zumindest einen gefühlten moralischen Ausgleich schaffen."

Guten Tag,

die Untersuchungshaft ist in § 112 StPO geregelt:

"112
Voraussetzungen der Untersuchungshaft; Haftgründe

(1) 1Die Untersuchungshaft darf gegen den Beschuldigten angeordnet werden, wenn er der Tat dringend verdächtig ist und ein Haftgrund besteht. 2Sie darf nicht angeordnet werden, wenn sie zu der Bedeutung der Sache und der zu erwartenden Strafe oder Maßregel der Besserung und Sicherung außer Verhältnis steht.

(2) Ein Haftgrund besteht, wenn auf Grund bestimmter Tatsachen

1.festgestellt wird, daß der Beschuldigte flüchtig ist oder sich verborgen hält,

2.bei Würdigung der Umstände des Einzelfalles die Gefahr besteht, daß der Beschuldigte sich dem Strafverfahren entziehen werde (Fluchtgefahr), oder

3.das Verhalten des Beschuldigten den dringenden Verdacht begründet, er werde

a)Beweismittel vernichten, verändern, beiseite schaffen, unterdrücken oder fälschen oder

b)auf Mitbeschuldigte, Zeugen oder Sachverständige in unlauterer Weise einwirken oder

c)andere zu solchem Verhalten veranlassen,

und wenn deshalb die Gefahr droht, daß die Ermittlung der Wahrheit erschwert werde (Verdunkelungsgefahr)."

Der Mitarbeiter muss also der Tat dringend verdächtig sein und es muss ein Haftgrund bestehen. Nur dann wird Untersuchungshaft angeordnet. Wenn es keinerlei Beweise für seine Tat gibt wird wahrscheinlich keine Untersuchungshaft angeordnet.

Eine Strafanzeige können Sie stellen. Dann wird auf jeden Fall ermittelt und wenn ein hinreichender Tatverdacht vorliegt Anklage erhoben.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann

Rechtsanwalt

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