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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 20033
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Hallo Frau Schiessl, ich bin seit März letztes Jahres an der

Kundenfrage

Hallo Frau Schiessl,
ich bin seit März letztes Jahres an der Psyche erkrankt,es begann mit einem Burnout. Ich bin seit 20 Jahren im öffentlichen Dienst tätig,als Krankenschwester. Da ich dringend eine berufliche Veränderung brauche,habe ich mich dazu entschlossen eine Ausbildung in einem anderen sozialen Beruf zu beginnen. (Die Rentenkasse hat eine Teilhabe abgelehnt) Dieses ist allerdings eine rein schulische,ohne Vergütung. Da es rein zeitlich nicht mehr für eine ordentliche Kündigung gereicht hätte,(Ausbildungsbeginn 1.8.)habe ich um einen Aufhebungsvertrag gebeten. Dieser ist bis heute immer noch nicht da,wurde mir allerdings vor 3 Wochen telefonisch zugesichert. Es sei schließlich Urlaubszeit und der Vertrag reine Formsache,hieß es am Telefon. Also habe ich am 1. meine schulische Ausbildung begonnen.
Nun hatte ich gestern einen Termin bei einer Kollegin von ihnen,die auf Arbeitrecht und Sozialrecht spezialisiert ist. Sie soll für mich Einspruch bei der Rentenkasse einlegen. In Bezug auf den Aufhebungsvertrag schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen und riet mir dringend von dem Aufhebungsvertrag ab. Was ich wg. der Sperre beim Arbeitslosengeld auch verstehe. Außerdem befände ich mich in einem rechtswidrigem Raum,weil ich ja offiziell bei meinem Arbeitgeber noch angestellt bin,aber weder für ihn arbeite,noch krank geschrieben bin. Was mich ziemlich geschockt hat,weil die Personalabteilung der Klinik so etwas nicht erwähnte.
Und nun zu dem,was ich,trotz mehrmaliger Erklärung nicht verstehe: Ich soll die Bitte um den Aufhebungsvertrag rückgängig machen und stattdessen mich wieder krank melden. Ich sollte gleich gestern noch zu meinem Hausarzt ,und mich unbedingt wieder krank schreiben zu lassen. Und zwar gleich bis zum Ende des Jahres. Eine Art Blanko-Krankschreibung,mit dem schriftlichen Inhalt,das ich weiter nicht arbeitsfähig sei, würde völlig ausreichen. Und die Ausbildung könne ich bedenkenlos weiter machen.
Es war nicht einfach meine Hausärztin von diesem Schritt zu überzeugen,da ich diesen Schritt immer noch nicht verstehe. Was bezweckt die Anwältin mit diesem Schritt?
Vielleicht können sie mir hier weiter helfen.
Vielen lieben Dank
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Ratsuchende, Sie können jeden Aufhebungsvertrag unterschreiben, wenn sie einen wichtigen Grund haben. Ein wichtiger Grund kann zum Beispiel ein Burn out sein. Sie sollten sich das ärztlich bestätigen lassen und sich dann bei der Agentur für
Arbeit das okay für die Kündigung holen.Das Problem dass sie haben ist, dass sie es nicht rechtzeitig geschafft haben den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben und jetzt noch angestellt sind und weder arbeiten noch krankgeschrieben sind. Das ist ein Problem weil es heißt ohne Arbeit kein Geld. Zudem kann man Ihnen dann wegen Arbeitsverweigerung fristlos kündigen und sozialversicherungsrechtlich dürfte es auch ein Problem sein. Ich würde Ihnen ebenso empfehlen, sich wieder krankschreiben zu lassen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 1 Monat.
Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke ***** *****ür die Antwort. Das es hierbei um meine Absicherung geht,habe ich verstanden. Trotzdem bleibt für mich die Frage: wie lange ist das mit der Krankschreibung durchziehbar? Kann mein Arzt mir diese verwehren ( weil er diese Methode nicht kennt und ihm das zusätzliche spanisch vorkommt)? Was ist das juristische Ziel hinter dem Ganzen (ich möchte es dem Arzt erklären können)? Warten wir auf das Ergebnis des Rententrägers wegen des Einspruchs? Ich verstehe es leider nicht. Zudem frage ich mich, ist der Arbeitgeber nicht zusätzlich angeprickt,mir fristlos zu kündigen,wenn ich jetzt wieder mit einer Krankschreibung ( dazu noch so eine komische Blanko-Krankschreibung) komme,anstatt den vorgefertigten Aufhebungsvertrag zu unterschreiben?
Danke für ihre Antworten.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Ratsuchende, wenn der Arbeitgeber Ihnen kündigt, dann können Sie dagegen klagen. Bei einem Aufhebungsvertrag hingegen können Sie gar nichts machen. Jede Krankschreibung hat die Vermutung für sich, dass sie richtig ist.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 1 Monat.
Es geht zunächst mal ihren Arbeitsplatz überhaupt ab zu sichern. Gegen eine Kündigung können Sie klagen, gegen den Aufhebungsvertrag können Sie nichts mehr machen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 1 Monat.

Wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte bitte ich um positive Bewertung vielen Dank